Erste einstimmige Entscheidung des Unterhauses in London zum Brexit – Polen zufrieden

Gestern konnte sich das britische Unterhaus einstimmig auf ein Sofortmaßnahmenpaket einigen, dass die Folgen des ungeordneten Austritts Großbritanniens aus der EU am kommenden Freitag, dem 12. April 2019, abfedern soll. Das Unterhaus beschloss unter anderem, 20.000.000 britische Pfund für die Neuauflage des Buches „The british home front“ von 1940 bereitzustellen, in dem der Bevölkerung erklärt wurde, wie sie sich unter den Bedingungen der Mangelwirtschaft, die während des Zweiten Weltkrieges (1939-1945) herrschte, verhalten solle, um zu überleben. Die Ratschläge könnten den Briten nun helfen, mit den erwarteten negativen Folgen bei der Versorgung infolge des EU-Austritts zurechtzukommen. Es war die erste einstimmige Entscheidung des Unterhauses zu einem Brexit-Thema.

Cover des Buches The british home front pocket-book 1940-1942
Cover des Buches THE BRITISH HOME FRONT, das der britischen Bevölkerung während des Zweiten Weltkrieges Tipps zum Überleben unter den Bedingungen des Krieges geben sollte.
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Geflohene alliierte Offiziere – eingefangen und hinterrücks erschossen

Gedenktafel für ermordete Offiziere alliierter Luftstreitkräfte
Gedenktafel bei Flintbek, die an die Erschießung von vier Alliierten Offizieren durch die Gestapo erinnert. Foto: Frank Hilbert

Eine kleine weiße Gedenktafel an der Landstraße 318 bei Flintbek erinnert an ein Kriegsverbrechen, das während des Zweiten Weltkrieges (1939-1945) verübt wurde. Die Gestapo erschoss an dieser Stelle am 29. März 1944 vier Offiziere alliierter Luftstreitkräfte, die wenige Tage zuvor aus dem Kriegsgefangenenlager Stalag Luft III in Sagan ausgebrochen waren.

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KZ Leonberg – Häftlinge fertigten Flügel für Düsenjäger Me 262

Alter Engelberttunnel in Leonberg bei Stuttgart
Von den beiden Autobahntunneln der A 81, in denen gegen Ende des Zweiten Weltkrieges die SS im Auftrag der Messerschmidt AG eine Montagehalle für Flugzeugflügel betrieb, ist nur noch eine Tunnelröhre erhalten geblieben. Die zweite wurde nach der Stilllegung der Strecke 1998 zugeschüttet.

Eine flache Talsenke in Leonberg in der Nähe von Stuttgart. Es ist ein kalter, schneeloser Wintertag. An den Hängen leuchten weiße Hausfassaden in der Sonne. Die Bäume sind kahl und die Pfützen gefroren. Kein Straßenlärm ist zu hören. Die Ruhe kehrte hier vor 20 Jahren ein, als die Autobahn 81 über 60 Jahre nach ihrer Einweihung unter die Erde verlegt wurde. Bis 1998 donnerten täglich tausende Pkw und Lastkraftwagen durch die Talsenke. Von der stillgelegten Strecke ist eine zwei Röhren eines Autobahntunnels erhalten geblieben. Sein Name ist Engelbergtunnel.
Schon einmal war der Autoverkehr an dieser Stelle unterbrochen. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges (1939-1945), als hier KZ-Häftlinge im Auftrag des „Presswerks Leonberg“ Flügel für den Düsenjäger Me 262 von Messerschmidt montierten. Sie kamen aus 24 Nationen, überwiegend aus der damaligen Sowjetunion, Polen, Frankreich und Ungarn.

