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Forsthaus in Pfeilswalde (Strzałowo), Polen

Es ist außen sehr schön restauriert, innen beherbergt es moderne Büros, rundherum gibt es Natur mit viel Wald und Wasser: Die Rede ist vom Forsthaus in Pfeilswalde (Strzałowo) am Maitz See in der Johannesburger Heide, das angeblich schönste in ganz Masuren.

Forsthaus in Pfeilswalde (Strzałowo) in MasurenPolen Fotos
Das Forsthaus wurde in den Nullerjahren dieses Jahrhunderts restauriert. Fotos: Frank Hilbert

Erbaut wurde es 1874. Der erste Förster hieß Gustaw Roeckner. Noch heute existieren die Wirtschaftsgebäude, denn damals betrieben die Förster eine kleine Landwirtschaft, um überleben zu können.
Das Forstamt wurde 1870 gegründet und nach Prof. Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil benannt, einem verdienten Berliner Hochschullehrer und Forstwissenschaftler aus dem 19. Jahrhundert. Um die Ausbildung der Förster stärker mit der Praxis zu verbinden, verlegte er 1830 die Königlich Preußische Höhere Forstlehranstalt von Berlin nach Neustadt-Eberswalde, wo es ausgedehnte Wälder gab.
Vor dem Zweiten Weltkrieg war das Forsthaus von einer parkähnlichen Landschaft mit Eichen und Wiesen umgeben, die an einen englischen Garten erinnerte. Im Zuge der Renovierung des Forsthauses in den Nullerjahren des 21. Jahrhunderts wurde die Gartenlandschaft anhand historischer Fotos aus dem Jahr 1930 wiederhergerichtet. 
Die Förster des Forstamtes betreuen eine Fläche von rund 18.000 Hektar. Sie wird im Norden von der Straße zwischen Sensburg und Nikolaiken, im Westen von Piecki, im Süden von der Eisenbahnlinie und im Osten vom Fluss Krutynia begrenzt. Zu den Aufgaben der hier arbeitenden Förster gehört es, Kindern und Jugendlichen die Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt der Johannesburger Heide näher zu bringen. Deshalb bieten sie ein umfangreichen Lern- und Freizeitangebot für Kindertagesstätten und Schulklassen an.

Grabsteine von Meta Wiechert und ihrem Sohn Ernst-Edgar
Die Gräber von Meta Wiechert und ihrem Sohn Ernst-Edgar, der nur einen Tag nach seiner Geburt verstarb.

In der Nähe des Forsthauses gibt es mehrere idyllisch gelegene Badestellen. An einer befindet sich das Grab von Meta Wiechert, der Frau des Schriftstellers Ernst Wiechert, die sich 1929 das Leben genommen hat. Sie wurde neben ihrem Sohn Ernst-Edgar bestattet, den sie am 10. November 1917 zur Welt gebracht hatte und der nur einen Tag nach seiner Geburt verstarb. Ernst Wiechert lebte zu dieser Zeit in Königsberg, war aber in einem Forsthaus in Kleinort (Piersławek) ganz in der Nähe von Pfeilswalde aufgewachsen. Das Geburtshaus steht noch und beherbergt eine kleine Ausstellung über den Dichter. (fh)

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Sehenswürdigkeit

Forsthaus und Grab von Meta Wiechert
Strzałowo 2
11-710 Lipowo
Internet: www.strzalowo.olsztyn.lasy.gov.pl

Geodaten: 53.768786,21.461848
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