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Swinemünde Karsibór – Vogelreservat "Karsiborska Kępa"

Im Norden der Insel Karsibór (Kaseburg), die im Stettiner Haff liegt, befindet sich das Vogelreservat "Kasiborska Kępa" (Kaseburger Hutung). Es ist ein Refugium seltener Vogelarten.

Vogelreservat Karsiborska Kępa in Swinemünde
Foto: Frank Hilbert

Das Reservat umfasst ein Gebiet von 180 Hektar. Auf den mit Niederschilf bewachsenen Feuchtwiesen brüten überwiegend Regenpfeifer (z. B. Kiebitze, Uferschnepfen, Rotschenkel) und ein vom Aussterben bedrohter Winzling: der Seggenrohrsänger. Das Reservat ist aber auch ein Refugium für andere seltene Vogelarten wie den Seeadler, den Rotmilan, die Wiesenweihe, den Wachtelkönig und den Kampfläufer. Insgesamt kann man hier etwa 140 Vogelarten beobachten – individuell oder unter der Führung erfahrener Ornithologen.

Gegründet wurde das Vogelreservat auf Anregung und Betreiben des Vereins "OTOP-BridLife Polen" (Ogólnopolskie Towarzystwo Ochrony Ptaków), einer privater Organisation, die sich für den Schutz und Erhalt von Wildvögeln und deren Lebensräumen einsetzt.

Kirche der Heiligen Maria auf der Insel Karsibór (Swinemünde)
Die Kirche der Heiligen Maria.

Kirche der Heiligen Maria

Südlich vom Vogelreservat liegt sich das Fischerdorf Karsibór (Kaseburg), das zur Stadtgemeinde Swinemünde (Świnoujście) gehört. Zu seinen Sehenswürdigkeiten gehört die Kirche der Heiligen Maria (Kościół pw. Niepokalanego Poczęcia), die aus dem 15. oder 16. Jahrhundert – so genau weiß an es nicht – stammt und 1836 nach Plänen des bekannten Architekten Karl Friedrich Schinkel umgebaut wurde. Ihre historische Inneneinrichtung, zu der eine barocke Kanzel aus dem 18. Jahrhundert und der Altar aus dem 16. Jahrhundert gehören, blieb aber erhalten. Damit ist sie die älteste Kirche im Swinemünder Stadtgebiet.
Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648)  soll im Pfarrhaus der schwedische König Gustav II. Adolf übernachtet haben.
Die Menschen, die in Kaseburg lebten waren Deutsche und protestantisch. 1945, am Ende des Zweiten Weltkrieges, als dieses Gebiet nach den Vorgaben des Potsdamer Abkommens unter polnische Verwaltung gestellt wurde, mussten sie ihre Heimat verlassen. Es zogen katholische Polen in das Fischerdorf, die nun die Kirche für ihre Gottesdienste nutzen und das Dorf in Karsibór umbenannten. Aus der protestantischen Zeit sind noch einige Grabsteine, die auf dem ehemaligen Friedhof hinter der Kirche stehen, erhalten geblieben. Die Reste des alten evangelischen Friedhofes, zu dessen Besonderheiten die vielen gusseisernen Grabkreuze gehören, findet man in der ul. Kwiatowa.

Seit 1966 verbindet die Piatowski-Brücke das Fischerdorf mit der Insel Wollin. Gleich hinter der Brücke rechts haben die Überbleibsel eines deutschen U-Boot-Hafens aus dem Zweiten Weltkrieg, in dem die 4. Schulungsflotte der deutschen Marine stationiert war, die Zeit überdauert. Neben U-Booten legten hier auch Schnellboote an. Im Uferbereich findet man noch die Überreste von Gebäuden des Marinestützpunktes, darunter einer U-Boot-Entmagnetisierungsanlage. 

Karsibór ist auch ein beliebter Anlaufpunkt für Segler. Sie schätzen die Abgeschiedenheit der kleinen, idyllisch gelegenen Marina. (fh)

Sehenswürdigkeiten

  • Vogelreservat "Karsiborska Kępa"
  • Kirche der Heiligen Maria, in der ul. 1 Maja 78
  • Alter evangelischer Friedhof, ul. Kwiatowa
  • Reste des U-Boot-Hafens der 4. Schulungsflotte der deutschen Marine

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