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Barbara Anna Woyno M. A. - Übersetzungen polnisch-deutsch-polnisch

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Rastenburg (Kętrzyn) in Masuren

Die Komturei Balga des Deutschen Ordens errichtete 1329 Burg am Fluss Guber und nannte sie Rastenburg. Der Name leitet sich vermutlich vom pruzzischen Wort "Rast" ab, das "Pfahl" bedeutet. Die Burg diente als Grenzposten gegen die Litauer und war Teil einer Burgenkette, die von Ragnit bis nach Osterode führte. 1357 verlieh Henning Schindekopf, Komtur von Balga, Rastenburg das Stadtrecht. Seit dem 11. November 1945 heißt die Stadt Kętrzyn, nach dem großen deutschen Polenfreund Wojciech Kętrzynski (eigentlich Adalabert von Winkler, 1838 bis 1916, letzte Ruhestätte: Lemberg (Lwów)). Kętrzyn gehört zur Woiwodschaft Ermland-Masuren (Warmińsko-Mazurskie) und zählt rund 28.000 Einwohner. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges gehörte die Stadt zur Provinz Ostpreußen.

Ordensburg in RastenburgPolen Fotos
Ordensburg in Rastenburg in Masuren. Fotos: Frank Hilbert

Zu den wenigen Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt die Ordensburg in der Nähe des Bahnhofs. Nachdem sie zweimal (1345 und 1357) von den Litauern erobert und niedergebrannt worden war, errichtete der Deutsche Orden eine Wehrmauer mit 13 Basteien. Seit 1370 diente die Burg als Sitz des Pflegers der Komturei Balga. Während des Dreizehnjährigen Krieges (1454 - 1466), in dem die preußischen Stände gegen den Deutschen Orden opponierten, schlugen sich die Stadtbewohner auf die Seite der Aufständischen, besetzten die Burg und töteten den Ordenspfleger Wolfgang Sauer. Redelsführer waren die Mitglieder der Schusterzunft. Pech nur, dass Rastenburg nach dem Zweiten Thorner Frieden, der 1466 geschlossen wurde, im Herrschaftsbereich der Ordensritter verblieb. Der Orden bestrafte die Schuster, indem er sie aus dem Stadtrat ausschloss. 1525 wurde der Deutsche Orden säkularisiert. Rastenburg lag nun im Herzogtum Preußen.
In den folgenden Jahrhunderten wurde die Burg immer wieder umgebaut und so den Anforderungen der jeweiligen Zeit angepasst. Zum Schluss diente sie als Wohn- und Bürogebäude. 1945 wurde Rastenburg verwüstet. 50 Prozent der Häuser lagen in Schutt und Asche. Die Burg war völlig zerstört. In den 1960er Jahren begann die nun polnische Stadt mit dem Wiederaufbau der Burganlage. Dabei orientierten sich die Restauratoren am Aussehen der Burg im Mittelalter und nicht an dem vor dem Zweiten Weltkrieg. In der Burg befindet sich heute das Rastenburger Heimatmuseum.

St. Georgskirche in Rastenburg (Kętrzyn)
Die St. Georgskirche.

Neben ihr steht die St. Georgskirche von 1407 mit ihrem 48 m hohen Wehrturm, die einzige gotische Ziegelkirche in Masuren. Im Krieg zerstört wurde sie nach 1945 restauriert. Nur einige wenige Ausstattungsgegenstände der Kirche sind erhalten geblieben. Zu ihnen gehören drei eingemauerte Grabplatten im Südschiff und der Hochaltar von 1609.

Eine weitere Sehenswürdigkeit, die jährlich tausende Besucher anzieht, liegt nur 9 Kilometer von der Stadt entfernt, ist die Wolfsschanze. Sie diente mit ihren Bunkern zwischen 1940 und 1944 als Hauptquartier für den deutschen Dikator Adolf Hitler. Deutsche Pioniere sprengten die Bunker am 24. Januar 1945. Bekannt geworden ist die Wolfsschanze durch das Attentat auf Hitler, das Claus Graf Schenk von Stauffenberg am 20. Juli 1944 während einer Lagebesprechung in der Wolfsschanze verübte. (fh)

Sehenswürdigkeiten

  • Burg Rastenburg, plac Zamkowy 1
  • Kirche St. Georg (Kościół pw. św. Jerzego), ul. Zamkowa 5
  • Rathaus, neogotisch, errichtet zwischen 1885 und 1886, Plac marsz. Józefa Piłsudskiego 1
  • Freimaurerlogenhaus „Drei Thore des Tempels”, erbaut 1860 bis 1864 im neogotischen Stil, heute Deutsch-polnisches Arno-Holz-Kulturzentrum (Polsko-Niemieckie Centrum kultury im. Arno Holza), ul. Adama Mickiewicza
  • Neogotische Katharinenkirche (Parafia rzymskokatolicka św. Katarzyny), erbaut zwischen 1895 und 1896), ul. Powstańców Warszawy 5
  • Evangelische Kirche St. Johannes (Kościół ewangelicko-Augsburski św. Jana), schmuckloser Bau aus dem Jahr 1817 ohne Kirchenturm, die Ursprünge des Gebäudes reichen bis in die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts zurück, steht direkt neben der Kirche St. Georg, ul. Zamkowa 5
  • Gestüt (Stado Ogierów), seit 1877, ul. Bałtycka 1
  • Reste eines Bunkers aus dem Zweiten Weltkrieg, Rondo Solidarności
  • Führerhauptquartier Wolfsschanze, ca. 9 km von Rastenburg entfernt, Gierłoż, 11-400 Kętrzyn

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Landkarte von Polen mit Rastenburg (Kętrzyn)

Wetter

Rastenburg (Kętrzyn), Polen22.07.2018 – 16:41 Uhr
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RastenburgWetter Polen25.53 °CLuftfeuchte: 62%
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Tourismus

Einwohner

28.351 (Stand 2005)

Sehenswürdigkeit

Museum Wojciech Kętrzynski (Muzeum im. Wojciecha Kętrzyńskiego) in der Ordensburg
pl. Zamkowy 1
11-400 Kętrzyn
Tel.: +48 (0) 89 7523282
E-Mail: mwk@muzeum.ketrzyn.pl
Internet: www.muzeum.ketrzyn.pl

Touristeninformation

Punkt informacji turystycznej i promojki miasta Kętrzyn
Plac marszałka Józefa Piłsudskiego 10
11-400 Kętrzyn
Tel.: +48 (0) 89 7514765

Karte

Rastenburg (Kętrzyn), Plac marszałka Józefa Piłsudskiego 10, 11-400
Rastenburg (Kętrzyn), Plac marszałka Józefa Piłsudskiego 10, 11-400 Kętrzyn (Google Maps)
  1. www.miastoketrzyn.pl
  2. www.it.ketrzyn.pl