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Kirche der heiligen Paraskeva (Šv. kankinės Paraskevos cerkvė)
Didžioji g. 2
01128 Vilnius
Internet: www.paraskevi.lt

Kirche der heiligen Paraskeva in Vilnius

Beschreibung

Im 14. Jahrhundert ließ der litauische Großfürst Algirdas die Kirche für seine orthodoxe Frau, Maria von Witebsk, errichten. Es folgt eine wechselvolle Geschichte: 1557 brannte das Haus ab und wurde drei Jahre später wieder aufgebaut. 1611 wurde es erneut ein Opfer der Flammen und danach von den orthodoxen Christen übernommen, die zwar den Papst als ihr Oberhaupt anerkennen. Aber ihre Gottesdienste auf ihre orthodoxe Art feiern. 1655 ging das Gotteshaus zurück an die orthodoxe Kirche, die es erst einmal renovierte. 1705, als der Große nordische Krieg tobte, marschierte die russische Armee in Vilnius ein und plünderte die Stadt. Zar Peter der Große besuchte die Kirche der heiligen Paraskeva und betete hier für den Sieg seiner Armee. Sein heutiges Aussehen erhielt die Kirche 1864. Ihr erneuter Umbau ging auf eine Initiative des damaligen russischen Gouverneurs zurück. Es entstand ein Gotteshaus im neobyzantinischen Stil, das größer war als der Vorgängerbau. Die Pläne stammten vom Architekten Nikolay Chagin. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Kirche zerstört und anschließend erneut wiederaufgebaut. Allerdings verboten die Kommunisten in der Nachkriegszeit, als das Land zur Sowjetunion gehörte, die Nutzung der Kirche für religiöse Zwecke. Zuerst eröffneten sie in ihr ein Museum des Atheismus und später ein Museum für litauische Volkskunst. Erst seit der politischen Wende im Land und der Erlangung der Unabhängigkeit von der Sowjetunion erhielt die orthodoxe Kirche das Gotteshaus zurück.


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