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Botanischer Garten in Lublin, Polen

Am Ufer des Flusses Czechówka in Lublin – fernab des Großstadttrubels – lädt der Botanische Garten der Univeristät zum Besuch ein. Auf 25 Hektar wachsen 6.500 Arten und Gattungen von Pflanzen. Zum Park gehört das historische Gutshaus Dworek Kościuszków, das aufwendig restauriert worden ist und besichtigt werden kann.

Bäume und Sträucher im Botanischen Garten in Lublin
Im Botanischen Garten von Lublin. Fotos: Frank Hilbert

Der botanische Garten gehört zur Maria-Curie-Skłodowska-Universität. Eröffnet wurde er am 23. Februar 1965 im Stadtteil Sławin im Nordwesten von Lublin. Die Idee hatten bereits 1944 die beiden Professoren Józef Motyka und Adam Paszewski. Richtig Fahrt nahm das Projekt allerdings erst in den 1960er Jahren auf, als man damit begann, auf dem Gut Sławinek ein 13 Hektar großes Grundstück einzuzäunen und ein Wirtschaftsgebäude und Gewächshäuser zu errichten. Inzwischen nimmt der botanische Garten eine Fläche von 21 Hektar ein.

Zum Botanischen Garten gehört ein Gutshaus, das Nepomuk Kościuszko in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet hat. Sein Neffe war der berühmte Tadeusz Kościuszko, Anführer des nach ihm benannten Aufstandes gegen die russische Teilungsmacht, der 1794 ausgebrochen ist und niedergeschlagen wurde.
Das Gut wechselte mehrmals den Besitzer. Im 19. Jahrhundert diente das Gutshaus als Badehaus für die Einwohner Lublins; während des Zweiten Weltkrieges (1939–1945) eröffneten die deutschen Besatzer im Park das Restaurant "Lindenhorst", das nach dem Krieg als Kinderferienlager diente. Die letzte Eigentümerin hieß Zofia Rudnicka, die 1946 im Zuge der Bodenreform enteignet wurde.
Obwohl das Gutshaus in den 1960er Jahren eine Ruine war, entschloss sich die Universität, es von Grund auf zu sanieren. Zuerst wurde es bis auf das Kellergeschoss abgetragen und anschließend im alten Stil, aber nicht originalgetreu, wieder aufgebaut. Die Wände zum Beispiel wurden gemauert, während die des abgerissenen Hauses aus Holz bestanden.
Es handelt sich um ein einstöckiges Haus mit einem rechteckigen Grundriss und einem polnischen Hochdach, das aussieht, als hätte man zwei Walmdächer übereinandergestülpt, und das mit Holzschindeln gedeckt ist. Typisch für die Gutshäuser jener Zeit ist ein durchgehender Flur, von dem die Zimmer abgehen. 
Noch heute nutzt die Universität das Gusthaus für Versammlungen. Es kann aber auch besichtigt werden. Eine freundliche Mitarbeiterin übernimmt die Führung und verrät viele historische Details.

Gutshaus Kościuszków im botanischen Garten in Lublin in Polen
Das Gutshaus Kościuszków im botanischen Garten.

Der botanische Garten ist in thematische bzw. regionale Bereiche unterteilt. So gibt es ein Rosarium; in einem Teil wachsen dekorative Pflanzen, in einem anderen Pflanzen aus Süd- und Südosteuropa. Es gibt aber auch ein Alpinarium und einen See mit Wasserpflanzen. Besucher, die sich genauer über die Fauna im botanischen Garten informieren möchten, können einem Lehrpfad mit 40 Stationen ablaufen. An jeder Station findet man eine Tafel mit vielen interessanten Informationen über die hier wachsenden Pflanzen, zum Beispiel über ihren natürlichen Lebensraum und die Pflanzenmorphologie. (fh)

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Kontakt

Botanischer Garten Maria-Curie-Skłodowska-Universität Lublin
Willowa 58-60
20-819 Lublin
Tel.: +48 81 7434900
Internet: www.umcs.pl/pl/ogrod-botaniczny.htm

Geodaten: 51.2657686257735,22.51667926806747
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