Faultiere im Dschungel

Zwei Faultiere hängen an einem Baumast. Der erste Tag geht zu Ende – und nichts passiert. Der zweite Tag geht zu Ende – und nichts passiert. Ebenso am dritten und vierten Tag. Am fünften Tag bewegt eines der Faultiere gaaanz langsam den Kopf. Daraufhin das zweite Faultier:
„Was bist du nervös, Klaus!“

Steffen Möller und sein Buch „Polska da się lubić“ (Polen kann man mögen)

Cover "Polen kann man mögen" von Steffen Möller.
Cover „Polen kann man mögen“ von Steffen Möller.

Steffen Möller, ein deutscher Kabarettist und Schauspieler, der seit über zehn Jahren in Polen lebt und dort sehr populär ist (bekannt unter anderem aus verschiedenen Fernsehprogrammen), hat vor kurzem ein Buch mit dem Titel „Polska da się lubić“ (Polen kann man mögen) veröffentlicht. (Ausführlich kommentiert wurde das Buch von Adam Krzemiński in dem Artikel „Niemiec da się lubić“ in der Polityka Nr. 44, S. 66) Es ist eine Art Gedankensammlung über den Zusammenstoß und das gegenseitige Durchdringen der deutschen und polnischen Kulturen. „Steffen Möller und sein Buch „Polska da się lubić“ (Polen kann man mögen)“ weiterlesen

Jarosław Kaczyński kommt nach Berlin

Der polnische Premierminister Jarosław Kaczyński kommt morgen nach Berlin. Im Vorfeld des Besuches sind offenbar die deutsche und die polnische Seite bemüht, die Spannungen zwischen beiden Ländern zu überbrücken. Kaczyński sagte in einem Interview mit „Berlin direkt“ (ZDF), Polen und Deutschland müssten die EU gemeinsam stärken. Auch Kanzelerin Angela Merkel fand schlichtende Worte. Sie wolle, teilte sie in ihrer wöchentlichen Videobotschaft mit (www.bundeskanzlerin.de), „ein freundschaftliches und partnerschaftliches Verhältnis zum Nachbarn im Osten. Wir haben gemeinsam die Chance, vieles gemeinsam für Europa zu bewegen.“ „Jarosław Kaczyński kommt nach Berlin“ weiterlesen

Interview mit Udo Pastörs, NPD-Fraktionschef in MV

Einige Auszüge aus einen Interview der polnischen Tageszeitung Gazeta Wyborcza (24. Oktober 2006) mit Udo Pastörs, 54 Jahre alt, „Juwelier, blaue Augen, blau gestreiftes weißes Hemd, manikürte Fingernägel, sauber ausrasierter Nacken, schlank, sportlich“ – und seit September dieses Jahres NPD-Fraktionschef im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern: „Interview mit Udo Pastörs, NPD-Fraktionschef in MV“ weiterlesen

„Lieben sollt ihr mich, ihr Kanaillen, lieben!“

Gedenktafel für Hans Hermann von Katte
Ein Gedenkstein erinnert daran, dass am 6. November 1730 Hans Hermann von Katte vor den Augen seines Freundes und Kronprinzen Friedrich in der Festung Küstrin enthauptet worden ist. Foto: Frank Hilbert

Heute in Christian Graf von Krockow „Friedrich der Große“ gelesen:

„Daher kümmerte sich der König (Friedrich Wilhelm I.) persönlich um alles und jedes, von den Laternenanzündern bis zum Hebammenwesen. Niemand dürfte müßig sein (…). Wo der fürsorgliche Landesvater auf Müßiggänger traf, schlug er mit seinem Stock auf sie ein. (…) Die Leute versteckten sich, wenn sie ihn erblickten. Als er einmal – mühsam, in seiner gichtgeplagten Korpulenz – einen jüdischen Händler einholte, stellte er ihn zur Rede: Warum er davonlaufe?  ´Weil ich mich fercht`, sagte der Mann der Wahrheit gemäß.  ´Lieben sollt ihr mich, ihr Kanaillen, lieben!`, schrie der König, mit einem Hagel von Hieben.“ ;-)

Kronprinz Friedrich, der spätere preußische König Friedrich II. , hielt es die Gängeleien nicht mehr aus und plante die Flucht vor seinem despotischen Vater. Die Fluchtpläne schlugen fehl und Wilhelm sperrte seinen Sohn in der Festung Küstrin ein. Friedrichs Fluchthelfer und Freund Hermann von Katte ließ Wilhelm vor den Augen seines Sohnes köpfen. (fh)

Zu Besuch im jüdischen Gebetshaus in Lublin

Jüdisches Gebetshaus in Lublin
Das einzige von 140 jüdischen Gebetshäusern in Lublin, das den Zweiten Weltkrieg überstanden hat, steht in der ul. Lubartowska 10. Foto: Frank Hilbert

Ich klingle an der schweren Tür in der Tordurchfahrt der Lubartowska Straße 8 in Lublin. Nach einer Weile bittet meinen Mann und mich eine ältere, quirlige Frau freundlich herein. Wir folgen ihr und steigen die steile, knarrende Holztreppe des jüdischen Gebetshauses hinauf. „Zu Besuch im jüdischen Gebetshaus in Lublin“ weiterlesen