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Warschau (Warszawa) - Barbakane

Wenn die Touristen im Sommer nach Warschau (Warszawa) kommen, wird die Barbakane in der ul. Nowomiejska zu einem Nadelöhr zwischen der Altstadt und der Neustadt. Dann drängeln sich die Besucher in und vor der Barbakane, und Touristenführer erklären in exotischen Sprachen die Geschichte des Stadttores. Die beginnt im 16. Jahrhundert, als die Warschauer die bereits vorhandene Stadtmauer durch den Bau eines Außenwerkes mit rechteckigen Türmen und der Barbakane erweiterten, um die Stadt vor feindlichen Angriffen aus dem Norden zu schützen.

Barbakane in Warschau bei Regenwetter
Die Barbakane verbindet die Warschauer Alt- mit der Neustadt. Foto: Hilbert

Form eines Hufeisens

Erbaut hat die Barbakane 1548 der venezianische Festungsbaumeister Giovanni Battista. Der Grundriss des Verteidigungswerkes, das der Stadtmauer vorgelagert ist, hat die Form eines Hufeisens. Schießscharten und eine Brustwehr weisen auf die ursprüngliche Aufgabe hin. Sie diente der Verteidigung der Stadt. In die Seitenmauern (Ringmauern) eingelassen sind vier halbrunde Türme, die auf rechteckigen Stützpfeilern über dem Stadtgraben stehen. Zusammen mit dem „Badetor" (Brama Łazienna) und dem Pulverturm (Baszta Prochowa) bildete sie das sogenannte Zakroczym-Tor (Brama Zakroczymska).
Nur einmal wurde um die Barbakane gekämpft. Während der "Schlacht bei Warschau" 1656 hatten schwedische Truppen die Barbakane besetzt. Am 30. Juni gelang polnischen Soldaten die Rückerorberung. Die drei Tage andauernde Schlacht verlor Polen trotzdem. Die Schweden zogen in die Hauptstadt ein und plünderten sie.

Wohnhaus auf den Resten der Barbakane

Ihre strategische und militärische Bedeutung verlor die Stadtmauer im 18. Jahrhundert. Deshalb rissen die Warschauer große Teile der Wehranlagen ab. Auf den Überresten der Barbakane errichteten sie ein Wohnhaus. Abgerissen wurde auch das Krakauer Tor auf dem Schlossplatz im Süden der Altstadt und der Wachturm an der Weichsel, der unter dem Namen "Marschallturm" bekannt war. Die übrig gebliebenen Teilstücke der Stadtmauer verschwanden zwischen den eng stehenden Häusern.

Als die Warschauer nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem Wiederaufbau ihrer von den Deutschen fast vollständig zerstörte Altstadt begannen, entschlossen sie sich, die Barbakane  und die Stadtmauer bis zum Schlossplatz zu rekonstruieren. Die Pläne setzten sie zwischen 1953 und 1963 um.  Als Baumaterial verwendeten sie gotische Ziegelsteine aus den ehemals deutschen Städten Neisse (Nysa) und Breslau (Wrocław), die ebenfalls in Trümmern lagen. Als Grundlage für die Rekonstruktion der Barbakane dienten Zeichnungen aus dem 17. Jahrhundert. (Frank Hilbert)

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Warszawska Informacja Turystyczna - Markt
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00-272 Warszawa
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