Urlaub Tag 11 / 31. Juli 2008: Mit Tempo 50 nach Sandomierz

Rathaus Sandomierz
Das Rathaus in Sandomierz. Foto: Frank Hilbert

Vor kurzem erzählte mir ein Freund, der EU-Projekte betreut, dass die Lubliner Region zwar strukturschwach und damit wie geschaffen für die Vergabe von EU-Fördergelder sei. Aber dieser Teil Polens gehöre trotzdem zu den Regionen mit der geringsten Förderquote. Förderanträge würden nicht oder nicht richtig gestellt. Das komplizierte Verfahren erfordere eben Profis mit viel Erfahrung beim Durchqueren des Antragsdschungels. Dabei hätten die Straßen in und um Lublin herum den einen oder anderen Euro aus Brüssel für ihre Sanierung dringend nötig. Das zeigte erst heute wieder eine Fahrt mit dem Auto von Lublin nach Sandomierz.

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Urlaub Tag 9 / 29. Juli: Tagesausflug nach Kazimierz Dolny

Kazimierz Dolny an der Weichsel
Marktplatz mit historischen Häusern in Kazimierz Dolny. Foto: Frank Hilbert

An einem malerischen Flecken, eingebettet zwischen sanften, dicht bewaldeten Hügeln und einer schier unendlichen Zahl von Sandbänken und Nebenarmen der Weichsel, liegt das Städtchen Kazimierz Dolny. Mit seiner Renaissance-Architektur und dem azurblauen Himmel zieht es – vor allem im Sommer – nicht nur Scharen von Touristen an, sondern vor allem Maler und Bildhauer. Auch zahlreiche Prominente aus Funk und Fernsehen haben die Schönheit der Stadt für sich entdeckt und besitzen hier Wochenend- bzw. Ferienhäuser.

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Urlaub Tag 5 / 25. Juli: Ausflug nach Nałęczów

Park Nałęczów
Die Parkanlage in Nałęczów. Foto: Frank Hilbert

Stanisław Lem ist die ideale Lektüre, wenn man mit einem Kleinbus von Lublin nach Nałęczów unterwegs ist. Es rüttelt wie beim Start einer Ariane-Rakete, bei jedem Schlagloch wird einem schwarz vor Augen, und die Materie (sprich: Bus und Passagiere) droht auf Nimmerwiedersehen verschluckt zu werden. Die Schutzschilder (in Form einer imaginären Klimaanlage) funktionieren auch nicht: Wir zerfließen förmlich vor Hitze. Nach glücklicher Landung am Zielort japsen wir gerade zu nach irdischer Frischluft.

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Urlaub Tag 4 / 24. Juli 2008: Ausstellung Bruno Schulz in Lublin

Ausstellung Bruno Schulz
An der Fassade der Stadtbücherei in Lublin wirbt ein Plakat für eine Ausstellung mit Bildern von Bruno Schulz. Foto: Frank Hilbert

In der Lubliner Stadtbücherei in der ul.Prezydenta Gabriela Narutowicza 4 läuft gerade eine Ausstellung, die dem polnischen Schriftsteller und Grafiker Bruno Schulz (1892-1942) gewidmet ist.

Zu sehen sind in den unterschiedlichsten Techniken gemalte Bilder von Künstlern, die sich in ihrem Schaffen von den Werken von Bruno Schulz inspirieren lassen haben. Sie heißen Bocianowski, Drzewiński, Jüdt, Łucjan, Michałowski, Ożóg, Sadowski und Szmidel. Barbara bleibt vor den großflächigen Aquarellen eines Künstlers stehen. Mit wenigen Pinselstrichen hat er Licht und Schatten auf das Papier gezaubert. „Die Bilder sind künstlerisch am wertvollsten“, meint sie. (fh)

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Urlaub Tag 3 / 23. Juli: Das Zamoyski-Museum in Kozłówka

Kozłówka
Zamoyski-Museum in Kozłówka. Foto: Frank Hilbert

Ein verspieltes, barockes Schlösschen in Kozłówka inmitten einer großen, gepflegten Parkanlage – ca. 30 km nordöstlich von Lublin gelegen. Bis 1945 im Besitz der Magnatenfamilie Zamoyski. Mit dem Einzug des Kommunismus verstaatlicht und in ein Museum umgewandelt. Seit der Wende 1989/90 versuchen die Zamoyskis (Die Nachfahren der letzten Schlossbewohner leben heute in Kanada.) wieder zunehmend Einfluss auf die Nutzung und Vermarktung des Gutes zu nehmen und prozessieren sich seit Jahren mit dem polnischen Staat um Rückgabe ihres Eigentums.

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Urlaub Tag 2 / 21. Juli 2008 – Höheres Priesterseminar

Höheres Priesterseminar
Das Höhere Priesterseminar in Lublin, das ich natürlich nicht im Juli aufgenommen habe, sondern irgendwann einmal im Winter. Foto: Frank Hilbert

Das Wetter ist heute launisch wie sonst im April – mal Regen, mal Sonnenschein. Ein kurzer Spaziergang durch die Innenstadt. Dabei kommen wir am Höheren Priesterseminar vorbei. Der imposante Komplex, mit dessen Bau Missionare Ende des 17. Jahrhunderts begonnen hatten, ist von einer Mauer umgeben. Der Zutritt ist Besuchern nicht gestattet. Eigentlich. Denn zwischen Weihnachten und Neujahr waren Basia und ich schon einmal in Lublin. Das Eingangstor stand offen und wir schritten hindurch, um ein paar Außenaufnahmen von der Kirche zur Verklärung des Herrn zu machen.

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Urlaub Tag 1 / 20. Juli 2008: Abfahrt in Kiel und Ankunft in Lublin

Der Sommerurlaub beginnt. Diesmal steht ein Familienbesuch in Lublin an. Wir starten in Kiel um 4.45 Uhr mit dem Auto. Der Verkehr ist trotz beginnender Sommerferien dünn. Unsere Route führt von Kiel über Bad-Segeberg (B 404), die A 24 und den Berliner Ring. Die Hauptstadt schläft noch, kaum Autos unterwegs. Um 9 Uhr passieren wir die Grenze bei Frankfurt/Oder. An der Landstraße hinter der Grenze fallen uns Schilder auf, die auf eine historische Sehenswürdigkeit hinweisen: den Ostwall. Der Ostwall, eine Befestigungsanlage aus dem II. Weltkrieg, spielte gegen Ende des Krieges keine strategische Bedeutung, weil die Rote Armee sie einfach umging.

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Afrikanisches Fieber – tollkühne Autofahrt

Im Spiegel von letzter Woche las ich einen spannenden Artikel über den Deutschen Paul Graetz, der vor rund 100 Jahren eine tollkühne Autofahrt von Deutsch-Ostafrika (heute Tansania) nach Deutsch-Südwest-Afrika (heute Namibia) unternommen hatte. Dabei musste ich an den Polen Kazimierz Nowak denken, der in den Jahren 1931 bis 1936 allein den gesamten Schwarzen Kontinent mit dem Fahrrad bereiste.

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