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Gemeinde Sylt: Bekenntnis zur NS-Vergangenheit von Ex-Bürgermeister Heinz Reinefarth

Denkmal des Warschauer Aufstands vor dem Justizministerium in Warschau in Polen
Denkmal für den Warschauer Aufstand in der Innenstadt von Warschau. Foto: Frank Hilbert

Anlässlich des 70. Jahrestages des Warschauer Aufstandes wird die Gemeinde Sylt am 31. Juli 2014 zum Gedenken eine Mahntafel am Westerländer Rathaus einweihen. Die Gedenktafel ist auch ein Beitrag zur Aufarbeitung der Westerländer Geschichte.  Denn zwischen 1951 und 1963 war der einstige SS-General Heinz Reinefarth, der an der Niederschlagung des Aufstandes beteiligt war, Bürgermeister der Gemeinde.

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Ghetto-Aufstand Warschau: Gedenken an Mordechaj Anielewicz

Denkmal am Umschlagplatz in Warschau
Denkmal am Umschlagplatz in Warschau, von wo aus die jüdischen Bewohner aus dem Warschauer Ghetto in die Vernichtungslager deportiert wurden.

Heute vor 70 Jahren haben Mordechaj Anielewicz, einer der Anführer des Aufstands im Warschauer Ghetto, und über 50 Mitglieder des Stabs der Jüdischen Kampforganisation in einem von SS-Verbänden umzingelten Bunker in der Miła-Straße 18 Selbstmord begangen. (fh)

„Polnische Konzentrationslager“ – US-Präsident Obama verärgert die Polen

Statue Jan Karski
Statue von Jan Karski in der Universität von Tel Aviv. Foto: dr. avishai teicher

Während einer postumen Ehrung für den polnischen Widerstandskämpfer Jan Karski, Widerstandskämpfer im Zweiten Weltkrieg sprach der US-Präsident Barack Obama in Washington von „polnischen“ Konzentrationslagern und ordnete den Holocaust somit auch indirekt Polen zu. Erst nach der Intervention des polnischen Außenministeriums entschuldigte sich das Weiße Haus für den peinlichen „Versprecher“.

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Warschauer Ghetto – Erinnerung an Aufstand vor 69 Jahren

Denkmal am Umschlagplatz in Warschau in Polen
Denkmal am Umschlagplatz in Warschau, von wo aus die jüdischen Einwohner der Warschauer Ghettos in die Vernichtungslager deportiert wurden.

Gestern wurde in Warschau des Ghettoaufstands vor 69 Jahren gedacht. Vertreter jüdischer Verbände in Polen, die Präsidentin der Stadt Warschau und zahlreiche Warschauer legten unter anderem am Ghettodenkmal am ehemaligen Umschlagplatz Blumen nieder.

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Gedenken an den Flugzeugabsturz bei Smolensk am 10. April 2010

Heute vor zwei Jahren stürzte in der Nähe der russischen Stadt Smolensk ein polnisches Regierungsflugzeug mit dem damaligen Präsidenten Lech Kaczyński an Bord  ab. In ganz Polen finden heute Veranstaltungen zum Gedenken an den tragischen Unfall statt, bei dem insgesamt 96 Menschen umgekommen sind. (fh)

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Horst Köhler zu Besuch in seinem Geburtsort

Zamość
Rathaus und Armenische Häuser in Zamość. Foto: Frank Hilbert

Vor 68 Jahren wurde Bundespräsident a. D. Horst Köhler in Skierbiszów bei Zamość geboren. Seine Familie stammte aus dem rumänischen Bessarabien. Im Jahr 1940 wurden seine Eltern im Zuge des Ribbentropp-Molotow-Pakts aus Bessarabien, das der Sowjetunion einverleibt worden war, in das von den Deutschen besetzte Ostpolen umgesiedelt. In Skierbiszów, von den Deutschen in Heidenstein umbenannt, wurden die Köhlers in das Haus einer polnischen Familie einquartiert, die zuvor von ihrem Hof vertrieben worden war. Im Jahr 1944 floh die Familie Köhler zusammen mit dem damals einjährigen Horst in den Westen.

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