Dokumentationszentrum: Steinbach will mitreden

Erika Steinbach, Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV) und ehemalige Nicht-Vertriebene gießt erneut Öl ins Feuer der deutsch-polnischen Beziehungen. Sie möchte unbedingt in den Stiftungsrat des geplanten Berliner Dokumentationszentrums „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ einberufen werden. Die Nominierung Steinbachs durch den BdV erzürnte die polnischen Gemüter. Der Deutschland-Beauftragte der polnischen Regierung und in Polen als Widerstandskämpfer im Zweiten Weltkrieg und Mitbegründer einer Organisation, die Juden aus dem Warschauer Ghetto rettete, hoch verehrte Prof. Władysław Bartoszewski bezeichnete die Bemühungen Steinbachs um einen Sitz im Stiftungsrat des geplanten Berliner Dokumentationszentrums als „Unanständigkeit“ und einen Beweis dafür, dass die polnische Regierung sich in ihrer Versöhnungspolitik geirrt habe.

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Polen, da fahr`ich hin – 10 gute Gründe

Cover des Buches Polen, da fahr' ich hin
Cover des Buches Polen, da fahr‘ ich hin

Polen, da fahr` ich hin
10 gute Gründe

Von Thekla Lange, Weronika Priesmeyer-Tkocz, Eckart D. Startenschulte
Hrsg. vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk, erschienen 2008 beim NDW-Verlag

Zunächst war ich ein wenig skeptisch, als ich den Band „Polen, da fahr` ich hin. 10 gute Gründe“ zum ersten Mal in den Händen hielt. Ich hatte mich schon auf die nicht gerade aufregende Lektüre eines dieser traditionellen Reiseführer eingestellt – mit einer eher eintönigen Einleitung über Wetter, Land und Leute, mit alphabetisch aneinander gereihten Sehenswürdigkeiten eingebettet in einen Wust kunsthistorischer Informationsfetzen. Wie üblich in solchen Fällen bereitete mir vorab besonders eine Frage arges Kopfzerbrechen: Wie schreibe ich eine möglichst objektive und den Bemühungen des Autors gerechte Kritik, ohne dass die Buchbesprechung (womöglich noch aufgrund meiner Voreingenommenheit) in einem Verriss mündet?

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„Alles aus einer Hand“ bei Firmengründung in Polen

Serviceorientierung durch unternehmensfreundlichen Bürokratieabbau: Mit Wirkung vom 31. März 2009 wird in Polen der „one-stop-shop“ eingeführt. Das bedeutet, dass ab dem 31. März sämtliche Formalitäten zur Gründung eines Unternehmens in Polen an einer Stelle erledigt werden können.

Die für eine Firmengründung notwendigen Dokumente werden bei der jeweiligen Gemeindeverwaltung eingereicht. Die Gemeindeverwaltung leitet sie dann an die zuständigen Stellen wie die Sozialversicherung oder das Finanzamt weiter. Ab dem 1. Juli 2011 soll es noch einfacher gehen: Dann wird der künftige Unternehmer nämlich seine Firma über das Internet registrieren können. (bw)