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Drawa-Nationalpark (Drawieński Park Narodowy)

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Der 1990 gegründete, 11342 Hektar große Nationalpark südlich von Stettin umfasst die urwüchsige Seen- und Wälderlandschaft um den Drawa-Fluss und ist die Heimat von zahlreichen Dachsen, Ottern und Bibern.

Lage

Der Drawienski-Nationalpark liegt in Mittelostpolen an der Grenze der Woiwodschaften Zachodniopomorskie, Lubuskie und Wielkopolskie. Der Park ist Teil des Drawa-Urwalds.

Geologie, Geomorphologie

Die Landschaft des Parks wurde von einem Gletscher und dessen Schmelzwassern während der baltischen Vereisung geformt. Die höchste Erhebung befindet sich in der Gegend des Martew-Sees (105,5 m ü. dM.) im nördlichen Teil des Parkes. Im südlichen Teil senkt sich das Gelände auf 40 m ü. d. M.

Gewässer

Einer der Hauptanlässe bei der Gründung des Parks war die Notwendigkeit des Schutzes der besonders wertvollen Abschnitte der Flüsse Drawa und Plociczna mit den umliegenden Wäldern. Die Drawa (40 km im Park) bildet auf der ganzen Länge beeindruckende Schluchten und Täler. Aufgrund ihrer schnellen Strömung und der Gestalt ihres Flussbettes ähnelt sie einem Bergfluss. Sie bietet eine der schönsten Kanurouten in Polen. Den zweiten, östlichen Teil des Parks durchfließt die Plociczna, die in ihrem Charakter der Drawa ähnelt. Wichtiges Element der Parklandschaft ist eine Kette von Rinnenseen im östlichen Teil, im Abflussgebiet der Plociczna. Sie zeichnen sich aus durch eine beachtliche Tiefe, eine längliche Gestalt und steile Ufer.

Pflanzenwelt

Auf dem Gelände des Parks wachsen ca. 869 Arten von Gefäßpflanzen, von denen viele dem Artenschutz unterstehen. Wichtigste Eigenschaft, die den Drawienski-Nationalpark unter dem geobotanischen Aspekt hervorhebt, ist das Vorkommen von pommerschen Buchenwäldern. Die in den Tälern der Drawa und Plociczna gut erhaltenen (wenig verformten) Flusswiesen und die Erlen verschiedener Gattungen ergänzen das Bild der Wälder in diesem Gebiet. Unter besonderem Schutz stehen die wunderschönen Eichen und Buchen, die über dreihundert und manchmal sogar über vierhundert Jahre alt sind. Die ältesten unter ihnen befinden sich im streng geschützten Bereich von "Radecin". Wesentliches Element des Parks sind die zahlreichen Torfmoore, die hauptsächlich aus Seen entstanden und Heimat vieler Schilf- und Sumpfgemeinschaften sind.

Tierwelt

Die Tierwelt des Parks ist ausgesprochen reich. Eine der zahlreichsten und bestgehegten Gruppen bilden die Vögel, von denen im Park 129 nistende Arten festgestellt wurden. Die wertvollsten darunter sind der Seeadler, der Fischadler, das Haselhuhn, der Rauhfußkauz, der Schreiadler, der Uhu, die Schellente, der Säger, der schwarze Storch, der Eisvogel, die Bergstelze und viele andere. Im Park leben 7 Reptilienarten. Eine Seltenheit ist das Vorkommen der Sumpfschildkröte. Immer häufiger beobachten kann man Otter sowie Dachse und Marderhunde. Insgesamt leben hier über 40 Säugetierarten, zahlreich darunter sind die Hirsche, Rehe und Wildschweine.Die gute Sauerstoffversorgung und Reinheit der Gewässer bieten Lebensraum für seltene Fischarten. Die Drawa und Plociczna sind Laichplatz der Meerforelle, während Forelle und Äsche hier ständig zu Hause sind. Im Ostrowiec-See lebt die wertvolle und sehr seltene Seeforelle. Insgesamt leben in den Gewässern des Parks ca. 37 Fischarten, darunter Maränen, Kleine Maränen, Barben, Zärten, Schneider und die wieder eingeführten Lachse.

Materielle Kultur und Tourismus

Das Gebiet des Parks bot in der Vergangenheit keine günstigen Siedlungsbedingungen. Grundsätzlich handelte es sich hier immer um unterschiedlich bewirtschaftete Waldgebiete. Die Geschichte zeigt, dass durch den betroffenen Bereich des Drawa-Urwalds die Landesgrenzen führten, die oft entlang Flüssen verliefen (Drawa und Plociczna). Der Boden ging durch verschiedene Hände und wurde durch blutige Kämpfe der nationalen Bevölkerung und der Nachbarvölker erkauft. Die intensivste Ausbeutung der Wälder fand im 17. – 18. Jahrhundert statt, als massenweise Holzkohle und Pottasche verbrannt wurden.Gegenwärtig führen vier attraktive Transitwanderwege, drei Fuß- und ein Kanuweg, durch und um den Park. Auf dem Parkgelände sowie in der Nähe gibt es Lager- und Zeltplätze, Bootshäuser und Privatunterkünfte, und in weiterer Entfernung Hotels. Der Park wird von Jahr zu Jahr häufiger von Touristen besucht, vor allem von Liebhabern des Kanufahrens.

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Drawa-Nationalpark (Drawieński Park Narodowy)

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Drawno, Polen23.07.2018 – 00:31 Uhr
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Kontakt

Drawa-Nationalpark (Drawieński Park Narodowy)
ul. Leśników 2
73-220 Drawno
Tel.: +48 (0) 95 7682051
Fax: +48 (0) 95 7682510
E-Mail: dpn@dpn.pl

Karte

Drawa-Nationalpark (Drawieński Park Narodowy), ul. Leśników 2, 73-220 Drawno
Drawa-Nationalpark (Drawieński Park Narodowy), ul. Leśników 2, 73-220 Drawno (Google Maps)
  1. www.dpn.pl

Anmerkungen

Text mit freundlicher Genehmigung des "Internetsystems der Fremdenverkehrsinformation und Promotion von Polen" (www.polen.travel/de).