Parlamentswahlen Polen 2007: hohe Wahlbeteiligung im Ausland, zweieinhalb Stunden bis zur Stimmabgabe

Die Wahlbeteiligung der im Ausland lebenden Polen war enorm. Vor dem Wahlbüro im polnischen Konsulat in Köln haben die Wähler geduldig bis zu zweieinhalb Stunden gewartet, um ihre Stimme abzugeben. Schlangen bildeten sich auch vor den polnischen Botschaften in Dublin und London.
In Polen konnte die liberale Bürgerplattform (PO) mit ihrem Spitzenkandidaten Donald Tusk die meisten Wählerstimmen auf sich vereinigen. Auch im Ausland hat die Kaczynski-Partei PiS auf allen Fronten verloren. In Großbritannien haben sogar 77 % der wahlberechtigten polnischen Staatsbürger für Donald Tusk gestimmt. (fh)

14 Uhr: Vorläufiges Wahlergebnis der Parlamentswahlen in Polen nach Auszählung in 99 % der Wahllokale

Die Staatliche Wahlkommission hat am 22. Oktober 2007 um 14.00 Uhr nach Auszählung der Stimmzettel in 99 % der Wahllokale erneut ein vorläufiges Wahlergebnis veröffentlicht. Danach liegt die liberale Bürgerplattform mit ihrem Spitzenkandidaten Donald Tusk mit 41,4 % der Stimmen in Führung, gefolgt von der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) mit 32 %.

Das vorläufige Wahlergebnis:

PO – 41,4 %
PiS – 32 %
LiD – 13,2 %
PSL – 9 %
Samoobrona – 1,5 %
LPR – 1,3 %

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Polnischer Orden für Wilhelm Hosenfeld

Posthum ist Wilhelm Hosenfeld von der polnischen Regierung mit einem der höchsten polnischen Orden, der „Polonia Resituta“, ausgezeichnet worden. Hosenfeld, als deutscher Reserveoffizier im Zweiten Weltkrieg in Warschau stationiert, rettete zahlreichen Polen – unter anderem dem bekannten polnischen Pianisten Władysław Szpilman (siehe Władysław Szpilman „Der Pianist“ und Wilm Hosenfeld „Ich versuche jeden zu retten“) – das Leben. Wilhelm Hosenfeld starb 1952 in russischer Kriegsgefangenschaft.

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Denkmal für die Gewerkschaft „Solidarität“ in Berlin

Auf Initiative des polnischen und des deutschen Parlaments soll vor dem Berliner Reichstag ein Denkmal für die polnische Gewerkschaft Solidarität aufgestellt werden. Die Stelle hat einen symbolischen Charakter, denn entlang des Reichstags verlief einst die Berliner Mauer. Ideengeber ist der Bundestagsvorsitzende Norbert Lammert.

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