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Biskupin - 2700 Jahre Geschichte hautnah erleben

Während eines Ausflugs auf einer Seehalbinsel im Biskupin im Sommer 1933 erregten aus dem Wasser herausragende, ungewöhnliche Holzpfosten die Neugier des jungen Lehrers Walenty Szwajcar. Über seine Entdeckung informierte er umgehend die Mitarbeiter der Abteilung für Ur- und Frühgeschichte des Großpolnischen Museums in Posen.

Lausitzer Niederburg in Biskupin
Rekonstruierte Lausitzer Niederburg in Biskupin. Foto: Polnisches Fremdenverkehrsamt

Im Herbst 1933 reiste der Archäologieprofessor Józef Kostrzewski nach Biskupin und ordnete nach kurzer Besichtigung des Terrains Ausgrabungen an. Diese begannen bereits im Frühjahr 1934. Die Entdeckung erwies sich als eine Sensation. Die Wissenschaftler legten ein über zwei Hektar großes Areal frei, auf dem eine recht gut erhaltene Lausitzer Niederburg aus der frühen Eisenzeit zum Vorschein kam.

Eine entscheidende Rolle bei der genauen Datierung der Entstehung der Burg spielte das Eichenholz, das man zum Bau der Siedlung verwendet hatte. Dendrologische Untersuchungen ergaben, dass die Eichen in den Jahren 747-722 v. Chr. gefällt worden waren. Um sich ein Gesamtbild von der Anlage zu verschaffen, machten die Forscher mithilfe eines Beobachtungsballons zahlreiche Luftaufnahmen, die man heute im Museum bestaunen kann.

Häuser in Einheitsbauweise

Ursprünglich war die Burg von einem sog. „Wellenbrecher“ umgeben, der aus dicht nebeneinander im 45-Grad Winkel in den Erdboden gerammten, spitzen Holzpfählen errichtet war. Direkt hinter dem Wellenbrecher befand sich der Schutzwall, der 460 Meter lang, 3,5 tief lang und 6 Meter hoch war. Er bestand aus drei Reihen Eichenkästen aus Holzpfählen, die ineinander griffen. Von dem ca. 9 Meter hohen Tor führte ein Holzsteg in die Siedlung. Um die Siedlung herum verlief eine Ringstraße, die alle parallel verlaufenden Straßen miteinander verband. Auf beiden Seiten der auf die Ringstraße zulaufenden Querstraßen standen je 13 lange Reihenhäuser in Bohlenbauweise ausgeführt. Alle Häuser hatten ca. 70-90 Quadratmeter Wohnfläche und besaßen denselben Grundriss: Sie waren in einen Vorraum und eine größere Wohnstube unterteilt, in der sich eine Feuerstelle und großes Schlaflager für die gesamte Familie befanden. Direkt an der Einfahrt zur Siedlung war ein kleiner, mit Flechtwerk ausgelegter Platz, auf dem vermutlich Versammlungen abgehalten wurden.

Archäologischer Festspiele

Ein Teil der Schutzwallanlage mit Tor, einige Straßen und zwei Wohnhäuser sind zur Veranschaulichung der ursprünglichen Bebauung der Siedlung rekonstruiert worden. Auf dem Gelände befindet sich auch ein Museumspavillon, in dem sich die Besucher mit der Geschichte und Kultur der Region Biskupin von der Steinzeit bis zum späten Mittelalter vertraut machen können. Im Rahmen der experimentellen Archäologie stellen Museumspädagogen regelmäßig altes Handwerk vor, und jedes Jahr in der dritten Septemberwoche finden auf dem Museumsgelände – immer unter einem anderen Motto, z. B. „ Kelten – ein europäisches Volk", "Die Wikinger und ihre Nachbarn", "Der Mensch und seine Umwelt in vergangenen Zeiten" etc. - archäologische Festspiele statt. (fh)

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Sehenswürdigkeit

Muzeum Archeologiczne w Biskupinie (Archäologisches Museum Biskupin)
Biksupin 17
88-410 Gąsawa
Tel.: +48 (0) 52 3025025
E-Mail: muzeum@biskupin.pl
Internet: www.biskupin.pl

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Biskupin - Gąsawa - Archäologisches Museum Biskupin, Biksupin 17, 88-410
Biskupin - Gąsawa - Archäologisches Museum Biskupin, Biksupin 17, 88-410 Gąsawa (Google Maps)
  1. www.biskupin.pl (teilweise auf Deutsch)