Polen – Fotografieren verboten

Schild Fotografieren verboten
Fotografieren verboten in der Dreifaltigkeitskirche in Lublin. Foto: Hilbert

In polnischen Museen ist das Fotografieren oft nur gegen die Entrichtung eines Obolus erlaubt, der auf die Eintrittskarte aufgeschlagen wird. In anderen Museen – und auch in einigen Kirchen – sind Aufnahmen mit dem Fotoapparat oder der Videokamera dagegen nicht gestattet. In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Museen das Verbot jedoch aufgehoben, zum Beispiel das Rechtstädtische Rathaus in Danzig.

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Urlaub Tag 14 / 5. August: Umbauarbeiten in Lubliner Burg abgeschlossen

Burg in Lublin
Dreifaltigkeitskirche in der Burg in Lublin. Foto: Frank Hilbert

Die Umbaumaßnahmen in der Lubliner Burg sind abgeschlossen. Der weiße Anstrich der Burg wurde durch ein helles Beige ersetzt und die Arkaden im Innenhof, die sich südlich vom Eingang befinden, sind mit großen Glasscheiben geschlossen worden und beherbergen jetzt die Museumskasse. Besucher, die die Dreifaltigkeitskirche besichtigen möchten, müssen jetzt auch nicht mehr unbedingt das Burgmuseum durchqueren. Ein Zugang vom Hof aus wurde für Besucher geöffnet. Besucher können die Kirche aber auch weiterhin durch das Burgmuseum erreichen.

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Urlaub Tag 11 / 2. August: Orthodoxe Kirchen am Bug und Wasserwerfer in Lublin

Kloster des Hl. Onufry
Kloster des Hl. Onufry in Jabłeczna. Foto: Frank Hilbert

Es ist eine typische Neubauwohnung aus sozialistischen Zeiten. Ein Wohnzimmer voller Bücher, ein Mini-Schlafzimmer, ein Mini-Kinderzimmer, Küche und ein fensterloses Bad. Wir sind zu Gast bei einer älteren Dame in Włodawa, das 80 km von Lublin direkt an der weißrussischen Grenze liegt. Der türkische Kaffee auf dem Tisch durchflutet das Wohnzimmer mit einem angenehmen Duft. Noch schwimmt in meiner Tasse der Kaffeesatz an der Oberfläche. Vorsichtig rühre ich ihn mit einem Teelöffel unter. Den ganzen Tag waren wir auf Einladung unser Gastgeberin mit dem Auto unterwegs und haben die Gegend nördlich von Włodawa erkundet.

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Urlaub Tag 11 / 31. Juli 2008: Mit Tempo 50 nach Sandomierz

Rathaus Sandomierz
Das Rathaus in Sandomierz. Foto: Frank Hilbert

Vor kurzem erzählte mir ein Freund, der EU-Projekte betreut, dass die Lubliner Region zwar strukturschwach und damit wie geschaffen für die Vergabe von EU-Fördergelder sei. Aber dieser Teil Polens gehöre trotzdem zu den Regionen mit der geringsten Förderquote. Förderanträge würden nicht oder nicht richtig gestellt. Das komplizierte Verfahren erfordere eben Profis mit viel Erfahrung beim Durchqueren des Antragsdschungels. Dabei hätten die Straßen in und um Lublin herum den einen oder anderen Euro aus Brüssel für ihre Sanierung dringend nötig. Das zeigte erst heute wieder eine Fahrt mit dem Auto von Lublin nach Sandomierz.

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Urlaub Tag 9 / 29. Juli: Tagesausflug nach Kazimierz Dolny

Kazimierz Dolny an der Weichsel
Marktplatz mit historischen Häusern in Kazimierz Dolny. Foto: Frank Hilbert

An einem malerischen Flecken, eingebettet zwischen sanften, dicht bewaldeten Hügeln und einer schier unendlichen Zahl von Sandbänken und Nebenarmen der Weichsel, liegt das Städtchen Kazimierz Dolny. Mit seiner Renaissance-Architektur und dem azurblauen Himmel zieht es – vor allem im Sommer – nicht nur Scharen von Touristen an, sondern vor allem Maler und Bildhauer. Auch zahlreiche Prominente aus Funk und Fernsehen haben die Schönheit der Stadt für sich entdeckt und besitzen hier Wochenend- bzw. Ferienhäuser.

