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Fotos vom Riesengebirge, Polen: Abgestorbene Bäume

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Abgestorbene Bäume
Schon im Mittelalter begann der Mensch im Riesengebirge mit dem umfangreichen Abbau von Erz- und Mineralvorkommen. Schmelzöfen und Schmieden entstanden, und es entwickelte sich eine Glasindustrie. Sowohl die Bergleute als auch die Glashütten benötigten viel Holz für die Produktion. In der unteren Hochwaldregion des Riesengebirges standen Mischwälder, in denen Buchen dominierten. Da die Menschen damals keine nachhaltige Forstwirtschaft betrieben, also die abgeholzten Waldflächen nicht wieder aufforsteten, waren im 18. bzw. 19. Jahrhundert die Hänge des Riesengebirges abgeholzt. Im 19. Jahrhundert wurden die freien Flächen mit schnellwachsenden Fichten bepflanzt, die dem rauen Klima nicht gewachsen waren. Die Monokultur war zudem anfällig gegen Schädlingsbefall. In den 1970er Jahren rächten sich die Fehler. Die zunehmende Umweltverschmutzung in den Industrieregionen Polens, der CSSR und der DDR, dem Ruhregebiet und Großbritannien verursachte ein Waldsterben. Die Schadstoffe gingen als "Saurer Regen" an den Hängen des Riesengebirges nieder. In den 1990er Jahren begann die Verwaltung des Nationalparks mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union und der Weltbank eine Baumsamenbank aufzubauen, in der Samen der für die Region typischen Bäume aufbewahrt werden. Nach und nach wachsen die kahlen Flächen im Riesengebirge wieder zu. Irgendwann werden an den Hängen des Riesengebirges wieder Buchen wachsen. Foto: Frank Hilbert
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