Stolpersteine der Geschichte

Bei einem Spaziergang über den Kieler Parkfriedhof Eichhof entdeckte ich ein großes Feld, auf dem die Opfer der Bombenangriffe auf Kiel im Zweiten Weltkrieg beigesetzt worden sind. Stutzig machten mich die ein wenig abseits gelegenen zahlreichen Grabsteine mit ausländischen, darunter auch polnischen, Namen, sowie ein Gedenkstein, dessen Inschrift in russischer Sprache der Menschen gedachte, die in deutscher Kriegsgefangenschaft gestorben waren.

Grabstein des Polen Michał Ignaczak auf dem Eichof Friedhof in Kiel
Grabstein des Polen Michał Ignaczak. Die kleine schwarze Gedenktafel haben die Kinder von Ignaczak im Jahr 2003 auf das Grab gelegt. Die Inschrift lautet: Die Erinnerung stirbt nie. Zum 60. Todestag unseres geliebten Vaters, Tochter Irena, Söhne Józef, Stanisław Ignaczak, 15. September 2003. Foto: Frank Hilbert
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Urlaub Tag 11 / 2. August: Orthodoxe Kirchen am Bug und Wasserwerfer in Lublin

Kloster des Hl. Onufry
Kloster des Hl. Onufry in Jabłeczna. Foto: Frank Hilbert

Es ist eine typische Neubauwohnung aus sozialistischen Zeiten. Ein Wohnzimmer voller Bücher, ein Mini-Schlafzimmer, ein Mini-Kinderzimmer, Küche und ein fensterloses Bad. Wir sind zu Gast bei einer älteren Dame in Włodawa, das 80 km von Lublin direkt an der weißrussischen Grenze liegt. Der türkische Kaffee auf dem Tisch durchflutet das Wohnzimmer mit einem angenehmen Duft. Noch schwimmt in meiner Tasse der Kaffeesatz an der Oberfläche. Vorsichtig rühre ich ihn mit einem Teelöffel unter. Den ganzen Tag waren wir auf Einladung unser Gastgeberin mit dem Auto unterwegs und haben die Gegend nördlich von Włodawa erkundet.

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Museum des Warschauer Aufstands ersteigert Feldpost für 190.000 Euro

Museum des Warschauer Aufstandes und Mauer der Erinnerung
Museum des Warschauer Aufstandes und Mauer der Erinnerung, in die die Namen der Gefallenen eingemeiselt sind. Foto: Frank Hilbert

Das Museum des Warschauer Auftstands hat bei der Versteigerung von polnischer Feldpost den Zuschlag bekommen. Die Briefe aus der Zeit des Warschauer Aufstands ging für 190.000 Euro (Startgebot) ins Eigentum des Museums über.

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Feldpost aus der Zeit des Warschauer Aufstands

Briefe und Ansichtskarten polnischer Teilnehmer des Warschauer Aufstands (1944) aus der Privatsammlung eines Deutschen sollen demnächst auf einer Auktion in Düsseldorf vom Auktioshaus „Ulrich Felzmann Briefmarken-Auktionen“versteigert werden.

Museum des Warschauer Aufstandes und Mauer der Erinnerung
Museum des Warschauer Aufstandes und Mauer der Erinnerung, in die die Namen der Gefallenen eingemeiselt sind. Foto: Frank Hilbert
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Film „Katyń“ von Andrzej Wajda für den Oscar nominiert

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Das Kriegsdrama „Katyń“ von Andrzej Wajda ist von der Filmakademie in Hollywood in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ für den Oscar nominiert worden.

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Polnischer Orden für Wilhelm Hosenfeld

Posthum ist Wilhelm Hosenfeld von der polnischen Regierung mit einem der höchsten polnischen Orden, der „Polonia Resituta“, ausgezeichnet worden. Hosenfeld, als deutscher Reserveoffizier im Zweiten Weltkrieg in Warschau stationiert, rettete zahlreichen Polen – unter anderem dem bekannten polnischen Pianisten Władysław Szpilman (siehe Władysław Szpilman „Der Pianist“ und Wilm Hosenfeld „Ich versuche jeden zu retten“) – das Leben. Wilhelm Hosenfeld starb 1952 in russischer Kriegsgefangenschaft.

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„Katyń“ von Andrzej Wajda in polnischen Kinos angelaufen

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Am Montag war die feierliche Premiere von „Katyń“, dem neusten Film des Regisseurs Andrzej Wajda. Zur Vorführung im Großen Theater in Warschau war Prominenz aus Politik und Kultur eingeladen. Der Film erzählt von dem Massaker an viereinhalb Tausend polnischen Offizieren, das durch den sowjetischen Geheimdienst NKWD im Frühjahr 1940 im 20 km von Smolensk entfernten ukrainischen Ort Katyń verübt wurde.

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Streit um deutsche Kulturgüter in Polen

Seit über einer Woche schwelt zwischen Polen und Deutschland ein Streit über die Rückgabe deutscher Kulturgüter, die während des Zweiten Weltkriegs von den Deutschen zum Schutz vor Bombenangriffen von Berlin nach Krakau gebracht worden und seither im Besitz Polens verblieben sind. Zu den kontroversen Kunstschätzen gehören zum Beispiel Bestände der Preußischen Staatsbibliothek (u. a. Handschriften von Goethe, Mozart und Beethoven sowie die deutsche Nationalhymne in der Handschrift Hoffman von Fallerslebens) und eine Sammlung alter Flugzeuge aus der Pionierzeit der Fliegerei.

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