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Rosa Luxemburg (1870-1919)

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Am 5. März 1870 erblickte Rosa Luxemburg in Zamość das Licht der Welt. In Warschau, wo sie aufwuchs, engagierte sie sich in der sozialistischen Bewegung. 1889 emigrierte sie in die Schweiz, um einer Verhaftung zu entgehen. Neun Jahre später bekam sie durch eine Scheinehe die deutsche Staatsbürgerschaft und zog nach Berlin. Hier trat sie in die Sozialdemokratischen Partei Deutschland (SPD) ein. Sie gehörte dem linken Flüge der Partei an, der sich für die Revolution und gegen den Krieg aussprach. Gleichzeit gehörte sie noch der Sozialdemokratie des Königreiches Polen und Litauen (SDKPiL) an, die sie bei der Zweiten Internationalen vertrat. 1916 gründete sie zusammen mit Karl Liebknecht und Clara Zetkin die Gruppe Internationale, aus der 1917 der Spartakusbund und 1918 die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) hervorging.

Geburtshaus Rosa Luxemburg in Zamość
Nur wenige Schritte vom Markt entfernt, in der Staszica-Str. 37, erinnert eine Gedenktafel daran, dass Rosa Luxemburg hier am 5. März 1871 das Licht der Welt erblickte. Rosa Luxemburg war eine führende Persönlichkeit der deutschen Arbeiterbewegung.

Am 15. Januar 1919 wurden Luxemburg und Liebknecht in Berlin von Freikorpssoldaten der Garde-Kavallerie-Schützen-Division verhaftet, im Hotel Eden verhört und anschließend ermordet. Die Leiche von Rosa Luxemburg warfen die Soldaten in den Landwehrkanal.

Der Satz von Rosa Luxemburg "Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden" gewannt in der untergehenden DDR eine besondere Bedeutung. Am 15. Januar 1988 skandierten Oppositionelle und Ausreisewillige auf der SED-Gedenkdemonstration zur "Gedenkstätte der Sozialisten" in Friedrichsfelde, die an die Ermordung von Luxemburg und Liebknecht erinnern sollte, diesen Satz. Einige der Demonstranten wurden von der Staatssicherheit verhaftet und in den Westen abgeschoben. Unter ihnen waren Bärbel Bohley, Wolfgang Templin, Freia Klier, Stefan Krywczyk und Ralf Hirsch.

Weniger bekannt ist, dass Rosa Luxemburg, die Jüdin war, eine Anhängerin der Haskala-Bewegung war, die sich für eine Emanzipation der Juden und den Einfluss der "europäischen Kultur" in den jüdischen Gemeinden einsetzte. Die Aufklärungsbewegung "Haskala" hatte sich Ende des 18. Jahrhunderts im jiddisch sprechenden Judentum Osteuropas unter dem Einfluss der Gedanken von Moses Mendelssohn herausgebildet. (fh)

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