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Präsidentschaftswahl in Polen 2010

Im Juli 2010 wählten die Polen Bronisław Komorowski zu ihrem neuen Präsidenten. Ursprünglich sollte die Wahl erst im Oktober stattfinden. Die Verschiebung des Wahltermins war notwendig geworden, weil der amtierende Präsident Lech Kaczyński im April desselben Jahres bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen war. Im ersten Wahlgang am 20. Juni konnte keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erlangen. So kam es am 4. Juli zu einer Stichwahl, aus der Komorowski als Sieger hervorging.

Polens Präsident Bronisław Komorowski
Polens Präsident (zwischen 2010 und 2015) Bronisław Komorowski. Foto: www.prezydent.pl

1. Wahlgang am 20. Juni

Im ersten Wahlgang traten 22 Kandidaten an. Von ihnen erhielten Bronisław Komorowski (Bürgerplattform, PO) und Jarosław Kaczyński (Recht und Gerechtigkeit, PiS) die meisten Stimmen. Das Wahlergebnis lautete:

Die Wahlbeteiligung betrug 54,94 %.

2. Wahlgang am 4. Juli 2010

Da keiner der Kandidaten, die zur Wahl angetreten waren, im ersten Wahlgang die verfassungsrechtlich vorgeschriebene absolute Mehrheit erlangen konnte, kam es am 4. Juli 2010 zu einem zweiten Wahlgang, einer Stichwahl, zwischen den beiden stärksten Kandidaten Bronisław Komorowski und Jarosław Kaczyński.

Das offizielle Endergebnis der Stichwahl:

Der neue Präsident der Republik Polen hieß demnach Bronisław Komorowski.

Vorverlegung der Präsidentschaftswahl

Die ursprünglich für Oktober 2010 geplante Präsidentschaftswahlen in Polen wurde auf den 20. Juni 2010 vorgezogen, nachdem der amtierende Präsident Lech Kaczyński am 10. April bei einem Flugzeugabsturz in der Nähe der russischen Stadt Smolensk tödlich verunglückt war.

Im Fall des Todes des Präsidenten schreibt die Verfassung vor, dass der Sejmmarschall (Parlamentspräsident) die Amtsgeschäfte übernimmt. In diesem Fall war es Bronisław Komorowski. Die Verfassung legt ebenfalls fest, dass innerhalb von 60 Tagen nach dem Tod des Präsidenten Neuwahlen stattfinden müssen.

Bis zum 26. April mussten die Parteien ihre Kandidaten und Parteilosen ihre Kandidatur bekanntgeben. Bis zu diesem Tag war unklar, wer für die Partei Recht und Gerechtigkeit ins Rennen gehen wird. Kurz vor Meldeschluss gab schließlich Jarosław Kaczyński, der Zwillingsbruder des verunglückten Präsidenten, seine Kandidatur bekannt. Insgesamt haben sich 22 Kandidaten angemeldet.

Die Namen der Kandidaten lauteten:

 

 

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