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Swiętokrzyski-Nationalpark (Swiętokrzyski Park Narodowy)

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Der 1950 angelegte Park (7.626 Hektar) befindet sich in Zentralpolen und umfasst den Bergzug Łysogóry. Geologisch interesant macht den Park der Umstand, dass es sich bei Lysogóry um die ältesten Berge in Europa handelt (540-400 Millionen Jahre). In den Felsen findet man zahlreiche Versteinerungen von Pfanzen und Tieren.
Weitere Attraktionen: Museum des Bergbaus in Nowa Słupia, die beiden Gipfel Łysa Góra und Łysica, Kloster in Święta Katarzyna, Benediktinerabtei in Święty Krzyż, Burgruinen in Bodzentyn

Lage, Fläche, Geschichte

Der Nationalpark liegt im mittleren Teil des Landes, im Gebiet der Woiwodschaft Swietokrzyskie. Er umfasst den höchsten Rücken der Swietokrzyski-Berge - die Lysogory, mit ihren höchsten Gipfeln: Lysica (612 m ü.d.M.) und Lysa Gora (595 m ü.d.M.), den östlichen Teil des Klonowski-Massivs (mit den Bergen Bukowa, Psarska und Miejska) sowie einen Teil des Pokrzywianski-Massivs (mit dem Berg Chelmowa Gora).

Geologie und Geomorphologie

Die Swietokrzyski-Berge sind die ältesten in Polen und in Europa. Sie hoben sich während der kaledonischen Gebirgsbildung vor 520-400 Mio. Jahren. Ihre gegenwärtige Gestalt erhielten sie während der herzinianischen Gebirgsbildung vor rund 300 Mio. Jahren. Während der Herrschaft des Meeres auf diesem Gebiet sammelten sich auf seinem Grund verschiedene Ablagerungen, aus denen sich einige Basaltgesteine bildeten, wie Schiefer, Basaltkonglomerat, Sandstein und Kalkstein. In diesen Gesteinen haben sich zahlreiche Nachweise des reichen Lebens in den einstigen Meeren in Form von fossilen Spuren pflanzlicher und tierischer Organismen erhalten, von denen viele für die Wissenschaft beschrieben wurden. In den 2 Mio. Jahren des Quartärs waren die Swietokrzyski-Berge zeitweise von einem Gletscher bedeckt. Sie unterscheiden sich von anderen Bergen in Polen durch den ihnen eigenen geologischen Aufbau, der auf der Freilegung alter Gesteinsschichten beruht, die das sehr tief gelegene Tiefland bedecken. Größte Besonderheit des Parks sind die unbewaldeten Bergrücken und -hänge, d. h. Gesteinhalden aus Quarzitfelssteinen aus der kambrischen Periode unterhalb der Gipfel, wo gewöhnlich keine Gefäßpflanzen wachsen

Pflanzenwelt

Zu den wertvollsten Pflanzen des Parks gehören die Siberische Schwertlilie, die Europäische Trollblume, der Straußfarn und der Breitwedeldornfarn. 674 Bäume des Parks wurden zu Naturdenkmälern erklärt. Das Milieu der unbewaldeten Bergrücken mit wertvoller Flora und Fauna gilt als das stabilste. Man nimmt an, dass die Gemeinschaften niederer Pflanzen, wie Flechten, Moospflanzen, Lebermoose, auf den unbewaldeten Bergrücken ursprünglichen Charakters sein könnten.Der größte Teil der Parkfläche ist von Tannen- und Buchenwäldern bestanden. Besondere Fürsorge gilt der Gemeinen Tanne, die über die Jahre hinweg in den Swietokrzyski-Wäldern dominierte. Von großer Bedeutung für den Park sind die offenen Gelände, bestehend aus Wiesengemeinschaften und unbewaldeten Bergrücken, die in der waldigen Landschaft eine Abwechslung schaffen.

Kultur und Tourismus

Abgesehen von den natürlichen Reichtümern des Parks, findet man im Parkgebiet sowie in dessen unmittelbarer Umgebung wertvolle Architekturdenkmäler. Die meisten darunter sind sakralen Charakters. Wertvollste Sehenswürdigkeit ist der Gebäudekomplex des Benediktinerklosters aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts in Św. Krzyz, in dem wahrscheinlich das älteste polnische Schriftdenkmal - die Swietokrzyski-Predigt entstand. Ein interessantes Element der Landschaft sind die Kapellen. Zu den bekanntesten gehören die Kapelle des Hl. Franziskus und des Hl. Nikolaus, die an dem Wanderweg von Św. Katarzyna nach Św. Krzyz liegen. Außerhalb des Parks befinden sich weitere Sehenswürdigkeiten, darunter das Benediktinerinnenkloster aus dem Jahre 1633 in Św. Katarzyna; die Kirchen in Bieliny - eine frühbarocke Kirche aus der ersted Hälfte des 17. Jahrhunderts, in Bodzentyn - eine gotische Kirche aus der Mitte des 15. Jahrhunderts sowie in Slupia Nowa - eine Kirche der Spätrenaissance aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Zu den wichtigsten Denkmälern gehören weiterhin die Ruinen eines Bischofspalastes aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts in Bodzentyn, der Kultwall um den Berg Lysa aus dem 9. Jahrhundert, das Gebäude der einstigen Hospitalabtei aus dem 16. Jahrhundert in Slupia Nowa sowie das ebenfalls in Slupia Nowa befindliche Hüttenkundemuseum, wo in einer sog. "Dymarka" (Schmelzofen) eine historische Eisenschmelzung rekonstruiert wird. Im Parkgebiet sowie in dessen Umgebung befinden sich viele Gedenkstätten von Kämpfen und Märtyrertum aus Zeiten nationaler Aufstände und Kriege (vor allem des II. Weltkriegs). Mit den naturgeschichtlichen Reichtümern des Parks kann man sich auf zahlreichen Wanderwegen, im Museum für Wald und Naturgeschichte in Świety Krzyz sowie auf didaktischen Fußpfaden vertraut machen.

Logo

Logo Swiętokrzyski-Nationalpark (Swiętokrzyski Park Narodowy)

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Bodzentyn, Polen19.10.2017 – 09:01 Uhr
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Kontakt

Swiętokrzyski-Nationalpark (Swiętokrzyski Park Narodowy)
ul. Suchedniowska 4
26-010 Bodzentyn
Tel.: +48 (0) 41 3115025
Fax: +48 (0) 41 3115106
E-Mail: dyrekcja@swietokrzyskipn.org.pl

Karte

Swiętokrzyski-Nationalpark (Swiętokrzyski Park Narodowy),  ul. Suchedniowska 4, 26-010 Bodzentyn
Swiętokrzyski-Nationalpark (Swiętokrzyski Park Narodowy), ul. Suchedniowska 4, 26-010 Bodzentyn (Google Maps)
  1. www.swietokrzyskipn.org.pl

Anmerkungen

Text mit freundlicher Genehmigung des "Internetsystems der Fremdenverkehrsinformation und Promotion von Polen" (www.polen.travel/de).