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Białowieźa Nationalpark (Białowieski Park Narodowy)

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Dieser letzte Urwald in Europa ist in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes eingetragen. Der Park an der Grenze zu Weißrussland wurde 1921 gegründet und ist somit der älteste in Polen. Auf einem Areal von ca. 10500 Hektar leben 11000 Tierarten, darunter der Wisent (zu sehen in einem Freigehege).
Weitere Attraktionen: Königseichen-Allee, orthodoxe Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit (größte orthodoxe Kirche in Polen) in Hajnówka, der Schlossparks von Białowieska.

Umgekippte Eiche im Nationalpark Białowieża.
Imposant sind die Wurzelteller umgekippter Eichen. Foto: Frank Hilbert

Lage, Fläche, Geschichte

Der Bialowieza-Nationalpark liegt im östlichen Teil Polens in der Woiwodschaft Podlaskie, an der Grenze zu Weißrussland. Der Park befindet sich im zentralen Teil des Bialowieza Urwalds, des natürlichsten Waldgebietes im europäischen Tiefland.

Die Geschichte des Parks geht zurück auf das Jahr 1921, als das Forstrevier "Reservat" gegründet wurde, welches 1932 umbenannt wurde in "Nationalpark in Bialowieza". Im Jahre 1947 wurde das Objekt reaktiviert als Bialowieza-Nationalpark.

Im Jahre 1977 wurde der Bialowieza-Nationalpark von der UNESCO als Weltreservat der Biosphäre anerkannt und im Jahre 1979 zur ersten und einzigen natürlichen Welterbestätte in Polen erklärt. Im Jahre 1992 erweiterte die UNESCO die Grenzen der Welterbestätte auf den anliegenden Teil des weißrussischen Nationalparks "Belowesher Wald". Auf diese Art und Weise entstand eine grenzüberschreitende polnisch-weißrussische Welterbestätte. Im Jahre 1997 wurde dem Park das Europäische Diplom verliehen.

Pflanzenwelt

Besondere Beachtung verdient das streng geschützte Gebiet, in dem seit 1921 praktisch keine Forstarbeiten mehr durchgeführt werden. Den Daten nach betrug im Jahre 1991 das Durchschnittsalter des Waldbestands in diesem Gebiet 126 Jahre (der Durchschnitt in Polen liegt bei 54 Jahren). Viele der Urwaldbäume sind von imponierendem Ausmaß und Alter. Die höchsten Fichten sind über 52 m hoch. Die ältesten Eichen sind über 400 Jahre alt. Einige von ihnen sind zu Legenden geworden, wie z.B. die Jagiello-Eiche, die im Alter von ca. 500 Jahren vom Wind niedergeworfen wurde (1974).

Tierwelt

Die Fauna des Parks ist reich und umfasst über 12 000 Arten, von denen die meisten zu den Wirbellosen gehören. In allen Gruppen gibt es viele seltene oder geschützte Arten. Im Park nisten ungefähr 120 Vogelarten und sind 7 Reptilienarten sowie 11 Amphibienarten vertreten. Symbol des Parks ist der Wisent. Die letzten frei lebenden Wisente im Bialowieza-Urwald starben im Jahre 1919 aus. Im Jahre 1929 wurde diese Art erneut in den Park eingeführt. Gegenwärtig umfasst die frei lebende Herde im polnischen Teil des Urwalds ungefähr 250 Tiere.

Im Park leben 54 Säugetierarten, darunter Wölfe, Luchse, Biber und Wisente.

Materielle Kultur, Tourismus und Ausbildung

Spuren früher Besiedlung des Bialowieza-Urwalds sind die zahlreichen, gut erhaltenen Hügelgräber. Die Lichtung und das Dorf Bialowieza, größte Ortschaft des Urwalds, standen von jeher in der Gunst der Herrscher. In Stara Bialowieza, dort wo sich das mutmaßliche Jagdgut von Wladyslaw Jagiello befunden haben soll, steht eine Gruppe alter Urwald-Eichen, die nach den Königen von Litauen und Polen benannt sind. Zur Erinnerung an die Jagden von König August III. von Sachsen im Jahre 1752 wurde ein Obelisk aufgestellt. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde hier eine Jadgresidenz der Zaren von Russland errichtet, umgeben von einem Park im englischen Stil. Der Zarenpalast brannte im Jahre 1944 ab.

