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Tatra-Nationalpark (Tatrzański Park Narodowy)

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Seit 1954 unterliegen große Teile der Hohen Tatra einem besonderen Schutz. Der Park umfasst Gebiete auf polnischer und auf slowakischer Seite. Einige Teile sind für Touristen komplett gesperrt, durch die übrigen führen markierte Wege.
Sehenswürdigeiten: Morskie Oko (Meeresauge), Rysy (2499m), die Täler Kościeliska und Chochołowska, die beiden Gipfel Gubałówka und Kasprowy Wierch, Zakopane.

Meeresauge in der Hohen Tatra
Meeresauge in der Hohen Tatra. Foto: Frank Hilbert

Lage, Fläche, Geschichte

Der Tatrzanski-Nationalpark liegt im südlichen Teil Polens, in der Woiwodschaft Malopolskie, an der Grenze zur Slowakei. Der Nationalpark wurde im Jahre 1954 gegründet. Schon seit Eden des 19. Jahrhunderts war man sich der Notwendigkeit, die Tatra zu schützen bewusst. Im Jahre 1925 wurden gemeinsam mit der Slowakei erste Versuche zur Gründung eines Nationalparks in den Tatra unternommen.In dem zu den staatlichen Wäldern gehörenden Gebiet wurde der Park im Jahre 1937 offiziell eröffnet. Der Tatrzanski-Nationalpark wurde 1954 ins Leben gerufen. Im Jahre 1993 wurden der polnische und slowakische Teil des Tatrzanski-Nationalparks von der UNESCO zu einem Reservat der Biosphäre und zu einem internationalen Gebiet weltweiter Bedeutung erklärt.

Geologie und Geomorphologie

Der Park besitzt die jüngsten, höchsten und in Polen einzigartigen Berge alpinen Typs, die sich durch ein mannigfaltiges Relief mit Höhenunterschieden bis zu 1700 m charakterisieren. Ihre gegenwärtige Erscheinung verdankt die Tatra vor allem der Vereisung im Pleistozän. Während der letzten 500 - 10 000 Jahre entstanden und verschwanden dort die Gletscher.Höchster Gipfel des polnischen Teils der Tatra ist der Rysy (2499 m ü.dM.). Die Tatra umfasst zwei verschiedene Teile. Die Hohe Tatra besteht aus Kristallgestein. Charakteristisch für ihre Landschaft sind nacheiszeitliche Formen, schroffe Gipfel und Kanten sowie zahlreiche Talkessel, die zum größten Teil von Seen eingenommen sind. Die Westtatra besteht aus Kristall- und Ablagerungsgestein. Ihre Landschaft besteht u.a. aus zahlreichen malerischen Tälern mit restbergähnlichen Felsformen.Das Parkgelände in der Tatra umfasst ca. 650 Höhlen, die längste und tiefste darunter ist das Höhlensystem Wielka Sniezna - Wielka Litworowa (Länge der Flure 18000 m, Tiefe 814 m). 6 Höhlen sind zur Besichtigung zugänglich.

Gewässer

Im Park gibt es zahlreiche Bäche sowie ca. 30 Seen sog. "Teiche". Sie sind ein wichtiges landschaftliches Element der Hohen Tatra. Die größten Teiche der Tatra sind Morskie Oko ("Meeresauge", 34,9 ha und 50,8 m tief) und der Wielki Staw Polski ("Großer Polnischer Teich", 34,4 ha und 79,3 m tief). Die Tatra-Seen zeichnen sich aus durch ein besonders armes biologisches Leben und ungewöhnlich klares Wasser. Die größten Bäche sind über 20 km lang.Es gibt Wasserfälle und Vauclusequellen, die, wie z.B. der Mickiewicz-Wasserfall, zu den Attraktionen des Parks gehören. Der größte Wasserfall heißt Wielka Siklawa ("Großer Wasserfall", 70 m).

Pflanzenwelt

Die Pflanzenwelt zeichnet sich aus durch eine typische Stufenstruktur. Im unteren Hochwald (bis 1250 m ü.dM.) dominieren Tannen-Buchenwälder. Im oberen Hochwald (bis 1550 m ü.dM.) wachsen Fichtenwälder, die auf den Bereich der Zwergkiefern und Graspflanzen (bis 1800 m ü.dM.) übergreifen, darüber befinden sich die alpine Stufe und die Bergspitzen. Die Artenzahl der Gefäßpflanzen im Park wird geschätzt auf über 1000, von denen 85 dem Artenschutz unterstehen. Viele der im Park wachsenden Pflanzen sind Endemiten der Tatra, der Karpaten oder seltene Arten. Die wertvollsten unter ihnen sind u.a. die Zirbelkiefer, der Karpaten-Steinbrech, der karpaten-Rittersporn, der Silberwurz, der Trauben-Steinbrech, Enziane und Krokusse sowie das Alpenedelweiß, eines der Symbole der Tatra. Zu den bekannteren gehören auch die Dreispaltige Simse und das Zweizeilige Kopfgras, die eine endemische Gemeinschaft von Hochgebirgsgräsern bilden und sich im Herbst rot färben und einem großen Teil der Berge eine charakteristische Farbe verleihen, den "Czerwony Wierch" (Roter Gipfel).

