Steinbach doch nicht im Stiftungsrat

Der Bund der Vertriebenen (BdV) zieht die Nominierung Erika Steinbachs für den Stiftungsrat des geplanten Berliner Dokumentationszentrums „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ zurück. Frau Steinbach selbst habe nach Auskunft des Präsidiums des BdV gebeten, sie vorläufig nicht für den Stiftungsrat zu nominieren. Aus Protest jedoch will der BdV keinen anderen Kandidaten benennen. (fh)

 

Dokumentationszentrum: Steinbach will mitreden

Erika Steinbach, Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV) und ehemalige Nicht-Vertriebene gießt erneut Öl ins Feuer der deutsch-polnischen Beziehungen. Sie möchte unbedingt in den Stiftungsrat des geplanten Berliner Dokumentationszentrums „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ einberufen werden. Die Nominierung Steinbachs durch den BdV erzürnte die polnischen Gemüter. Der Deutschland-Beauftragte der polnischen Regierung und in Polen als Widerstandskämpfer im Zweiten Weltkrieg und Mitbegründer einer Organisation, die Juden aus dem Warschauer Ghetto rettete, hoch verehrte Prof. Władysław Bartoszewski bezeichnete die Bemühungen Steinbachs um einen Sitz im Stiftungsrat des geplanten Berliner Dokumentationszentrums als „Unanständigkeit“ und einen Beweis dafür, dass die polnische Regierung sich in ihrer Versöhnungspolitik geirrt habe.

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Im Briefkasten: Ein Offener Brief an Erika Steinbach

Italienische BriefmarkeGestern fällt mir beim Öffnen des Briefkastens ein Umschlag entgegen. In der oberen rechten Ecke klebt – ein wenig schief – eine Briefmarke mit der Aufschrift „citta del vaticano“. Der Umschlag muss einige DIN-A4-Seiten enthalten, so dick ist er. Meine Adresse ist mit einem Drucker geschrieben. Aber wer schreibt mir aus Rom? Die Überraschung ist groß. Der Umschlag enthält einen offenen Brief an Erika Steinbach, die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen. „Im Briefkasten: Ein Offener Brief an Erika Steinbach“ weiterlesen

Jarosław Kaczyński kommt nach Berlin

Der polnische Premierminister Jarosław Kaczyński kommt morgen nach Berlin. Im Vorfeld des Besuches sind offenbar die deutsche und die polnische Seite bemüht, die Spannungen zwischen beiden Ländern zu überbrücken. Kaczyński sagte in einem Interview mit „Berlin direkt“ (ZDF), Polen und Deutschland müssten die EU gemeinsam stärken. Auch Kanzelerin Angela Merkel fand schlichtende Worte. Sie wolle, teilte sie in ihrer wöchentlichen Videobotschaft mit (www.bundeskanzlerin.de), „ein freundschaftliches und partnerschaftliches Verhältnis zum Nachbarn im Osten. Wir haben gemeinsam die Chance, vieles gemeinsam für Europa zu bewegen.“ „Jarosław Kaczyński kommt nach Berlin“ weiterlesen