Bialowieza ist ein bekanntes wissenschaftliches Zentrum. Hier befinden sich Vertretungen der Polnischen Akademie der Wissenschaften, der Warschauer Universität und des Forschungsinstituts für Forstwesen, die sich in der Erforschung natürlicher Wälder als Ekosysteme spezialisieren. Der Park ist Ort zahlreicher Forschungsarbeiten von Wissenschaftlern aus polnischen und ausländischen Zentren.

Der Besuch des Hauptobjekts des Parks – des streng geschützten Gebiets, ist ausschließlich in organisierten Gruppen unter der Leitung eines befugten Führers möglich. In diesem Bereich ist nur ein Fußweg von 4 km Länge zugänglich. Durch den im Jahre 1996 an den Park angeschlossenen Teil (Schutzbereich Hwozna) verlaufen zwei markierte Fuß- und Radwege mit einer Länge von 6,5 und 11,5 km. Im Narewka-Tal wurde auch ein Turm zur Beobachtung der Tiere errichtet. Großer Beliebtheit erfreut sich das Wisentgehege und das Naturgeschichtliche Museum (gegenwärtig im Umbau). Im Park arbeitet auch das Prof. J.J. Karpinski-Zentrum für Naturgeschichtliche Erziehung.

Der Park leitet das größte Zuchtzentrum für Wisente in Polen und ist Verfasser und Herausgeber des "Abstammungsbuches der Wisente". Der Bialowieza-Nationalpark ist außerdem Herausgeber der Quartalsschrift "Nationalparks und Naturreservate". Regelmäßig veröffentlicht wird eine "Bibliographie des Bialowieza-Urwalds".

Lage, Fläche, Geschichte

Der Bialowieza-Nationalpark liegt im östlichen Teil Polens in der Woiwodschaft Podlaskie, an der Grenze zu Weißrussland. Der Park befindet sich im zentralen Teil des Bialowieza Urwalds, des natürlichsten Waldgebietes im europäischen Tiefland.

Die Geschichte des Parks geht zurück auf das Jahr 1921, als das Forstrevier "Reservat" gegründet wurde, welches 1932 umbenannt wurde in "Nationalpark in Bialowieza". Im Jahre 1947 wurde das Objekt reaktiviert als Bialowieza-Nationalpark.

Im Jahre 1977 wurde der Bialowieza-Nationalpark von der UNESCO als Weltreservat der Biosphäre anerkannt und im Jahre 1979 zur ersten und einzigen natürlichen Welterbestätte in Polen erklärt. Im Jahre 1992 erweiterte die UNESCO die Grenzen der Welterbestätte auf den anliegenden Teil des weißrussischen Nationalparks "Belowesher Wald". Auf diese Art und Weise entstand eine grenzüberschreitende polnisch-weißrussische Welterbestätte. Im Jahre 1997 wurde dem Park das Europäische Diplom verliehen.

Pflanzenwelt

Besondere Beachtung verdient das streng geschützte Gebiet, in dem seit 1921 praktisch keine Forstarbeiten mehr durchgeführt werden. Den Daten nach betrug im Jahre 1991 das Durchschnittsalter des Waldbestands in diesem Gebiet 126 Jahre (der Durchschnitt in Polen liegt bei 54 Jahren). Viele der Urwaldbäume sind von imponierendem Ausmaß und Alter. Die höchsten Fichten sind über 52 m hoch. Die ältesten Eichen sind über 400 Jahre alt. Einige von ihnen sind zu Legenden geworden, wie z.B. die Jagiello-Eiche, die im Alter von ca. 500 Jahren vom Wind niedergeworfen wurde (1974).

