Polish Online
Polen: Übersetzungsdienst & Reiseinfos
Barbara Anna Woyno M. A. - Übersetzungen polnisch-deutsch-polnisch

Hauptnavigation

Foto Gdingen (Gdynia) Oxhöft: Ruinen einer Torpedoversuchsanlage

Zum Artikel12 / 12Alle Galerien
Ruinen einer Torpedoversuchsanlage
Das Foto zeigt die Ruinen des ehemaligen Kontroll- und Abschussgebäudes der Torpedoversuchsanstalt (TVA) Gortenhafen-Hexengrund, einer Zweigstelle der TVA Eckernförde. Sie wurde 1940 von den deutschen Besatzern in Gdingen (Gdynia) eröffnet, das die Deutschen in Gotenhafen umbenannt hatten. Die deutsche Marine testete hier fernlenkbare und selbststeuernde Torpedos und Torpedos, die von Flugzeugen abgeworfen werden konnten. Das nördliche Kontroll- und Abschussgebäude liegt 350 m vor der Küste und wird seit dem Abzug der deutschen Besatzer nicht mehr genutzt und verfällt seitdem. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges baute die deutsche Führung die Werften aus, um den Ausstoß von U-Booten zu erhöhen. Mehr U-Boote bedeutete einen höheren Bedarf an qualifizierten Marinesoldaten, die erst ausgebildet werden mussten. Die Kapazität der U-Boot-Schule im schleswig-holsteinischen Neustadt reichte nicht aus. Zudem bestand die Gefahr, dass britische Flugzeuge die Lübecker Bucht verminten. Deshalb entschloss sich die Marine 1940, die U-Boot-Schule und die Schulflottille von Neustadt nach Pillau (heute Baltijsk, ein Vorhafen von Kaliningrad in Russland) zu verlegen und in 1. U-Boot-Lehrdivision umzubenennen. Etwa zur selben Zeit - im Juli 1940 - begann die deutsche Marine in Gdynia, das nach der Besetzung Polens durch die Deutschen in Gotenhafen umbenannt worden war, mit der Aufsstellung der 2. U-Boot-Lehrdivision, die ihren Betrieb im November desselben Jahres aufnahm. Gdingen und Danzig wurden zum Zentrum der Ausbildung von Besatzungen für die U-Boote, die in immer größerer Zahl vom Stapel liefen. Als Unterkunft diente den Unteroffizieren und Mannschaften der 2. U-Boot-Lehrdivision das einstige KdF-Urlauberschiff Wilhelm Gustloff. Als am 1. September 1939 Deutschland in Polen einmarschierte, war die Gustloff gerade unterwegs zu einer Kreuzfahrt nach Norwegen. Die Gustloff wurde nach Hamburg zurückberordert und zu einem Lazarettschiff umgerüstet. Am 17. November 1949 erhielt die Gustloff den Marschbefehl nach Gotenhafen, wo sie mit einem Tarnanstrich versehen und zum Wohnschiff umgerüstet wurde. Foto: Frank Hilbert
ein Bild zurück

powered by webEdition CMS