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Barbara Anna Woyno M. A. - Übersetzungen polnisch-deutsch-polnisch

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Die Kämpfe bei Gorlice

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Zu den topographischen Gegebenheiten im avisierten Operationsraum bemerkt Tile von Kalm in der Schlachtengeschichte des Reichsarchivs:
"In dem Kampfgebiet zwischen Karpaten und Weichsel dacht sich das Gelände von Süden nach Norden, vom Hochgebirge bis zur breiten Flußniederung ab. Dementsprechend ziehen alle Flußläufe nach Norden der Weichsel zu. Sie bilden starke Abschnitte gegen einen Vormarsch nach Osten. Die meist in den Tälern gelegenen Dörfer erstrecken sich viele Kilometer lang. Doch sind auch in dem ganzen Gelände ausgedehnte Siedlungen und zahlreiche Einzelgehöfte mit Gärten und Baumgruppen verstreut. Die Führung und Feuerleitung in diesem unübersichtlichen Kampfraum wird aber durch die weite Sicht und den guten Einblick von den Höhen aus begünstigt".

Schlacht von Tarnów-Gorlice 1915 - Gräber in Otfinów
Kriegsgräber in Otfinów. Foto: Frank Hilbert

Zu den örtlichen Verkehrsverbindungen zur damaligen Zeit merkt er Folgendes an:

"Nur wenige, meist eingleisige Bahnen durchziehen das Land. Feste Straßen sind nur zur Verbindung der Hauptorte vorhanden. Da die sonstigen Verbindungen entweder aus steilen, schmalen Bergpfaden oder aus unbefestigten Naturwegen mit starken Steigungen bestehen, sind nur ganz leichte Fahrzeuge landesüblich. Die Brücken halten meist größere Belastungen nicht aus. Bei trockenem Wetter sind die Wege entweder tiefsandig oder mit einer dicken Schicht feinen Lehmstaubs bedeckt. Auch nach geringen Regenfällen verwandeln sich die Wege in tiefe Moraststreifen. Selbst die Chausseen sind bei starker Beanspruchung wegen des leicht zerbröckelnden Gesteins je nach Witterung mit dickem Staub oder mit einem zähen Lehmbrei bedeckt".

Tile von Kalm hebt auch den wirtschaftlichen Wert des Landes auf Grund des Viehreichtums und der Erdölquellen am Karpatenrand hervor und merkt dazu an: "Für die Kriegführung außerordentlich wichtige Werte konnten dadurch dem Feinde wieder entzogen und den Mittelmächten neu erschlossen werden". (Alexander Molter)

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Sehenswürdigkeit

Museum - Ausstellung von Erinnerungsstücken aus der Schlacht von Gorlice
ul. Wąska 7-9
38-300 Gorlice
Tel.: ś48 (0) 18 3522615
E-Mail: muzeum.pttk.gorlice@interia.pl

Karte

Gorlice - Museum Schlacht Tarnów-Gorlice, ul. Wąska 7-9, 38-300
Gorlice - Museum Schlacht Tarnów-Gorlice, ul. Wąska 7-9, 38-300 Gorlice (Google Maps)
  1. Einleitung Schlacht von Tarnów-Gorlice 1915
  2. Die Kriegslage im Frühjahr 1915
  3. Die Entscheidung für den Durchbruch bei Tarnow-Gorlice
  4. Die Kämpfe bei Gorlice
  5. Artillerievorbereitung
  6. Sturmangriff
  7. Das Schicksal der Stadt Gorlice
  8. Gründe für den Erfolg der Offensive
  9. Militärstrategische Folgen
  10. Politikstrategische Folgen
  1. Der Bericht eines britischen Militärbeobachters (mit Bild des dt. OB Mackensen)
  2. Karte mit dem Verlauf der Ostfront 1915
  3. Kurze Darstellung des Verlaufs der Schlacht von Tarnów-Gorlice mit Fotos

Anmerkungen

Literatur:
  • Rauchensteiner, Manfred: Der Tod des Doppeladlers. Österreich-Ungarn und der Erste Weltkrieg, Wien 1993
  • Stone, Norman: Gorlice-Tarnow, in: Enzyklopädie Erster Weltkrieg hrsg. von Gerhard Hirschfeld u.a., Paderborn u.a., 2003
  • Ders.: The Eastern Front 1914-1917, London u.a. 1975
  • Tile von Kalm, Oskar: Schlachten des Weltkrieges Bd. 30: Gorlice, Reichsarchiv (Hrsg.), Oldenburg i.O. 1930
  • Urbanski von Ostrymiecz, August: Conrad von Hötzendorf, Graz, Leipzig, Wien 1938.
  • Die Übersetzungen aus Churchill: The Unkown War und Hedin: Kriget mot Ryssland wurden vom Autor angefertigt.