Auf den Spuren deutsch-polnischer Partnerschaften in Kiel

Gedenktafel in der Kirche St. Nikolai zu Kiel
Gedenktafel, die an die Schließung der Partnerschaft zwischen den evangelischen Gemeinden in Jelenia Góra und Kiel erinnert.

Heute beim Schlendern durch meine Kieler Lieblingskirche entdeckt:

„Die Evangelische Gemeinde Augsburgischen Bekenntnisses in Jelenia Góra-Cieplice / Bad Warmbrunn und die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde St. Nikolai zu Kiel haben durch ihre Kirchenvorstände beschlossen, eine Partnerschaft zu begründen und hierüber am 5. November 1995 diese Urkunde ausgetauscht. (…)“ (fh)

Stolpersteine der Geschichte

Grabstein des Polen Michał Ignaczak. Die kleine schwarze Gedenktafel haben die Kinder von Ignaczak im Jahr 2003 auf das Grab gelegt. Die Inschrift lautet: Die Erinnerung stirbt nie. Zum 60. Todestag unseres geliebten Vaters, Tochter Irena, Söhne Józef, Stanisław Ignaczak, 15. September 2003
Grabstein des Polen Michał Ignaczak. Die kleine schwarze Gedenktafel haben die Kinder von Ignaczak im Jahr 2003 auf das Grab gelegt. Die Inschrift lautet: Die Erinnerung stirbt nie. Zum 60. Todestag unseres geliebten Vaters, Tochter Irena, Söhne Józef, Stanisław Ignaczak, 15. September 2003 Foto: Hilbert

Bei einem Spaziergang über den Kieler Parkfriedhof Eichhof entdeckte ich ein großes Feld, auf dem die Opfer der Bombenangriffe auf Kiel im Zweiten Weltkrieg beigesetzt worden sind. Stutzig machten mich die ein wenig abseits gelegenen zahlreichen Grabsteine mit ausländischen, darunter auch polnischen, Namen, sowie ein Gedenkstein, dessen Inschrift in russischer Sprache der Menschen gedachte, die in deutscher Kriegsgefangenschaft gestorben waren.

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25 Jahre Polnisches Theater in Kiel

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Tadeusz Galia

Seit 25 Jahren ist das Polnische Theater Kiel ein markanter Farbtupfer der Kieler Kulturszene. Am 21. April 1983 führte eine Gruppe polnischer Schauspieler, die aus politischen Gründen Polen verlassen hatte, auf der Bühne eines Kieler Veranstaltungszentrums ihr erstes Stück auf. Trotz spärlicher Finanzen und geringer staatlicher Zuschüsse zog das Ensemble um den Schauspieler und Regisseur Tadeusz Galia bereits drei Jahre später in ein eigenes Haus in der Düppelstraße um. Im Laufe der Jahre verschob sich aufgrund der veränderten politischen Lage in Osteuropa der Schwerpunkt des Theaters von osteuropäischen Werken zu Stücken über Themen, die unsere Gesellschaft aktuell bewegen.

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