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Barbara Anna Woyno M. A. - Übersetzungen polnisch-deutsch-polnisch

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Swinemünde (Świnoujście) – Sehenswürdigkeiten


Denkmal RAF-Piloten

Denkmal der RAF-Piloten in Swinemünde

Im Frühjahr 1945 lag im Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute Piasten-Kanal) bei Swinemünde der Panzerkreuzer "Lützow", der mit seinen 28-cm-Geschützen die heranrückenden Truppen der Roten Armee beschoss. Moskau bat seine Verbündeten darum, die "Lützow" zu bombadieren und kampfunfähig zu machen. Die britische Royal Air Force kam der Bitte nach. Am 16. April 1945 flogen 18 Lancaster-Bomber der 617. Staffel der britischen Royal Airforce einen Angriff auf das Kriegsschiff und beschädigten es so schwer, dass es sank und gegen die Uferböschung kippte. Trotzdem blieben die Schiffsgeschütze in Takt und konnten am darauffolgenden Tag sowjetische Panzer beschießen, die auf Stettin vorrückten. Bei dem Luftangriff konnte die deutsche Luftabwehr einen britischen Bomber abschießen, bei dem alle Besatzungsmitglieder ums Leben kamen. Die Lancaster schlug auf der Insel Kasibór auf. Ein Fragment des Flugzeuges erinnert heute als Denkmal an den Absturz.

Geodaten: 53.844296, 14.318046
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Festung Gerhard (Fort Gerharda - Muzeum Obrony Wybrzeża)

Oberartillerieterrasse

Die Ostbatterie steht am Ostufer der Swine und wurde zwischen 1856 und 1863 errichtet. Ihre Aufgabe bestand im Schutz der Hafeneinfahrt. 2001 wurde sie an einen Verein verpachtet, der in den Kasematten ein Museum mit einer militärischen Ausstellung betreibt. Ein "Festungskommandant" in Phantasieuniform begeistert jeden Tag die Besucher, vor allem die Kinder, mit Geschichten und Salutschüssen.

ul. Ku Morzu
72-610 Swinemünde (Świnoujście)
Tel.: +49 91 3218626
E-Mail: muzeum@fort-gerharda.pl
Internet: www.fort-gerharda.pl
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Feuerleitturm der Strandbatterie Goeben

Der frühere Feuerleitturm der Strandbatterie Goeben dient der Swinemünder Feuerwehr als Feuerschutzbeobachtungsturm. Wenn jedoch keine Waldbrandgefahr besteht, räumen die Feuerwehrleute den Turm und Besucher können ihn besteigen und den Rundumblick von der Aussichtsplattform genießen.

Der Feuerleitstand gehörte zur Strandbatterie Goeben. Erbaut wurde er 1939, aber nicht ganz fertiggestellt. Seine Aufgabe bestand in der Feuerleitung der drei 28-cm-Geschütze der Batterie, die ganz in der Nähe standen und eine Reichweite von 35 km hatten. Überreste der Stellungen findet man noch heute im Wald.
Nach der Besetzung Frankreichs, Dänemarks und Norwegen begann die deutsche Armee mit dem Bau des Atlantikwalls, der eine Invasion alliierter Truppen abwehren sollte. Für seinen Ausbau demontierte das Militär 1940 und 1941 die drei Geschütze der Strandbatterie und schaffte sie nach Norwegen auf die kleine Insel Husøya, wo sie Teil der Batterie MAB 1./507 Husøya (MKB 1/507 Husöen) und auch hier unter dem Namen Marineküstenbatterie (KMB) Goeben geführt wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm die norwegische Armee die Küstenbatterie. Bei einer Übung am 21. November 1945 kam es allerdings zu einem Unglück, bei dem die Geschütze durch eine Explosion zerstört und mehrere Soldaten getötet und verletzt wurden.

2001 wurde der Feuerleitturm bei Swinemünde saniert und zum Feuerschutzbeobachtungsturm ausgebaut.

ul. Ku Morzu
72-600 Świnoujście
Geodaten: 53.90632455858656, 14.323813592556753
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Fischereimuseum im historischen Rathaus (Muzeum Rybołówstwa Morskiego w Świnoujściu)

Museum der Hochseefischerei in Swinemünde

Das Fischereimuseum befindet sich im Alten Rathaus, das zwischen 1805 und 1806 errichtet wurde und auch als Zollamt, Militärwache, Gericht und Gefängnis diente. Der kleine Turm stammt aus dem Jahr 1840. Die Turmuhr finanzierte der in Berlin sehr erfolgreiche Kaufmann und Bankier, Isaak Schönlank, der ursprünglich aus dem märkischen Friedland (Mirosławiec) stammte. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 stand vor dem Rathaus ein Denkmal für den deutschen Kaiser Wilhelm I. Enthüllt wurde es am 7. August 1895. Gestiftet hatte es Emilie Heyse.
Nachdem 1930 das Kasteramt und das Hochamt in geräumigere Gebäude umgezogen waren, zog das 1911 gegründete Heimatmuseum des Kreises Usedom-Wollin in das Obergeschoss des Alten Rathauses ein. Heute beherbergt das Alte Rathaus das Fischereimuseum, dessen Ausstellungsräume im Obergeschoss sich immer noch mit der Geschichte von Swinemünde beschäftigen.