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Urlaub Tag 5 / 25. Juli: Ausflug nach Nałęczów

Park Nałęczów
Die Parkanlage in Nałęczów. Foto: Frank Hilbert

Stanisław Lem ist die ideale Lektüre, wenn man mit einem Kleinbus von Lublin nach Nałęczów unterwegs ist. Es rüttelt wie beim Start einer Ariane-Rakete, bei jedem Schlagloch wird einem schwarz vor Augen, und die Materie (sprich: Bus und Passagiere) droht auf Nimmerwiedersehen verschluckt zu werden. Die Schutzschilder (in Form einer imaginären Klimaanlage) funktionieren auch nicht: Wir zerfließen förmlich vor Hitze. Nach glücklicher Landung am Zielort japsen wir gerade zu nach irdischer Frischluft.

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Urlaub Tag 4 / 24. Juli 2008: Ausstellung Bruno Schulz in Lublin

Ausstellung Bruno Schulz
An der Fassade der Stadtbücherei in Lublin wirbt ein Plakat für eine Ausstellung mit Bildern von Bruno Schulz. Foto: Frank Hilbert

In der Lubliner Stadtbücherei in der ul.Prezydenta Gabriela Narutowicza 4 läuft gerade eine Ausstellung, die dem polnischen Schriftsteller und Grafiker Bruno Schulz (1892-1942) gewidmet ist.

Zu sehen sind in den unterschiedlichsten Techniken gemalte Bilder von Künstlern, die sich in ihrem Schaffen von den Werken von Bruno Schulz inspirieren lassen haben. Sie heißen Bocianowski, Drzewiński, Jüdt, Łucjan, Michałowski, Ożóg, Sadowski und Szmidel. Barbara bleibt vor den großflächigen Aquarellen eines Künstlers stehen. Mit wenigen Pinselstrichen hat er Licht und Schatten auf das Papier gezaubert. „Die Bilder sind künstlerisch am wertvollsten“, meint sie. (fh)

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Urlaub Tag 3 / 23. Juli: Das Zamoyski-Museum in Kozłówka

Kozłówka
Zamoyski-Museum in Kozłówka. Foto: Frank Hilbert

Ein verspieltes, barockes Schlösschen in Kozłówka inmitten einer großen, gepflegten Parkanlage – ca. 30 km nordöstlich von Lublin gelegen. Bis 1945 im Besitz der Magnatenfamilie Zamoyski. Mit dem Einzug des Kommunismus verstaatlicht und in ein Museum umgewandelt. Seit der Wende 1989/90 versuchen die Zamoyskis (Die Nachfahren der letzten Schlossbewohner leben heute in Kanada.) wieder zunehmend Einfluss auf die Nutzung und Vermarktung des Gutes zu nehmen und prozessieren sich seit Jahren mit dem polnischen Staat um Rückgabe ihres Eigentums.

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Urlaub Tag 1 / 20. Juli 2008: Abfahrt in Kiel und Ankunft in Lublin

Der Sommerurlaub beginnt. Diesmal steht ein Familienbesuch in Lublin an. Wir starten in Kiel um 4.45 Uhr mit dem Auto. Der Verkehr ist trotz beginnender Sommerferien dünn. Unsere Route führt von Kiel über Bad-Segeberg (B 404), die A 24 und den Berliner Ring. Die Hauptstadt schläft noch, kaum Autos unterwegs. Um 9 Uhr passieren wir die Grenze bei Frankfurt/Oder. An der Landstraße hinter der Grenze fallen uns Schilder auf, die auf eine historische Sehenswürdigkeit hinweisen: den Ostwall. Der Ostwall, eine Befestigungsanlage aus dem II. Weltkrieg, spielte gegen Ende des Krieges keine strategische Bedeutung, weil die Rote Armee sie einfach umging.

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