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Magura-Nationalpark (Magurski Park Narodowy)

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Der 1995 gegründete Nationalpark (19439 Hektar) liegt in den Niederen Beskiden und umfasst den Magura-Wątkowska-Gebrigskamm und das Kornuta-Naturschutzgebiet. In den Wäldern leben noch Wölfe und Braunbären.
Weitere Sehenswürdigkeiten: Orthodoxe Kirchen in Krempna und świątkowa, verkommene Friedhöfe aus der Zeit des Ersten Weltkrieges, das Freilichtmuseums in Bartno (Überreste einer größeren Siedlung aus dem 10. Jh), der Friedhof von Habowo (auf dem 1250 von den Deutschen im Jahr 1942 ermordete Juden begraben liegen).

Lage und Fläche

Der Park liegt im südlichen Teil des Landes in den Niederen Beskiden, an der Grenze zur Slowakei. Er liegt im Gebiet der Woiwodschaften Podkarpackie und Malopolskie. Er umfasst einen bedeutenden Teil des Quellgebiets der Wisloka, des Magura Watkowska-Massivs, welches zum Hauptrücken der Karpaten gehört. Im Park dominieren die Wälder.

Geologie und Geomorphologie

Die Landschaft des Parks ist typisch für die Landschaft der Niederen Beskiden mit ihren mittleren und niederen Bergen. Geologisch gesehen dominieren die Flyschfelsen der Magura-Schicht. Zu den geologischen Seltenheiten gehören das Naturmonument "Diabli Kamien"(Teufelsstein) und das Reservat "Kornuty". Hauptteil des Parks ist der Magura Watkowska-Rücken mit dem Watkowa-Gipfel (847 m ü.dM.) als dem höchsten Punkt. Seine Nordhänge sind zerschnitten von den Bächen Bednarka und Klopotnica. Der östliche Teil der Magury bildet eine Reihe einzelner Bergsattel getrennt durch Bachtäler und tiefe Gebirgspässe. Längere Ketten gibt es im Süden des Parks, wo die Erhebungen Nad Tysowym (713 m ü.dM.), Wielka Gora (719 m ü.dM.) und Baranie (728 m ü.dM.) deutliche Akzente setzen, getrennt durch den Gebirgspass über den Ozenna, Ciechania und Olchowiec.

Gewässer

Im Park befindet sich das Quellgebiet der Wisloka. Der Fluss bildet mit seinen zahlreichen Zuflüssen ein wichtiges Element der Parklandschaft. Dieser typische Bergfluss schafft malerische Durchbrüche und Windungen. Er wechselt häufig die Richtung, meistens nach Aufnahme eines größeren Zuflusses.

Pflanzenwelt

Die Pflanzendecke hat einen stufigen Charakter und zeigt Merkmale einer Übergangsregion zwischen den Ost- und Westkarpaten. Charakteristisch für die Pflanzengemeinschaften ist die ständige Anwesenheit typischer Vorgebirgsarten, wärmeliebender und xerothermer Arten. In den 10 Pflanzengemeinschaften wiegen die Waldgemeinschaften eindeutig vor. Auf der Vorgebirgsstufe (bis 530 m ü.dM.) haben sich Eichen-Hainbuchenwälder, karpatische Erlenwälder und Sumpferlenwälder erhalten. Auf der unteren Hochwaldstufe (von 530 m ü.dM. bis zum Gipfel) dominiert der fruchtbare karpatische Buchenwald. Eine bedeutende Fläche ist auch bestanden von Tannenwäldern, Fichten-Tannenwäldern sowie Kiefernwäldern fremder Herkunft.

Tierwelt

Der Park ist einer der reichsten Zufluchtsorte der Fauna in den Niederen Beskiden. 137 Vogelarten sind hier vertreten, darunter viele seltene und bedrohte Arten, wie der Steinadler, der Schreiadler, der Uhu und der Wespenbussard, sowie Vögel mit großer Population: schwarzer Storch, Uraleule und Weißrückenspecht. Es leben hier 35 Säugetierarten, darunter große Raubsäugetiere wie der Braunbär (der regelmäßig von der slowakischen Seite und den Bieszczdy-Bergen herüberwandert), der Luchs, die Wildkatze, der Wolf und der Otter. Bei der Wasserfaune verdienen die Bachforelle und die Mühlkoppe besondere Erwähnung. Der Park und seine Umgebung sind reich an Amphibien- und Reptilienarten: Feuersalamander, Molche, Bergunke, Kreuzotter, Schlingnatter und Ringelnatter.

Kulturdenkmäler

Die älteste Spur menschlichen Lebens in diesem Teil der Niederen Beskiden sind die Überreste einer ansehnlichen Burg auf dem Berg Walik am Fuß der Magura Watkowska. Sie gehörte zu einer Kette von mittelalterlichen Burgen im südöstlichen Grenzland von Wislanie. Schmuck der Landschaft sind die griechisch-orthodoxen Kirchen des Volkes der Lemkowie. Einige von ihnen wurden zerstört, aber davon übrig geblieben sind von weit her sichtbare Baumgruppen und zerstörte Kirchenfriedhöfe. In einigen Dörfern haben sich Reste der traditionellen Bauweise erhalten, langgestreckte Bauernhäuser, genannt "chyze", die gewöhnlich aus dicken, abwechselnd verbundenen Fichten- oder Kiefernbohlen erbaut wurden. In einer der Bauernhütten in der Siedlung Olchowiec wurde ein kleines privates Museum der Kultur der Lemkowie eingerichtet. Beachtung verdienen ebenfalls die weitgehend vergessenen und zerfallenen Friedhöfe aus dem I. Weltkrieg, mit den Überresten Tausender von nach dem Tode vereinigten Feinden, darunter Polen, die im österreichischen, preussischen und russischen Dienst gefallen sind. Tragische Gedenkstätte des letzten Krieges ist der Friedhof mit 1250 Opfern jüdischer Herkunft, die von den Nazis im Jahre 1942 auf dem Halbow-Pass ermordet wurden.

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Logo Magura-Nationalpark (Magurski Park Narodowy)

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Krempna 59, Polen19.10.2017 – 09:01 Uhr
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Kontakt

Magura-Nationalpark (Magurski Park Narodowy)
38-232 Krempna 59
Tel.: +48 (0) 134 414099
Fax: +48 (0) 134 414099
E-Mail: dyrekcja@magurskipn.pl

Karte

Magura-Nationalpark (Magurski Park Narodowy), , 38-232 Krempna 59
Magura-Nationalpark (Magurski Park Narodowy), , 38-232 Krempna 59 (Google Maps)
  1. www.magurskipn.pl

Anmerkungen

Text mit freundlicher Genehmigung des "Internetsystems der Fremdenverkehrsinformation und Promotion von Polen" (www.polen.travel/de).