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Barbara Anna Woyno M. A. - Übersetzungen polnisch-deutsch-polnisch

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Wanderung Schreiberhau - Schneegruben

Ausgangspunkt: Schreiberhau (Szklarska Poręba)
Zeit: 7 Stunden

Die Wanderung zu den Schneegruben beginnt an der Talstation des Sessellifts in Schreiberhau (Szklarska Poręba). Mit dem Lift, der einen Höhenunterschied von 603 m überwindet, fährt man auf den 1.362 m hohen Reifträger, auf dessen Gipfel die Reifträgerbaude (Na Szrenicy) steht. Von hier aus hat man einen phantastischen Blick in die Täler auf polnischer und tschechischer Seite.

Schneegruben im Riesengebirge
Blick in die große Schneegrube im Riesengebirge. Fotos: Frank Hilbert

Nun folgt man von hier aus der schwarzen Markierung Richtung Kamm und biegt dort nach links auf den rot markierten Wanderweg ab. Er führt vorbei an den "Sausteinen" (Trzy Swinki. Zurück ins Deutsche übersetzt "Drei Schweinchen".), einer Felsengruppe aus Granit in 1.290 m Höhe und den Quarksteinen (Twarożnik), einer weiteren Felsengruppe. Der Weg auf dem Kamm des Riesengebirges ist an dieser Stelle fast eben und leicht zu erwandern. Er führt vorbei an den Tafelsteinplatten (1.384 m) und der Veilchenspitze (Łabski Szczyt, 1.472 m). Die Veilchenspitze ist mit Trümmergestein bedeckt und sieht aus wie ein Geröllhaufen, der sich deutlich von seiner Umgebung abhebt.

Von der Veilchenspitze aus sieht man bereits die Schneegrubenbaude (Schronisko nad Śnieżnymi Kotłami), die leider für Touristen geschlossen ist. Sie gehört dem polnischen Fernsehen und ist voll gestopft mit Elektronik. Die Baude steht direkt an den Hängen der Großen und der Kleinen Schneegrube. Die steilen und zerklüfteten Hänge der Schneegruben (Śnieżne Kotły) sind typisch für eine alpine Landschaft und in einem Mittelgebirge wie dem Riesengebirge nicht zu erwarten. Die Felswände der Großen Schneegruben fallen 200 m in die Tiefe ab. Auf dem Grund sieht man zwei Seen, die Kochelteiche. Die kleine Schneegrube ist nicht weniger imposant. Durch ihre steilen Granithänge verlaufen zwei deutlich sichtbare Basaltadern.

Sendestation an den Schneegruben im Riesengebirge
Sendestation an den Schneegruben.

Von den Schneegruben geht es weiter auf dem gelb markierten Weg hinab zur Alten Schlesischen Baude. Auf dem Teil des Weges unterhalb der Veilchenspitze liegt noch oft bis weit in den Mai hinein Schnee und ist in diesem Fall schwierig zu erwandern. An der Alten Schlesischen Baude (Pod Łabskim Szczytem) führt der schwarz markierte Wanderweg zurück nach Schreiberhau (Szklarska Poręba). Dieser Abschnitt des Weges heißt Böhmersteig (Czeska Sciezka). Er existierte bereits im 18. Jahrhundert und verband das in Schlesien gelegene Schreiberhau mit Böhmen. Anstelle des Böhmersteigs kann man von der Alten Schlesischen Baude auch auf dem Alten Baudenweg (gelbe Markierung) nach Schreiberhau zurücklaufen. Der Weg bis ins Zentrum ist dann etwas kürzer. (fh)

Zeiten:

  • Wanderzeit insgesamt mit Pausen: sechs bis sieben Stunden
  • Reiträgerbaude - Felsengruppe "Sausteine": 25 min
  • Felsengruppe "Sausteine" - Felsengruppe "Quarksteine": 20 min
  • Felsengruppe "Quarksteine" - Schneegruben: 60 min
  • Schneegruben - Alte Schlesische Baude: 40 min
  • Alte Schlesische Baude - Schreiberhau (bis zur schwarzen Markierung): 80 min
  • Schwarzer Wanderweg bis ins Zentrum: ca. 40 min

Hinweis: Für Wanderungen im Riesengebirge ist festes Schuhwerk notwendig. Im Reisengebirge kann das Wetter unvermittelt umschlagen. In den höheren Lagen kann es  zudem auch in den Sommermonaten empfindlich kalt und windig sein.

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