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Swinemünde – Denkmal der RAF-Piloten (Dambusters)

Im April 1945 wurde (das damals deutsche) Swinemünde mehrmals von amerikanischen, britischen und polnischen Flugzeugen angegriffen. So auch am 16. April 1945. 18 Lancaster-Bomber der 617. Staffel der britischen Royal Air Force flogen an diesem Tag einen Angriff auf den südlich von Swinemünde im Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute Piasten-Kanal) liegenden Panzerkreuzer "Lützow". Während des Angriffs wurde einer der Lancaster-Bomder (Nummer NG-228) von der deutschen Luftabwehr abgeschossen. Noch in der Luft brachen das Heck und ein Flügel der Maschine ab. Alle Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. An die Piloten erinnert heute ein Denkmal auf der Insel Kasibór.

Denkmal der RAF-Piloten in Swinemünde
Denkmal der RAF-Piloten auf der Insel Kasibór. Fotos: Frank Hilbert

Die 617. Staffel führte im April 1945 drei Luftangriffe auf die "Lützow" aus. Die ersten beiden Versuche am 13. und 14. April waren wegen schlechter Wetterbedingungen erfolglos geblieben. Erst beim dritten Luftangriff, an dem neben den 18 Bomber des Typs "Lancaster" auch polnische Jagdflieger des Typs "Mustang" teilgenommen hatten, gelang die Versenkung der "Lützow". Die "Lancaster" warfen 14 schwere Bomben des Typs "Tallboy" (je 5,5 Tonnen) und 48 leichtere Bomben (je 500 kg) über der "Lützow" ab. Bei dem Angriff wurde das Panzerschiff so schwer beschädigt, dass es sank und auf die Uferböschung kippte. Seine Schiffsgeschütze blieben jedoch intakt und beschossen am darauffolgenden Tag sowjetische Panzer, die auf Stettin (Szczecin) vorrückten.

Beim Luftangriff am 16. April stürzte der Bomber mit der Nummer NG 228 im südlichen Teil der Insel Karsibór, einem Stadtteil von Swinemünde, in einem Wald ab. Um der Tragödie zu gedenken und die getöteten britischen Piloten zu ehren, wurde an der Absturzstelle ein Denkmal mit einer aufgerichteten Tragfläche des Flugzeugs errichtet. Es handelt sich bei dem Denkmal um ein symbolisches Grab. Die sterblichen Überreste von sechs Piloten der siebenköpfigen Flugzeugbesatzung wurden 1946 im Beisein einer aus Großbritannien angereisten Kommission exhumiert und auf einem Militärfriedhof in Posen (Cytadela Poznańska) beigesetzt. Nur die Leiche des Bordschützen Unterleutnant William Knight wurde nie gefunden.

Anleger des Panzerkreuzers Lützow in Swinemünde
Anleger des Panzerkreuzers Lützow am Fähranleger nach Kasibór. Die Poller wurden inzwischen im Zuge einer Sanierung der Uferböschung entfernt.

Die 617. Staffel, die den Beinamen "The Dam Busters" (Dammbrecher) trug, war eine während des II. Weltkrieges gegründete Spezialeinheit, deren Aufgabe die Zerstörung schwer zugänglicher und bedeutender Ziele war. Berühmt wurde sie im Mai 1943 durch die Zerstörung der Möhnetal- und Edertalsperre mithilfe speziell für diesen Einsatz konstruierter Bomben, sogenannter Rollbomben. Die 617. Staffel der Royal Airforce existiert noch heute.

Die "Lützow" gaben die Deutschen erst am 4. Mai auf und sprengten es. Nach dem Krieg hoben Spezialisten des Bergungsdienstes der Baltischen Rotbannerflotte das Kriegsschiff, zogen es auf die Ostsee und versenkten es. (fh)

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Trailer zum Film "The Dam Busters", der die Geschichte des ersten Einsatzes der Bomberstaffel - die Zerstörung der Möhnetal- und Edertalsperre - erzählt. Der Film wurde im Jahr 1955 gedreht.

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