Obama verspricht in Warschau Militärhilfe

Ausgemusterter F16-Kampfjet
Ausgemustertes F-16-Kampfflugzeug der dänischen Luftwaffe. Weitere Flugzeuge dieses Typs werden die Vereinigten Staaten in Polen stationieren, versprach Barack Obama bei seinem Besuch in Polen. Foto: Frank Hilbert

Der amerikanische Präsident Barack Obama ist heute nach Warschau (Warszawa) gekommen. Morgen wird er dort an Feierlichkeiten anlässlich der ersten demokratischen Wahlen in Polen nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft vor 25 Jahren, die am 4. Juni 1989 stattfanden, teilnehmen und mehrere Staats- und Regierungschefs aus Zentral- und Osteuropa treffen, darunter auch den designierten ukrainischen Staatschef Petro Poroschenko. „Obama verspricht in Warschau Militärhilfe“ weiterlesen

Deutsch-polnischer Polizeivertrag vom 15. Mai 2014

Das neue deutsch-polnische Polizeiabkommen  ermöglicht Festnahmen im anderen Land. Das Grenzgebiet wird von einem Streifen auf ganze Bundesländer ausgedehnt.
So können Polizeibeamte fortan auch Straftäter auf dem Territorium des jeweiligen Nachbarlandes vorläufig festnehmen. Bisher mussten sie warten, bis ein einheimischer Polizist am Ort des Geschehens eintraf.
Künftig gilt als Grenzgebiet auf deutscher Seite nicht nur ein Streifen von 30 bis 50 Kilometern um die Grenze, sondern das gesamte Gebiet der Bundesländer Brandenburg, Berlin, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. (fh)

Never Forget. To Vote. – A Nazi-free Europe, feat. Rainer Höss

„Never Forget. To Vote.“ ist ein Werbespot der schwedischen Sozialdemokraten, in dem Rainer Höss, der Enkel des KZ-Auschwitz-Kommanden Rudolf Höss, die Hauptrolle spielt. Er appelliert an die Zuschauer, nicht die „dunkle Vergangenheit“ zu vergessen und bei den Europawahlen in diesem Monat (22. bis 25. Mai) für die demokratischen Parteien zu stimmen. (fh)

Polen – wirtschaftlicher Gewinner oder Verlierer der Europäischen Union?

Diskussionsrunde im Kieler Landtag
Die Diskussionsrunde: Janusz Tycner, Marek Sorgowicki, Wilfried Saust, Vorsitzender der Europa Union Kiel, und Peter Kokocinski, Vorstandsvorsitzender der DPG Kiel.
Foto: Frank Hilbert

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des EU-Beitritts Polens präsentierte der polnische Publizist Janusz Tycner am gestrigen Abend vor über 100 Gästen im Kieler Landeshaus ein Resümee und eine tiefgehende Analyse.

„Polen – wirtschaftlicher Gewinner oder Verlierer der Europäischen Union?“ weiterlesen

Überflussgesellschaft

LKW mit Abfällen aus einer Bäckerei
LKW mit Abfällen aus einer Bäckerei

Für mich ist dieses Bild mit einem Lkw voller Abfälle aus Bäckereien schon erschütternd und symbolisiert den Überfluss, in dem wir leben. Ich frage mich jedoch, was wohl die beiden Schwarzafrikaner denken, die in ihrem Leben vielleicht schon einmal gehungert haben und nun ihren Lebensunterhalt mit der Beseitigung von Broten, Brötchen und Torten verdienen müssen. Das Foto habe ich gestern in Bad Segeberg aufgenommen. (fh)

„Polenaktion“ 1938: Ausweisung von Juden mit polnischer Staatsangehörigkeit – mein Großonkel berichtete

Artikel "Beschämende Wahrheit"
Artikel „Beschämende Wahrheit“ von Władysław Woyno.

