Polen feiert 100 Jahre Unabhängigkeit

Józef-Piłsudski-Denkmal
Das Józef-Piłsudski-Denkmal auf dem Litauischen Platz in Lublin. Foto: Barbara Woyno

Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs 1918 erlangte Polen die Unabhängigkeit des Staates nach 123 Jahren der Teilung durch Russland, Preußen und Österreich-Ungarn wieder. Der Polnische Unabhängigkeitstag wird alljährlich am 11. November gefeiert und ist seit 1937 (mit Unterbrechung in Zeiten der Volksrepublik Polen) ein Nationalfeiertag. „Polen feiert 100 Jahre Unabhängigkeit“ weiterlesen

Allerheiligen in Lublin – Kerzenmeer auf Friedhöfen

Kerzenmeer auf einem Friedhof in Lublin
Hunderte Kerzen erleuchten den Friedhof „Na Lipowej“ in Lublin. Foto: Barbara Woyno

Heute ist Allerheiligen, der Tag, an dem Katholiken der Heiligen und ihrer Verstorbenen gedenken. Gläubige besuchen an Allerheiligen die Friedhöfe und schmücken die Gräber ihrer verstorbenen Angehörigen, wie heute in Lublin in Polen. Hunderte Kerzen brachten die Friedhöfe der Stadt zum Leuchten. Es herrschte ein Gedränge wie sonst nur in den Einkaufszentren in der Vorweihnachtszeit. Um ein Verkehrschaos zu verhindern, haben die städtischen Verkehrsbetriebe kostenlose Shuttlebusse zu den Friedhöfen eingesetzt.

„Polenaktion“ 1938 in Kiel – Gedenkveranstaltung anlässlich des 80. Jahrestages

Bahnhofsgebäude in Zbąszyń
Das Bahnhofsgebäude in Zbąszyń. An der Außenwand hängt eine überdimensionale Gedenktafel, die über die Ereignisse 1938 informiert.

Vor 80 Jahren wiesen die Nationalsozialisten Juden mit polnischen Pass aus dem Deutschen Reich aus. Darunter auch 130 Menschen aus Kiel. Eine Gedenkveranstaltung am 28. Oktober im Kieler Rathaus erinnert an dieses Ereignis. „„Polenaktion“ 1938 in Kiel – Gedenkveranstaltung anlässlich des 80. Jahrestages“ weiterlesen

Alliierte Offiziere – eingefangen und hinterrücks erschossen

Gedenktafel für ermordete Offiziere alliierter Luftstreitkräfte
Gedenktafel bei Flintbek, die an die Erschießung von vier Alliierten Offizieren durch die Gestapo erinnert. Foto: Frank Hilbert

Eine kleine weiße Gedenktafel an der Landstraße 318 bei Flintbek erinnert an ein Kriegsverbrechen, das während des Zweiten Weltkrieges (1939-1945) verübt wurde. Die Gestapo erschoss an dieser Stelle am 29. März 1944 vier Offiziere alliierter Luftstreitkräfte, die wenige Tage zuvor aus dem Kriegsgefangenenlager Stalag Luft III in Sagan ausgebrochen waren. „Alliierte Offiziere – eingefangen und hinterrücks erschossen“ weiterlesen

NEVER FORGET. TO VOTE. – A NAZI-FREE EUROPE, FEAT. RAINER HÖSS

„Never Forget. To Vote.“ ist ein Werbespot der schwedischen Sozialdemokraten, in dem Rainer Höss, der Enkel des KZ-Auschwitz-Kommanden Rudolf Höss, die Hauptrolle spielt. Er appelliert an die Zuschauer, nicht die “dunkle Vergangenheit” zu vergessen und bei den Europawahlen im Mai 2014 für die demokratischen Parteien zu stimmen. Weil in den vergangenen Jahren rechtspopulistische Parteien in Europa einen enormen Aufschwung erlebt haben, ist dieser Spot immer noch hochaktuell. „NEVER FORGET. TO VOTE. – A NAZI-FREE EUROPE, FEAT. RAINER HÖSS“ weiterlesen

Weißenhofsiedlung in Stuttgart – Vorbild für Architekturausstellung WuWa in Breslau

Haus von Mies van der Rohe in der Stuttgarter Weißenhofsiedlung
Das Haus von Mies van der Rohe mit 24 Wohnungen. Zusammen mit 29 weiteren Architekten richtete er die Wohnungen ein. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Haus stark beschädigt. Zwischen 1984 und 1986 wurde es saniert. Foto: Frank Hilbert

11 Architekten fanden sich in den 1920-er Jahren in Stuttgart zusammen, um eine Mustersiedlung zu bauen, die neue Wege preiswerten Bauens mit neuen Baumaterialien aufzeigen sollte. Der Öffentlichkeit wurde die „Weißenhofsiedlung“ in Form einer Ausstellung präsentiert. Das Konzept fand Nachahmer. Unter anderem 1929 in Breslau mit der Ausstellung „Wohnung und Werkraum“ (WuWa).

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KZ Leonberg – Häftlinge fertigten Flügel für Düsenjäger Me 262

Alter Engelberttunnel in Leonberg bei Stuttgart
Von den beiden Autobahntunneln der A 81, in denen gegen Ende des Zweiten Weltkrieges die SS im Auftrag der Messerschmidt AG eine Montagehalle für Flugzeugflügel betrieb, ist nur noch eine Tunnelröhre erhalten geblieben. Die zweite wurde nach der Stilllegung der Strecke 1998 zugeschüttet.

Eine flache Talsenke in Leonberg in der Nähe von Stuttgart. Es ist ein kalter, schneeloser Wintertag. An den Hängen leuchten weiße Hausfassaden in der Sonne. Die Bäume sind kahl und die Pfützen gefroren. Kein Straßenlärm ist zu hören. Die Ruhe kehrte hier vor 20 Jahren ein, als die Autobahn 81 über 60 Jahre nach ihrer Einweihung unter die Erde verlegt wurde. Bis 1998 donnerten täglich tausende Pkw und Lastkraftwagen durch die Talsenke. Von der stillgelegten Strecke ist eine zwei Röhren eines Autobahntunnels erhalten geblieben. Sein Name ist Engelbergtunnel.
Schon einmal war der Autoverkehr an dieser Stelle unterbrochen. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges (1939-1945). Zwischen 1944 und 1945 montierten KZ-Häftlinge aus 24 Nationen im Auftrag des „Presswerks Leonberg“ Flügel für den Düsenjäger Me 262 von Messerschmidt. Sie kamen überwiegend aus der damaligen Sowjetunion, Polen, Frankreich und Ungarn.

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Abgeschossen über Warschau 1944

Mir war bekannt, dass die Briten während des Warschauer Aufstandes 1944 (1. August bis 3. Oktober 1944) von Italien aus Bomber nach Warschau (Warszawa) schickten, die über den von den Aufständischen der Heimatarmee kontrollierten Gebieten Waffen, Munition und Medikamente abwarfen. Aber nicht, dass auch südafrikanische Besatzungen in den Flugzeugen saßen. Ein Freund machte mich darauf aufmerksam, indem er  mir einen Link zu einem Interview mit einem südafrikanischen Navigator schickte, der mit seinem B-24 Liberator Bomber im August 1944 über Warschau abgeschossen wurde.  Der Name des Piloten: Bryan Desmond Jones. „Abgeschossen über Warschau 1944“ weiterlesen