Allerheiligen in Lublin – Kerzenmeer auf Friedhöfen

Kerzenmeer auf einem Friedhof in Lublin
Hunderte Kerzen erleuchten den Friedhof „Na Lipowej“ in Lublin. Foto: Barbara Woyno

Heute ist Allerheiligen, der Tag, an dem Katholiken der Heiligen und ihrer Verstorbenen gedenken. Gläubige besuchen an Allerheiligen die Friedhöfe und schmücken die Gräber ihrer verstorbenen Angehörigen, wie heute in Lublin in Polen. Hunderte Kerzen brachten die Friedhöfe der Stadt zum Leuchten. Es herrschte ein Gedränge wie sonst nur in den Einkaufszentren in der Vorweihnachtszeit. Um ein Verkehrschaos zu verhindern, haben die städtischen Verkehrsbetriebe kostenlose Shuttlebusse zu den Friedhöfen eingesetzt.

Friedhofshyänen – Blumenklau auf Friedhof in Lublin

Powązki-Friedhof
Powązki-Friedhof in Warschau. Foto: Frank Hilbert

Morgen ist Allerheiligen, ein katholischer Feiertag, dessen Wurzeln in die vorchristliche Zeit hineinreichen. Der Ahnenkult in Polen ist seit der heidnischen Zeit ungebrochen stark: Am ersten November erstrahlen die Friedhöfe in Kerzenlicht, die Menschen gedenken ihrer Toten, indem sie deren Gräber aufsuchen und diese mit Blumen und Gestecken schmücken. Zugegeben, eine leicht morbide, aber auch schöne Tradition. Leider gibt es unter den Friedhofsbesuchern auch zwielichtige Gestalten, deren Geldgier selbst vor Anstand und Pietät keinen Halt macht. „Friedhofshyänen – Blumenklau auf Friedhof in Lublin“ weiterlesen

Routen zu Schauplätzen der Ostfront in Polen

Festung Boyen
In der Festung Boyen, die besichtigt werden kann. Foto: Frank Hilbert

Weltkriegs. Polen existierte zu dieser Zeit nicht als Staat, doch auf dem Territorium der heutigen Republik Polen fanden zahlreiche große Schlachten statt. Auf einer neuen Themenroute können historisch interessierte Besucher im nächsten Jahr dem Verlauf der einstigen Ostfront folgen. „Routen zu Schauplätzen der Ostfront in Polen“ weiterlesen

Kauf einer Bahnfahrkarte – Die zwei Musketiere

Kieler Hauptbahnhof
Ein Regionalzug fährt in den Kieler Hauptbahnhof ein.

„Unsereins fährt zu dieser Zeit halt nicht weg“, stellt mit kundenfreundlicher Abwehrhaltung der Mitarbeiter der Deutschen Bahn am Fahrkartenschalter des Kieler Hauptbahnhofs fest. Tja, ich bin echt ein böses Mädchen, dass ich ausgerechnet kurz vor Weihnachten mit der Bahn verreisen möchte und den armen Mann, dessen akkurat gestutztes D`Artagnan-Bärtchen nervös zu zucken beginnt, vor eine schier unlösbare logistische Herausforderung stelle. Mein Reiseziel: Lublin, Polen. Europa – müsste man meinen. „Kauf einer Bahnfahrkarte – Die zwei Musketiere“ weiterlesen

Polen, da fahr`ich hin – 10 gute Gründe

Cover "Polen - da fahr ich hin"
Cover „Polen – da fahr ich hin“

Polen, da fahr` ich hin
10 gute Gründe

Von Thekla Lange, Weronika Priesmeyer-Tkocz, Eckart D. Startenschulte
Hrsg. vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk, erschienen 2008 beim NDW-Verlag

Zunächst war ich ein wenig skeptisch, als ich den Band „Polen, da fahr` ich hin. 10 gute Gründe“ zum ersten Mal in den Händen hielt. Ich hatte mich schon auf die nicht gerade aufregende Lektüre eines dieser traditionellen Reiseführer eingestellt – mit einer eher eintönigen Einleitung über Wetter, Land und Leute, mit alphabetisch aneinander gereihten Sehenswürdigkeiten eingebettet in einen Wust kunsthistorischer Informationsfetzen. Wie üblich in solchen Fällen bereitete mir vorab besonders eine Frage arges Kopfzerbrechen: Wie schreibe ich eine möglichst objektive und den Bemühungen des Autors gerechte Kritik, ohne dass die Buchbesprechung (womöglich noch aufgrund meiner Voreingenommenheit) in einem Verriss mündet? „Polen, da fahr`ich hin – 10 gute Gründe“ weiterlesen

