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Barbara Anna Woyno M. A. - Übersetzungen polnisch-deutsch-polnisch

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Schlacht von Tarnow-Gorlice - die Kriegslage im Frühjahr 1915

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Der Verlauf des Ersten der beiden Weltkriege ist weit unübersichtlicher als der des Zweiten. Das Kriegsglück nahm in jener ersten Veranstaltung industriellen Massentötens keine so eindeutige Wendung wie sie nach überwiegender Ansicht die Schlacht von Stalingrad für den Zweiten Weltkrieg darstellt. Vielmehr gab es ein auf und ab, so daß bis in das letzte Kriegsjahr hinein zumindest ein Patt, wenn nicht sogar ein Sieg sowohl der einen wie der anderen Seite möglich erschien.

Orthodoxe Gräber in Łucna - Schlacht Tarnów-Gorlice
Orthodoxe Gräber in Łucna - Schlacht Tarnów-Gorlice. Foto: Frank Hilbert

Die auf den Generalstabschef Schlieffen zurückgehende deutschen Kriegsplanung wollte den Hauptteil des Heeres zunächst bei einer großen Umfassungsoperation  in Nordfrankreich und nur einen kleineren Teil für hinhaltenden Widerstand im Osten einsetzen. Erst nach der Einschließung und Vernichtung des französischen Heeres sollte die Masse der deutschen Truppen gegen Rußland geworfen werden.

Der Schlieffenplan scheiterte jedoch, da die deutsche Umfassungsoperation in der Marneschlacht von der französischen und britischen Armee vereitelt wurde. Damit war der größte Teil der deutschen Truppen weiterhin im Westen gebunden. Zwar gelang den Generälen Hindenburg und Ludendorff in Ostpreußen mit der Schlacht von Tannenberg ein spektakulärer Erfolg, die Hauptmasse der russischen Truppen traf jedoch weiter südlich auf Österreich-Ungarns Heer und warf es bis zum Karpatenkamm zurück.

Die Verluste der Österreicher bei dieser Abwehrschlacht waren hoch. Ein erheblicher Teil der aktiven Offiziere und Unteroffiziere fielen ihr zum Opfer. Einen solchen Aderlaß an der Personalgruppe, die das militärische Rückgrat darstellt, ist für keine Armee einfach zu verkraften.  Es stand daher 1915 ein russischer Durchbruch vom Karpatenkamm hinunter in die ungarische Ebene auf dem kürzesten Weg nach Budapest und damit ein Zusammenbruch der österreichisch-ungarischen Monarchie zu befürchten. Verschärfend kam hinzu, daß Italien drohte, gegen die Donaumonarchie in den Krieg einzutreten. (Alexander Molter)

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Sehenswürdigkeit

Museum - Ausstellung von Erinnerungsstücken aus der Schlacht von Gorlice
ul. Wąska 7-9
38-300 Gorlice
Tel.: ś48 (0) 18 3522615
E-Mail: muzeum.pttk.gorlice@interia.pl

Karte

Gorlice - Museum Schlacht Tarnów-Gorlice, ul. Wąska 7-9, 38-300
Gorlice - Museum Schlacht Tarnów-Gorlice, ul. Wąska 7-9, 38-300 Gorlice (Google Maps)
  1. Einleitung Schlacht von Tarnów-Gorlice 1915
  2. Die Kriegslage im Frühjahr 1915
  3. Die Entscheidung für den Durchbruch bei Tarnow-Gorlice
  4. Die Kämpfe bei Gorlice
  5. Artillerievorbereitung
  6. Sturmangriff
  7. Das Schicksal der Stadt Gorlice
  8. Gründe für den Erfolg der Offensive
  9. Militärstrategische Folgen
  10. Politikstrategische Folgen
  1. Der Bericht eines britischen Militärbeobachters (mit Bild des dt. OB Mackensen)
  2. Karte mit dem Verlauf der Ostfront 1915
  3. Kurze Darstellung des Verlaufs der Schlacht von Tarnów-Gorlice mit Fotos

Anmerkungen

Literatur:
  • Rauchensteiner, Manfred: Der Tod des Doppeladlers. Österreich-Ungarn und der Erste Weltkrieg, Wien 1993
  • Stone, Norman: Gorlice-Tarnow, in: Enzyklopädie Erster Weltkrieg hrsg. von Gerhard Hirschfeld u.a., Paderborn u.a., 2003
  • Ders.: The Eastern Front 1914-1917, London u.a. 1975
  • Tile von Kalm, Oskar: Schlachten des Weltkrieges Bd. 30: Gorlice, Reichsarchiv (Hrsg.), Oldenburg i.O. 1930
  • Urbanski von Ostrymiecz, August: Conrad von Hötzendorf, Graz, Leipzig, Wien 1938.
  • Die Übersetzungen aus Churchill: The Unkown War und Hedin: Kriget mot Ryssland wurden vom Autor angefertigt.