Anna Jantar in memoriam

Natalia Kukulska
Natalia Kukulska vor einem Foto ihrer Mutter Anna Jantar. Foto: Przemek Bednarczyk (www.bedur.com)

Am 14. März 1980 kam die  beliebte polnische Schlagersängerin Anna Jantar auf dem Rückflug vor New York kurz vor der Landung am  Warschauer Flughafen beim Flugzeugabsturz ums Leben. Bei der Katastrophe starben alle 77 Passagiere und 10 Besatzungsmitglieder.

Anna Kukulska singt das wohl bekannteste Lied ihrer Mutter: „Tyle słońca w całym mieście“

AmbaSSada – neueste Komödie von Juliusz Machulski

Film Ambassada
Film Ambassada

August 2013: Ein junges Paar kommt nach Warschau, um auf die Wohnung des Onkels (und dessen Katze) aufzupassen. Sie erfahren, dass die Luxusresidenz, in der sich die Wohnung des Onkels befindet, eine Bombenlücke füllt, die die zu Beginn des Zweiten Weltkriegs zerstörte deutsche Botschaft hinterlasssen hat. Schon bald beginnt für die Beiden eine wundersame und abenteuerliche Zeitreise – mit dem Fahrstuhl – in das Jahr 1939. Sie lernen Ribbentrop und Hitler kennen und… ändern ungewollt den Lauf der Geschichte.
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Jazz der Extraklasse unter masurischen Dächern

Ein paar Mal in den Sommermonaten verwandelt sich die Pension “die Alte Schule” in Czerwonki bei Mrągowo (Sensburg, in Masuren), die  von dem ehemaligen Schlagzeuger der bekannten Warschauer Gold Washboard Jazz Company Waldemar Duszyński und seiner Frau Beata betrieben wird, in einem Jazzclub. So auch gestern: Der berühmte Jazzpianist Andrzej Jagodziński gab vor etwa 60 Zuhörern ein Konzert der Extraklasse. Wie es sich für eine echte Jam-Session gehört, gab es jede Menge Blues, aber nicht nur. Meisterhaft interpretierte Jagodziński auch Stücke von Chopin, den Beatles und Krzysztof Komeda (der die Musik zu mehreren Filme von Roman Polanski komponiert hatte). Das begeisterte Publikum entließ den Künstler nicht ohne drei Zugaben.  (Frank Hilbert)

Nigel Kennedy: „Welcome you fucking audience“

Konzertplakat Nigel Kennedy in Breslau
Konzertplakat Nigel Kennedy in Breslau

Der britische Geigenvirtuose und Yehudi-Menuhin-Meisterschüler Nigel Kennedy beeindruckte an diesem Abend in Hamburg nicht nur durch sein Spiel: den genialen Wechsel zwischen Klassik, Jazz und Pop. Im Gedächtnis des gediegenen Publikums wird vermutlich hauptsächlich sein gebeugter Rücken haften bleiben, den er fast vier Stunden lang der „fucking audience“ (O-Ton Kennedy) zudrehte. „Nigel Kennedy: „Welcome you fucking audience““ weiterlesen

Asasello Quartett in Polen

Am 22. April startet das Asasello Quartett eine Konzertreise nach Polen. Beim jungen ambitionierten Gorczycki Festival, in deutschen Musikkreisen noch nicht allzu bekannt, werden die Musiker ihr Projekt
4 PAYSAGES – 4 LANDSCHAFTEN präsentieren.

Das von der Kunststiftung NRW geförderte Projekt geht mit der Polenreise in seine zweite Runde. Eine genaue Beschreibung der Idee und die Konzerttermine in Polen finden Sie in den angehängten Textseiten. „Asasello Quartett in Polen“ weiterlesen

Madonnä Himmelfahrt

Am 15. August, dem Hochfest Mariä Himmerlfahrt, will Madonna ein Konzert in Warschau geben. Die Konzertveranstalter werben mit dem Slogan „Es ist kein Platz für zwei Königinnen in diesem Land”. Ein Schlag ins Gesicht für polnische Katholiken, die die Muttergottes als „Königin Polens“ verehren. Es hagelte Proteste von Menschen, die sich in ihren religiösen Gefühlen verletzt fühlen. Aufrufe zum Boykott des Konzerts und Gebetsaktionen gegen die „satanische Provokation“ wurden gestartet. „Madonnä Himmelfahrt“ weiterlesen

Blütenpracht mit Gesangseinlage

Gestern Abend sind Frank und ich der Einladung einer Freundin gefolgt und besuchten eine Handarbeitsausstellung des Freundeskreises Ostpreußen e. V. Kiel. Klingt nicht gerade spannend, aber gelockt haben uns weniger die (zugegeben liebevoll hergestellten) Spitzendeckchen und bestickten Topflappen, als vielmehr die angekündigte Gesangsdarbietung von Marta Slogsnat.  Marta, die ausgebildete Mezzosopranistin ist, glänzte mit ihrer geschmeidigen Stimme und einem umfangreichen Repertoire romantischer Lieder von Schubert bis Brahms.

Ein gelungenes, anspruchsvolles Konzert, jedoch getrübt durch die Tatsache, dass nur wenige und vor allem kaum junge Menschen gekommen waren und die Veranstaltung daher zu einem Ständchen in einem „Seniorenheim“ verkam. Vielleicht sollte der Verein in Zukunft für Veranstaltungen dieser Art mehr Werbung machen, denn auch wir, obwohl wir fast um die Ecke wohnen, ohne den wertvollen Tipp unserer Freundin von dem Konzert keine Notiz genommen hätten. Schmunzeln mussten wir über das Geschenk, das der Künstlerin nach dem Konzert (wohl als eine Art Gage) überreicht wurde: ein Glas Honig aus „Ostpreußen“ (!). Na, da werden meine Freunde in Olsztyn nicht schlecht staunen, wenn sie erfahren, dass sie 60 Jahre nach Kriegsende immer noch in Ostpreußen leben. (bw)