pl. Rybaka 1
84-360 Świnoujście
Tel.: +48 (0) 91 3212426
E-Mail: muzeum@fornet.com.pl
Internet: www.muzeum-swinoujscie.pl
Geodaten: 53.90796467905789, 14.251894181135931
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Insel Kasibór – Vogelreservat "Karsiborska Kępa"

Feuchtwiesen auf der Insel Kasibor in Westpommern

Im Norden der Insel Kasibór, die zu Swinemünde gehört, befindet sich das Vogelreservat "Kasibórska Kępa". Auf den mit Niederschilf bewachsenen Wiesen brüten überwiegend Regenpfeifer (z. B. Kiebitze, Uferschnepfen, Rotschenkel) und ein vom Aussterben bedrohter Winzling: der Seggenrohrsänger. Klicken Sie hier für weitere Informationen über das Vogelreservat ...

1 Maja 78
72-603 Świnoujście
Geodaten: 53.86150613118324, 14.332056357510506
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Anmerkung:

Es gibt Wanderwege durch das Vogelreservat und einen Aussichtsturm.

Mit Ihrer Wanderung starten können Sie entweder an der Kirche (Kościół pw. Niepokalanego Poczęcia Najświętszej Maryi Panny) in der ul. 1 Maja, 72-603 Swinemünde, oder in der ul. 1 Maja 60, 72-603 Swinemünde.


Kirche der Heiligen Maria (Kościół pw. Niepokalanego Poczęcia Najświętszej Maryi Panny)

Kirche der Heiligen Maria auf der Insel Kasibór (Swinemünde)

Eine interessante Sehenswürdigkeit im Fischerdorf Kasibór (auf der gleichnamigen Insel) ist die Kirche der Heiligen Maria, deren Geschichte bis in das 15. und 16. Jahrhundert zurückreicht. 1836 wurde sie nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel umgebaut. Zur Kirche gehört ein alter evangelischer Friedhof, der noch aus der Zeit stammt, als Kasibór Kaseburg hieß und deutsch war.

ul. 1 Maja 78
72-603 Świnoujście-Karsibór
Geodaten: 53.85415950236629, 14.326631743405795
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Kriegsgäberstätte Golm

Die Skulptur "Die Frierende" auf dem Friedhof Golm

Am 12. März 1945, nur wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs (1939–1945), flogen 661 Bomber der 8. US-Air Force einen taktischen Angriff auf die Stadt Swinemünde zur Unterstützung der aus Osten heranrückenden Sowjetischen Armee. Die Opfer des Angriffs fanden auf dem Golm ihre letzte Ruhestätte. Der Golm ist eine 700 m hohe Erhebung, die auf deutscher Seite direkt an der Grenze zu Polen liegt.

Dorfstr. 33
17419 Kamminke
Tel.: +49 (0) 38376 290-0
E-Mail: info@jbs-golm.de
Internet: www.jbs-golm.de
Geodaten: 53.884302961058495, 14.208151796572865
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Kurpark

Bäume im Kurpark in Swinemünde

Angelegt wurde der Swinemünder Kurpark 1827 von Peter Joseph Lenné, dem General-Gartendirektor der königlich-preußischen Gärten. Der Kurpark erhielt den Namen "Plantage". Allerdings hat der heutige Kurpark mit dem aus dem 19. Jahrhundert nur noch wenig gemein. Trotzdem ist er sehr schön und lädt zu Spatziergängen ein.

Bolesława Chrobrego
72-600 Świnoujście
Geodaten: 53.912881, 14.256904
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Öffnungszeiten:

durchgehend geöffnet


Kurviertel

Kurviertel in Swinemünde

Gleich hinter dem 150 m breiten Strand von Swinemünde liegt das Kurviertel. Mit seinen renovierten Villen, modernen Hotels und einer Strandpromenade, die Swinemünde mit den Kaiserbädern auf der deutschen Seite von Usedom verbindet, kann es sich sehen lassen.

Promenada
72-600 Świnoujście
Geodaten: 53.919602, 14.253487
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Leuchtturm Swinemünde (Latarnia Morska Świnoujście)

Leuchtturm in Swinemünde

Der Leuchtturm steht am Ostufer und wurde 1857 in Betrieb genommen. Mit seinen 65 m Höhe war er zum damaligen Zeitpunkt der höchste der Welt. Er ist für Besucher geöffnet. Wer allerdings den Ausblick von ganz oben genießen möchte, muss zunächst die 308 Stufen zum Lampenhaus hinaufsteigen.