Bei meinen Familiennachforschungen stoße ich immer wieder auf Informationen, die mir für einen deutsch-polnischen Blog geeignet scheinen und die ich mit meinen Lesern teilen möchte. So auch jetzt, nachdem ich in einem Online-Archiv einen interessanten Zeitungsartikel meines Großonkels Władysław Woyno gefunden habe. Władysław, studierter Jurist und politischer Journalist, war trotz seiner adligen Herkunft ein überzeugter und engagierter Sozialist. Unter dem Pseudonym Włodzimierz Lencki publizierte er in den 1930er Jahren gesellschaftskritische Beiträge in polnischer Tages- und Wochenpresse.

„„Polenaktion“ 1938: Ausweisung von Juden mit polnischer Staatsangehörigkeit – mein Großonkel berichtete“ weiterlesen

Bundeskanzlerin Merkel reist morgen nach Polen

Bundeskanzlerin Angela Merkel
Bundeskanzlerin Angela Merkel. Foto: CDU Deutschlands / Dominik Butzmann

Die Krisendiplomatie in Sachen Ukraine geht weiter. Nachdem bereits der deutsche Außenminister Frank Walter Steinmeier seit gestern durch die baltischen Staaten tourt, wird morgen Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Polen fliegen. Thema auch ihrer Reise: die Lage in der Ukraine.

Geplant ist ein Vier-Augen-Gespräch zwischen Merkel und dem polnischen  Ministerpräsidenten Donald Tusk. Im Anschluss wird es einen gemeinsamen Pressetermin geben. (fh)

„Na die, mit denen wir die Juden vergast haben.“

Gaskammer im Stammlager Auschwitz
Ursprünglich benutzten die Deutschen diesen Raum im Stammlager des Konzentrationslagers Auschwitz als Leichenhalle, ab 1941 ermordeten sie in diesem Raum Menschen mit Zyklon B.

Über meine Internetseite www.polish-online.com erhalte ich viele Anrufe mit Fragen über Polen. Die meisten sind freundlicher Natur. Der Anruf, den ich heute erhalten habe, ist einer der berühmten Ausnahmen. Folgender Dialog:

Anrufer: „Funktionieren die Duschen noch?“

Ich: „Welche Duschen meinen Sie?“

Anrufer: „Na die, mit denen wir die Juden vergast haben.“

Typisch: Der Anrufer ist nicht nur ein Antisemit, sondern auch feige. Er hat sich nicht vorgestellt und seine Telefonnummer unterdrückt.

Zur Erinnerung an Rechtsanwalt Wincenty Broniwój-Orliński

Wincenty Broniwój-Orliński
Foto: Barbara Woyno

WINCENTY JULIAN BRONIWÓJ – ORLIŃSKI
31.12.1913 – 11.11.2006

Zum siebten Mal jährt sich heute der Todestag von Wincenty Broniwój-Orliński, einer unvergessen Größe in den Kreisen der Auslandspolen.  Im Dezember dieses Jahres wäre er 100 Jahre alt geworden. Sein Leben lang hat sich der Jurist, Widerstandskämpfer des Zweiten Weltkriegs und Delegierter der polnischen Exilregierung für die Bundesrepublik Deutschland (bis 1990) für die Unabhängigkeit Polens und für die deutsch-polnische Versöhnung eingesetzt.

Mit höchsten Orden des polnischen Staates ausgezeichnet und von seinen Landsleuten zutiefst verehrt war Wincenty Broniwój-Orliński ein äußerst bescheidener Mensch, der seine großzügige und unentgeltlich Hilfe, die er vielen Menschen zukommen ließ, diskret verschwieg. Auch über den Tod hinaus zeigte er sich seiner Heimat tief verbunden: Seinen gesamten Privatbesitz, darunter sämtliche persönlichen Erinnerungsstücke von unschätzbarem historischem Wert, vermachte er in seinem Testament verschiedenen polnischen Institutionen und Kultureinrichtungen.

Wincenty, es ist mir eine Ehre, dass ich mit Dir befreundet sein durfte.

Basia Woyno