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Barbara Anna Woyno M. A. - Übersetzungen polnisch-deutsch-polnisch

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Wanderung von Lebbin (Lubin) nach Dargobądz über Karnocice

Länge: ca. 12 km
Markierung: blau

Blick auf einen Schilfgürtel im Stettiner Haff
Typisch für das Ufer des Stettiner Haffs sind die breiten Schilfgürtel. Fotos: Frank Hilbert

Fahrt von Misdroy nach Lebbin (Lubin) und von Dargebanz (Dargobądz) zurück nach Misdroy:
Ich bin mit dem Taxi nach Lubin gefahren - bis zum Parkplatz unterhalb des Eingangs zum Nationalpark (Wzgorze Zielonka). Von Dargobądz verkehren Busse nach Misdroy. Allerdings konnten mir die Mitarbeiterinnen der Touristeninformation in Misdroy keine Auskunft über die Busverbindungen geben. Ich hatte Glück. Kurz nachdem ich Dargobądz erreicht hatte, kam ein Bus, der nach Misdroy fuhr. Für den Fall, dass die öffentlichen Verkehrmittel versagen, hatte ich die Telefonnummer eines Taxiunternehmens dabei.
Wenn Ihnen dieses Procedere zu kompliziert ist, können Sie auch mit dem Auto nach Lubin fahren und nur bis Karnocice und zurück laufen. Allerdings müssen Sie schon gut zu Fuß sein, weil die gesamte Strecke 17 km lang ist.
Hinweis: Der letzte Abschnitt des Weges nach Dargobądz führt teilweise durch recht unwegsames Gelände mit zugewucherten, schmalen Wanderpfaden. Lange Hosen und festes Schuhwerk (auch zum Schutz vor Zecken) sind zu empfehlen.

  • Start am Parkplatz (Wzgorze Zielonka) nahe des Eingangs zum Nationalpark.
  • Folgen Sie dem blau markierten Wanderweg in Richtung der Dorfkirche, einem neogotischen Bau aus dem 19. Jahrhundert. Nahe des Kirchenbaus macht der Wanderweg einen Schlenker nach links, und Sie passieren rechts eine Anhöhe mit einer archäologischen Ausgrabungsstätte. Der Eintritt ist kostenpflichtig. Auf der Wiese zwischen der Kasse und dem Aussichtspunkt stand im 10. Jahrhundert eine slawische Burg. Schautafeln informieren (auch auf Deutsch) über deren Geschichte und die Ausgrabungsarbeiten, die hier vor einigen Jahren durchgeführt wurden. In Vitrinen sind Tonscherben ausgestellt, die die Archäologen bei ihren Ausgrabungen gefunden haben. Mitten auf der Wiese steht ein flaches zeltähnliches Dach, unter dem freigelegte Reste der Fundamente einer Kirche aus dem 12. Jahrhundert zu sehen sind.
  • Weiter geht es auf dem blauen Pfad entlang des Stettiner Haffs. Der breite und unbefestigte Weg führt durch einen dichten Wald. Nach etwa 2,5 Kilometern können Sie nach rechts zu einer alten Eiche laufen, die umgestürzt ist und aus deren Stumpf immer noch grüne Triebe spriesen und sich Richtung Sonne strecken. Gleich neben der Eiche steht ein Gedenkstein aus Granik, der in polnischer Sprache darüber informiert, dass Prof. ... vor .... Jahren den Wald drumherum, der Teil des Nationalparks ist, zu einem besonders geschützten Gebiet erklärt hat. Die Nationalparkverwaltung hat hier Bänke aufgestellt, auf denen Sie verschnaufen können. Auf den Weg zur Eiche habe ich mich an einem sonnigen Septembertag gemacht. Links und rechts wuchsen Brombeersträucher und mitten auf dem Weg sonnten sich Blindschleichen. Seien Sie bitte aufmerksam, damit Sie nicht versehentlich auf eine Schlange treten.
Frank Hilbert

Eine Blindschleiche sonnt sich
Eine Blindschleiche hat sich auf dem Wanderweg gesonnt und kriecht im Eiltempo davon, als sie die Wanderer bemerkt.
  • Zurück an der Abzweigung geht es weiter nach Dargobądz. Manchmal konnte ich Rotwild im Wald erspähen und das Erdreich am Wegesrand war an einigen Stellen aufgewühlt. Die frischen Spuren deuteten darauf hin, dass hier erst kürzlich Wildschweine nach Essbarem gesucht haben.
  • Etwa 1 Kilometer nach der Abzweigung zur Eiche führt der Weg für einige hundert Meter entlang einer Stromtrasse, bevor es wieder in den Wald geht, und vor Karnocice schlängelt sich der Wanderweg direkt am Ufer des Stettiner Haffs entlang, das an diesem Abschnitt von einem breiten Schilfgürtel gesäumt wird. Es handelt sich hierbei um eines der größten Vogelschutzgebiete des Wolliner Nationalparks. Schwäne, Reiher und XXX-Enten brüten nebeneinander in einer selten zu beobachtenden Eintracht.
  • Karnocice ist ein unscheinbarer Ort, der fast ausschließlich aus Sommer- und Wochenendhäuschen besteht. Mitten im Ort biegt der Wanderweg nach links in den Wald ab. Falls Sie in dem Gestrüpp Zeckenalarm befürchten, können Sie auch die Straße nach Dargobądz, eine mit Kastanien gesäumte Kopfsteinpflasterstraße aus Kaiserszeiten, weiterlaufen. Karnocice und Dargobądz liegen einen Kilometer weit auseinander. Gleich hinter dem Ortseingang von Dargobądz biegen Sie nach rechts ab. Sie kommen dann zur Hauptstraße des Dorfes, an der sich neben der Kirche ein Lebensmittelgeschäft und die Bushaltestelle des Ortes befindet. Von dort fahren die Busse nach Misdroy ab. (fh)

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Lebbin (Lubin), Polen24.10.2017 – 05:59 Uhr
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