Die Hölle der Frauen – katholische Kirche in Polen

Die katholische Kirche hatte schon immer ein Problem mit den Frauen. Jahrhunderte lang schrieb die selbsternannte männliche Domäne ihnen vor, wie sie zu leben und was zu denken haben und wie sie von ihrem Unterleib „Gebrauch“ machen dürfen. Selbst die von der Verfassung garantierte Trennung von Religion und Staat und die hart erkämpfte gesetzliche Verankerung der Gleichberechtigung von Mann und Frau konnten nicht am regressiven Beton unter den Ornaten und dessen starken Einfluss auf die Gesellschaft rütteln.

„Die Hölle der Frauen – katholische Kirche in Polen“ weiterlesen

Karlspreis 2010 für Donald Tusk

Der Aachener Karlspreis geht in diesem Jahr an den polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk. Mit der Auszeichnung wird Tusks beispielhafte Biografie, sein Engagement für ein demokratisches und weltoffenes Polen und seine Verdienste um die Verständigung und Zusammenarbeit Polens mit seinen europäischen Partnern gewürdigt.

Donald Tusk
Donald Tusk. European People’s Party, EPP Helsinki Congress in Finland, 7-8 November 2018 (31908957628) (cropped), CC BY 2.0

Als ehemaliges Mitglied der Solidarność-Bewegung habe der 52-Jährige den Grundstein für die Wiedervereinigung Europas gelegt, heißt es in der Begründung des Preiskomittees. Die Verleihung findet am 13. Mai in Aachen statt. (bw)

Knabbernde Schlampe

Speisekarte mit dem Menü Knabbernde Schlampe
Speisekarte mit dem Menü Knabbernde Schlampe

Diese niedliche Übersetzung für „knusprig gebratene Flunder“ wurde von einem Freund in der Speisekarte eines Fischrestaurants an der polnischen Ostsee gefunden. Offensichtlich griff der Autor zum Wörterbuch, ohne auf den Kontext zu achten. Das Wort „flądra“ hat im Polnischen nämlich zwei Bedeutungen: 1.) Flunder (Fisch) und 2.) … Schlampe (ungepflegte Frau). (bw)

Madonnä Himmelfahrt – „Kein Platz für zwei Königinnen“

Am 15. August, dem Hochfest Mariä Himmerlfahrt, will Madonna ein Konzert in Warschau geben. Die Konzertveranstalter werben mit dem Slogan „Es ist kein Platz für zwei Königinnen in diesem Land”. Ein Schlag ins Gesicht für polnische Katholiken, die die Muttergottes als „Königin Polens“ verehren. Es hagelte Proteste von Menschen, die sich in ihren religiösen Gefühlen verletzt fühlen. Aufrufe zum Boykott des Konzerts und Gebetsaktionen gegen die „satanische Provokation“ wurden gestartet. Was soll man von der ganzen Sache halten?

„Madonnä Himmelfahrt – „Kein Platz für zwei Königinnen““ weiterlesen

Baubeginn im Rospuda-Tal

Die Bauarbeiten an der Autobahn bei Augustow haben heute begonnen. Jedoch nicht am umstrittenen Streckenabschnitt im Naturschutzgebiet. Um die einzigartige Pflanzen- und Tierwelt im Rospuda-Tal zu schuetzen, hatte die Europaeische Union mit gerichtlichen Schritten gegen den Baubeginn gedroht.
In Warschau protestierte heute eine Delegation der Einwohner von Augustow vor dem Greenpeace-Buero für den Bau der Autobahn, die den Verkehr in ihrer Stadt deutlich entlasten soll. (bw)

Urlaub 29. Juli: Wanderung durch Langfuhr und Jäschkental

Weder Ausländer noch im  Ausland lebende Inländer haben es in diesem Land einfach. Die Fahrkarten des innerstädtischen Öffentlichen Verkehrs gelten leider nicht für die Schnellbahn, die zwischen Gdansk (dts. Danzig), Gdynia (dts. Gdingen) und Sopot (dts. Zoppot) verkehrt und mit der wir Wrzeszcz (Langfuhr) erreichen wollen. Nach langer Lauferei erklärt man uns, dass wir zum SKM-Schalter in der Unterführung des Danziger Hauptbahnhofs müssen. Die Fahrkarten werden auch nicht im Zug, sondern an den eigens dafür aufgestellten gelben Automaten am Bahnhof entwertet.

„Urlaub 29. Juli: Wanderung durch Langfuhr und Jäschkental“ weiterlesen

Rolling Stones in Warschau

Heute Abend findet in Warschau ein Konzert der Rolling Stones statt. Die Band ist seit zwei Jahren auf Tournee und hat bereits rund 430 Millionen Dollar eingespielt. Das Konzert in Warschau sollte urspruenglich wegen der dreitaegigen Nationaltrauer abgesagt werden. (Am letzten Sonntag war ein Bus mit polnischen Pilgern bei Grenoble in Frankreich schwer verunglueckt. Bei dem Unfall sind 27 Personen umgekommen.) Da die Rolling Stones am Sonntag in St. Petersburg auftreten sollen, entschlossen sich die Organisatoren das Konzert nicht abzusagen. Ein Teil des eingenommenen Geldes soll den Opfern des Busungluecks und deren Familien zugute kommen. (bw)