„Polenaktion“ 1938 in Kiel – Gedenkveranstaltung anlässlich des 80. Jahrestages

Bahnhofsgebäude in Zbąszyń
Das Bahnhofsgebäude in Zbąszyń. An der Außenwand hängt eine überdimensionale Gedenktafel, die über die Ereignisse 1938 informiert.

Vor 80 Jahren wiesen die Nationalsozialisten Juden mit polnischen Pass aus dem Deutschen Reich aus. Darunter auch 130 Menschen aus Kiel. Eine Gedenkveranstaltung am 28. Oktober im Kieler Rathaus erinnert an dieses Ereignis.

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„Polenaktion“ 1938: Ausweisung von Juden mit polnischer Staatsangehörigkeit – mein Großonkel berichtete

Artikel "Beschämende Wahrheit"
Artikel „Beschämende Wahrheit“ von Władysław Woyno.

Bei meinen Familiennachforschungen stoße ich immer wieder auf Informationen, die mir für einen deutsch-polnischen Blog geeignet scheinen und die ich mit meinen Lesern teilen möchte. So auch jetzt, nachdem ich in einem Online-Archiv einen interessanten Zeitungsartikel meines Großonkels Władysław Woyno über die „Polenaktion“, die Zwangsausweisung von Juden mit polnischen Pässen aus dem Deutschen Reich 1938, gefunden habe. Władysław, studierter Jurist und politischer Journalist, war trotz seiner adligen Herkunft ein überzeugter und engagierter Sozialist. Unter dem Pseudonym Włodzimierz Lencki publizierte er in den 1930er Jahren gesellschaftskritische Beiträge in polnischer Tages- und Wochenpresse.

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Horst Köhler zu Besuch in seinem Geburtsort

Zamość
Rathaus und Armenische Häuser in Zamość. Foto: Frank Hilbert

Vor 68 Jahren wurde Bundespräsident a. D. Horst Köhler in Skierbiszów bei Zamość geboren. Seine Familie stammte aus dem rumänischen Bessarabien. Im Jahr 1940 wurden seine Eltern im Zuge des Ribbentropp-Molotow-Pakts aus Bessarabien, das der Sowjetunion einverleibt worden war, in das von den Deutschen besetzte Ostpolen umgesiedelt. In Skierbiszów, von den Deutschen in Heidenstein umbenannt, wurden die Köhlers in das Haus einer polnischen Familie einquartiert, die zuvor von ihrem Hof vertrieben worden war. Im Jahr 1944 floh die Familie Köhler zusammen mit dem damals einjährigen Horst in den Westen.

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Blütenpracht mit Gesangseinlage

Gestern Abend sind Frank und ich der Einladung einer Freundin gefolgt und besuchten eine Handarbeitsausstellung des Freundeskreises Ostpreußen e. V. Kiel. Klingt nicht gerade spannend, aber gelockt haben uns weniger die (zugegeben liebevoll hergestellten) Spitzendeckchen und bestickten Topflappen, als vielmehr die angekündigte Gesangsdarbietung von Marta Slogsnat.  Marta, die ausgebildete Mezzosopranistin ist, glänzte mit ihrer geschmeidigen Stimme und einem umfangreichen Repertoire romantischer Lieder von Schubert bis Brahms.

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Steinbach doch nicht im Stiftungsrat

Der Bund der Vertriebenen (BdV) zieht die Nominierung Erika Steinbachs für den Stiftungsrat des geplanten Berliner Dokumentationszentrums „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ zurück. Frau Steinbach selbst habe nach Auskunft des Präsidiums des BdV gebeten, sie vorläufig nicht für den Stiftungsrat zu nominieren. Aus Protest jedoch will der BdV keinen anderen Kandidaten benennen. (fh)

Dokumentationszentrum: Steinbach will mitreden

Erika Steinbach, Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV) und ehemalige Nicht-Vertriebene gießt erneut Öl ins Feuer der deutsch-polnischen Beziehungen. Sie möchte unbedingt in den Stiftungsrat des geplanten Berliner Dokumentationszentrums „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ einberufen werden. Die Nominierung Steinbachs durch den BdV erzürnte die polnischen Gemüter. Der Deutschland-Beauftragte der polnischen Regierung und in Polen als Widerstandskämpfer im Zweiten Weltkrieg und Mitbegründer einer Organisation, die Juden aus dem Warschauer Ghetto rettete, hoch verehrte Prof. Władysław Bartoszewski bezeichnete die Bemühungen Steinbachs um einen Sitz im Stiftungsrat des geplanten Berliner Dokumentationszentrums als „Unanständigkeit“ und einen Beweis dafür, dass die polnische Regierung sich in ihrer Versöhnungspolitik geirrt habe.

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