Tierwelt

Die Fauna des Parks ist reich und umfasst über 12 000 Arten, von denen die meisten zu den Wirbellosen gehören. In allen Gruppen gibt es viele seltene oder geschützte Arten. Im Park nisten ungefähr 120 Vogelarten und sind 7 Reptilienarten sowie 11 Amphibienarten vertreten. Symbol des Parks ist der Wisent. Die letzten frei lebenden Wisente im Bialowieza-Urwald starben im Jahre 1919 aus. Im Jahre 1929 wurde diese Art erneut in den Park eingeführt. Gegenwärtig umfasst die frei lebende Herde im polnischen Teil des Urwalds ungefähr 250 Tiere.

Im Park leben 54 Säugetierarten, darunter Wölfe, Luchse, Biber und Wisente.

Materielle Kultur, Tourismus und Ausbildung

Spuren früher Besiedlung des Bialowieza-Urwalds sind die zahlreichen, gut erhaltenen Hügelgräber. Die Lichtung und das Dorf Bialowieza, größte Ortschaft des Urwalds, standen von jeher in der Gunst der Herrscher. In Stara Bialowieza, dort wo sich das mutmaßliche Jagdgut von Wladyslaw Jagiello befunden haben soll, steht eine Gruppe alter Urwald-Eichen, die nach den Königen von Litauen und Polen benannt sind. Zur Erinnerung an die Jagden von König August III. von Sachsen im Jahre 1752 wurde ein Obelisk aufgestellt. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde hier eine Jadgresidenz der Zaren von Russland errichtet, umgeben von einem Park im englischen Stil. Der Zarenpalast brannte im Jahre 1944 ab.

Bialowieza ist ein bekanntes wissenschaftliches Zentrum. Hier befinden sich Vertretungen der Polnischen Akademie der Wissenschaften, der Warschauer Universität und des Forschungsinstituts für Forstwesen, die sich in der Erforschung natürlicher Wälder als Ekosysteme spezialisieren. Der Park ist Ort zahlreicher Forschungsarbeiten von Wissenschaftlern aus polnischen und ausländischen Zentren.

Der Besuch des Hauptobjekts des Parks – des streng geschützten Gebiets, ist ausschließlich in organisierten Gruppen unter der Leitung eines befugten Führers möglich. In diesem Bereich ist nur ein Fußweg von 4 km Länge zugänglich. Durch den im Jahre 1996 an den Park angeschlossenen Teil (Schutzbereich Hwozna) verlaufen zwei markierte Fuß- und Radwege mit einer Länge von 6,5 und 11,5 km. Im Narewka-Tal wurde auch ein Turm zur Beobachtung der Tiere errichtet. Großer Beliebtheit erfreut sich das Wisentgehege und das Naturgeschichtliche Museum (gegenwärtig im Umbau). Im Park arbeitet auch das Prof. J.J. Karpinski-Zentrum für Naturgeschichtliche Erziehung.

Der Park leitet das größte Zuchtzentrum für Wisente in Polen und ist Verfasser und Herausgeber des "Abstammungsbuches der Wisente". Der Bialowieza-Nationalpark ist außerdem Herausgeber der Quartalsschrift "Nationalparks und Naturreservate". Regelmäßig veröffentlicht wird eine "Bibliographie des Bialowieza-Urwalds".

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Logo Białowieźa Nationalpark (Białowieski Park Narodowy)

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Białowieża, Polen24.09.2017 – 21:32 Uhr
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Kontakt

Białowieźa Nationalpark (Białowieski Park Narodowy)
Verwaltung: Park Pałacowy 5
17-230 Białowieża
Tel.: +48 (0) 85 6829700
Fax: +48 (0) 85 6829716
E-Mail: bpn@bpn.com.pl

Karte

Białowieźa Nationalpark (Białowieski Park Narodowy), Verwaltung: Park Pałacowy 5, 17-230 Białowieża
Białowieźa Nationalpark (Białowieski Park Narodowy), Verwaltung: Park Pałacowy 5, 17-230 Białowieża (Google Maps)
  1. www.bpn.com.pl

Anmerkungen

Text mit freundlicher Genehmigung des "Internetsystems der Fremdenverkehrsinformation und Promotion von Polen" (www.polen.travel/de).