Bunkrowa 1
72-600 Świnoujście
Tel.: +48 91 3863543
Internet: latarnie.com.pl
Geodaten: 53.916134, 14.284205
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Öffnungszeiten:

1. März bis 30. Juni, 1. September bis 31. Oktober:
10.00 bis 18.00 Uhr

1. Juli bis 31. August:
10.00 bis 20.00 Uhr

1. November bis Ende Februar:
10.00 bis 16.00 Uhr

Anmerkung:

Der Leuchtturm steht im Stadtteil Warsów auf der Insel Wollin. Um dorthin zu gelangen, müssen Sie die Stadtfähre benutzen. Das ist nur möglich, wenn Sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Mit dem Auto müssen Sie den Umweg über die Karsibórer Fähre nehmen. Vom Anleger der Stadtfähre auf der Insel Wollin sind es noch fünf Kilometer bis zum Leuchtturm.


Mühlenbake und Westmole

Westmole mit Leuchtturm in Form einer Windmühle in Swinemünde

10,5 m hohes Leuchtfeuer in Form einer Mühlenbake. Es steht an der Spitze der Westmole und weist seit 1874 den Schiffen den Weg in den Hafen von Swinemünde. Die Westmole ist 1.020 m lang und war 1829 fertiggestellt worden. Als Baumaterial dienten Findlinge aus der pommerschen Umgebung.

Uzdrowiskowa
72-600 Świnoujście
Geodaten: 53.927001, 14.277380
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Strand

Strand von Swinemünde

150 m breit ist der Strand von Swinemünde. Der Sand ist so fein wie Puderzucker.

Aleja Baltic Park Molo 2
72-600 Świnoujście
Geodaten: 53.919426889924914, 14.25985991017971
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Strandpromenade

Promenade in Swinemünde

Die Strandpromenade lädt zum Spatzierengehen ein. Seit 2011 ist sie Teil des grenzüberschreitenden Ostsee-Boulevards, das Swinemünde mit den Kaiserbädern auf der deutschen Seite von Usedom verbindet. An der Grenze stehen eine Aussichtsplattform und eine Klammer aus Edelstahl, die das Zusammenwachsen der deutschen und der polnischen Nation symbolisieren sollen.


Turm der früheren evangelischen Kirche

Turm Lutherkirche in Swinemünde

Die frühere Lutherkirche wurde am 12. März 1945 bei einem Luftangriff der US Air Force nur leicht beschädigt. Nach dem Krieg zerfiel sie und wurde 1962 bis auf den 62 m hohen Turm abgetragen, der heute als Aussichtsturm dient und ein Café beherbergt. Errichtet wurde die Kirche zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Stil der Neogotik nach Plänen des Berliner Architekten Fritz Gottlob (1859–1920).

ul. Ignacego Paderewskiego 7
72-600 Świnoujście
Geodaten: 53.913697, 14.249425
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U-Boot-Hafen Kaseburg (Kasibór)

U-Boot-Hafen

1943 errichtete die deutsche Marine auf der Insel Kaseburg (Kasibór) einen Hafen für U-Boote und Schnellboote der 4. Schulungsflotte aus Stettin. Gleichzeitig diente der Hafen als Ausgangsbasis für militärische Operationen in der Ostsee und gegen Norwegen. Die Marine ließ hier aber auch ihre Kriegsschiffe überholen und versorgte sie.

Öffnungszeiten:

Die Überreste des U-Boot-Hafens befindet sich in der Nähe des Fähranlegers.


Westfort (Zachodni Fort Artyleryjski)

Waffensammlung in der Westbatterie Swinemünde
Ausgestellte Waffen auf dem Gelände der Westbatterie. Im Hintergrund ist ein Hochbunker zu erkennen, der während des Zweiten Weltkrieges als Leitstand für die Küstenbatterie diente. Foto: Frank Hilbert

Die Westbatterie entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit Wassergräben, Wällen und Kasematten. Baubeginn war 1856. Es handelte sich um eine Küstenbatterie. Zu erreichen war sie ausschließlich über eine Festungsbrücke, die 1863 entstand. Im Zuge der Wiederaufrüstung durch die Nationalsozialisten wurde die Festung 1937 erweitert und 1939 in Batterie "Henningsen" umbenannt. Die alten Geschütze wurden durch moderne ersetzt und ein Leitstandbunker errichtet, der 1941 seinen Betrieb aufnahm. Nach dem Zweiten Weltkrieg (1939–1945) zog die Rote Armee in die Festungsanlage ein, die 1992 – nach dem Zusammenbruch des östlichen Militärbündnisses Warschauer Pakt – Swinemünde verließ. Jahre später wurde die Westbatterie für Touristen geöffnet und ein Museum in ihr eingerichtet.

ul. Jachtowa
72-600 Świnoujście
Tel.: +48 (0) 508 738118
E-Mail: westbatterie@wp.pl
Internet: www.okretywojenne.pl/pefu/westbatterie
Geodaten: 53.918265311871025, 14.275529806975165
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