Polen – Fotografieren verboten

Schild Fotografieren verboten
Fotografieren verboten in der Dreifaltigkeitskirche in Lublin. Foto: Hilbert

In polnischen Museen ist das Fotografieren oft nur gegen die Entrichtung eines Obolus erlaubt, der auf die Eintrittskarte aufgeschlagen wird. In anderen Museen – und auch in einigen Kirchen – sind Aufnahmen mit dem Fotoapparat oder der Videokamera dagegen nicht gestattet. In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Museen das Verbot jedoch aufgehoben, zum Beispiel das Rechtstädtische Rathaus in Danzig. „Polen – Fotografieren verboten“ weiterlesen

5. August – Umbauarbeiten in Lubliner Burg abgeschlossen

Burg in Lublin
Dreifaltigkeitskirche in der Burg in Lublin. Foto: Frank Hilbert

Die Umbaumaßnahmen in der Lubliner Burg sind abgeschlossen. Der weiße Anstrich der Burg wurde durch ein helles Beige ersetzt und die Arkaden im Innenhof, die sich südlich vom Eingang befinden, sind mit großen Glasscheiben geschlossen worden und beherbergen jetzt die Museumskasse. Besucher, die die Dreifaltigkeitskirche besichtigen möchten, müssen jetzt auch nicht mehr unbedingt das Burgmuseum durchqueren. Ein Zugang vom Hof aus wurde für Besucher geöffnet. Besucher können die Kirche aber auch weiterhin durch das Burgmuseum erreichen. „5. August – Umbauarbeiten in Lubliner Burg abgeschlossen“ weiterlesen

2. August – Orthodoxe Kirchen am Bug und Wasserwerfer in Lublin

Kloster des Hl. Onufry
Kloster des Hl. Onufry in Jabłeczna. Foto: Frank Hilbert

Es ist eine typische Neubauwohnung aus sozialistischen Zeiten. Ein Wohnzimmer voller Bücher, ein Mini-Schlafzimmer, ein Mini-Kinderzimmer, Küche und ein fensterloses Bad. Wir sind zu Gast bei einer älteren Dame in Włodawa, das 80 km von Lublin direkt an der weißrussischen Grenze liegt. Der türkische Kaffee auf dem Tisch durchflutet das Wohnzimmer mit einem angenehmen Duft. Noch schwimmt in meiner Tasse der Kaffeesatz an der Oberfläche. Vorsichtig rühre ich ihn mit einem Teelöffel unter. Den ganzen Tag waren wir auf Einladung unser Gastgeberin mit dem Auto unterwegs und haben die Gegend nördlich von Włodawa erkundet. „2. August – Orthodoxe Kirchen am Bug und Wasserwerfer in Lublin“ weiterlesen

20. Juli 2008 – Abfahrt in Kiel und Ankunft in Lublin

Krakauer Tor in Lublin
Das Krakauer Tor in Lublin. Foto: Frank Hilbert

Der Sommerurlaub beginnt. Diesmal steht ein Familienbesuch in Lublin an. Wir starten in Kiel um 4.45 Uhr mit dem Auto. Der Verkehr ist trotz beginnender Sommerferien dünn. Unsere Route führt von Kiel über Bad-Segeberg (B 404), die A 24 und den Berliner Ring. Die Hauptstadt schläft noch, kaum Autos unterwegs. Um 9 Uhr passieren wir die Grenze bei Frankfurt/Oder. An der Landstraße hinter der Grenze fallen uns Schilder auf, die auf eine historische Sehenswürdigkeit hinweisen: den Ostwall. Der Ostwall, eine Befestigungsanlage aus dem II. Weltkrieg, spielte gegen Ende des Krieges keine strategische Bedeutung, weil die Rote Armee sie einfach umging. „20. Juli 2008 – Abfahrt in Kiel und Ankunft in Lublin“ weiterlesen