Tierwelt

Die reiche Parkfauna zeichnet sich aus durch viele Endemitem sowie seltene und geschützte Arten. Zu den Seltenheiten der Parkfauna gehören die schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts geschützten Gemsen und Murmeltiere, sowie die Braunbären, Luchse, Wölfe, Otter und einige Dutzend Vogelarten, darunter der Steinadler, Falken, der Mauerläufer und die Alpenbraunelle. In den höheren Waldpartien nisten der Auerhahn, der Birkhahn und das Haselhuhn. In den Wäldern zahlreich vertreten sind die Hirsche und Rehe, sowie kleine Nagetiere.

Materielle Kultur

Die materielle Kultur der Tatra ist ein ebenso wichtiges Element des Tatrzanski-Nationalparks wie die Natur. Sie charakterisiert sich durch eine gewisse Eigentümlichkeit und wird intensiv kultiviert. Zu den besonderen Kennzeichen der Kultur der Tatrabewohner, der "Gorale", gehören der Dialekt, die Trachten und die Bräuche. Von der Vergangenheit zeugen wunderbare Erzählungen, zahlreiche Berghütten, Kapellen und kleine Kirchen. Um die Wende des 19. und 20. Jahrhunderts entwickelte sich in der Tatra ein besonderer architektonischer Stil.

Bedrohungen und Tourismus

Die Tatra wurde in der Vergangenheit intensiv genutzt. Im Sommer weideten auf den Feldern und Almen zahlreiche Herden von Schafen, Ziegen und Kühen. Das übermäßige Weiden verursachte eine Senkung der oberenWaldgrenze und war der Beginn von Erosionsprozessen. In der Zeit vom 17. bis zum 19. Jahrhundert arbeiteten hier viele Berg- und Hüttenwerke, die ungeheure Mengen Holz benötigten. Um die Wende des 19. und 20. Jahrhunderts entwickelte sich der Tourismus, und eine schlechte Waldwirtschaft führte zur Entstehung künstlicher Fichtenmonokulturen an den Standorten der Buchen- und Tannenwälder. In den letzten Jahren bildeten Luftverschmutzung und saurer Regen eine Bedrohung der Wälder und Gewässer des Tatrzanski-Nationalparks. Bedrohungen für die Naturwelt des Parks sind auch die Wilderei, Investitionen in Sport und Fremdenverkehr sowie das sich wirtschaftlich entwickelnde Zakopane. Der Tatrzanski-Nationalpark, der insgesamt 0,07% der Landesfläche einnimmt, wird jährlich von ca. 3 Mio. Touristen besucht, das sind ca. 8% der Landeseinwohner. Die reiche Infrastruktur des Parks (zahlreiche Wanderwege, Schutzhütten usw.) ist dem riesigen Strom von Touristen nur mit Mühe gewachsen. Angesichts des hohen Werts der Naturwelt und des großen Interesses der Besucher wurde für das Parkgelände eine Zutrittsgebühr eingeführt.

Logo

Logo Tatra-Nationalpark (Tatrzański Park Narodowy)

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Kontakt

Tatra-Nationalpark (Tatrzański Park Narodowy)
ul. Chałubińskiego 42a
34-500 Zakopane
Tel.: +48 (0) 18 2023200
E-Mail: infotur@tpn.pl

Karte

Tatra-Nationalpark (Tatrzański Park Narodowy),  ul. Chałubińskiego 42a, 34-500 Zakopane
Tatra-Nationalpark (Tatrzański Park Narodowy), ul. Chałubińskiego 42a, 34-500 Zakopane (Google Maps)
  1. www.tpn.pl
  1. Hohe Tatra und Zakopane
  2. Sehenswertes rund um Zakopane in der Hohen Tatra

Anmerkungen

Text mit freundlicher Genehmigung des "Internetsystems der Fremdenverkehrsinformation und Promotion von Polen" (www.polen.travel/de).