Archiv für die Kategorie ‘Vertreibung’

Steinbach doch nicht im Stiftungsrat

Mittwoch, 04. März 2009

Der Bund der Vertriebenen (BdV) zieht die Nominierung Erika Steinbachs für den Stiftungsrat des geplanten Berliner Dokumentationszentrums „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ zurück. Frau Steinbach selbst habe nach Auskunft des Präsidiums des BdV gebeten, sie vorläufig nicht für den Stiftungsrat zu nominieren. Aus Protest jedoch will der BdV keinen anderen Kandidaten benennen. Eine ausführliche Begründung für den vorläufigen Rückzug der Nominierung finden Sie auf der Webseite des BdV unter http://www.bund-der-vertriebenen.de/presse/index.php3?id=829.

Dokumentationszentrum: Steinbach will mitreden

Montag, 23. Februar 2009

Erika Steinbach, Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV) und ehemalige Nicht-Vertriebene gießt erneut Öl ins Feuer der deutsch-polnischen Beziehungen. Sie möchte unbedingt in den Stiftungsrat des geplanten Berliner Dokumentationszentrums „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ einberufen werden. Die Nominierung Steinbachs durch den BdV erzürnte die polnischen Gemüter. Der Deutschland-Beauftragte der polnischen Regierung und in Polen als Widerstandskämpfer im Zweiten Weltkrieg und Mitbegründer einer Organisation, die Juden aus dem Warschauer Ghetto rettete, hoch verehrte Prof. Władysław Bartoszewski bezeichnete die Bemühungen Steinbachs um einen Sitz im Stiftungsrat des geplanten Berliner Dokumentationszentrums als „Unanständigkeit“ und einen Beweis dafür, dass die polnische Regierung sich in ihrer Versöhnungspolitik geirrt habe.

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Neurotische Teletubbies

Freitag, 28. März 2008

In einer fünfminütigen Fernsehansprache malte Staatspräsident Lech Kaczynski ein Katastrophenszenario an die Wand: Entschädigungsansprüche deutscher Vertriebener und Sittenverfall durch die Legalisierung homosexueller Ehen hingen wie das Damoklesschwert über Polen, falls die polnische Regierung den EU-Reformvertrag unterzeichne. Effektvoll untermalt wurde Kaczynskis TV-Auftritt durch die wohldosierte Einblendung altbewährter Abschreckungsbilder: Fotos der Bundeskanzlerin Angela Merkel, der Präsidentin des Bundes der Vertriebenen Erika Steinbach, eines frisch vermählten Schwulenpärchens sowie einer in Trauerflor gehaltenen Deutschlandkarte von 1939.

Die homo- und germanophobe Strategie des polnischen Staatsoberhaupts scheint jedoch nicht aufzugehen. Eine vor einer Woche durchgeführte Umfrage ergab, dass 75 Prozent der Polen die Ratifizierung des Vertrags wünschen. Trotz primitiven Populismus einer Regierung, die die Kinderserie “Teletubbies” durch psychologische Berater analysieren ließ (da einige Regierungsmitglieder hinter dem Handtäschchen von Tinky Winky homosexuelle Propaganda witterten) und klassische Literatur aus den Lehrplänen entfernen wollte, weil Züchtigungsszenen auf den nackten Hintern oder “des Kaisers neue Kleider” bei Kindern schwule Assoziationen hervorrufen könnten. (bw)

Offener Brief an Erika Steinbach von Pater Emilio Szopinski

Donnerstag, 08. Februar 2007

Hier, wie bereits angekündigt, der Inhalt des Offenen Briefes von P. Emilio Szopinski an Erika Steinbach und die Preußische Treuhand. Die Übersetzung aus dem Polnischen ins Deutsche stammt von P. Emilio Szopinski selbst. (weiterlesen…)

Im Briefkasten: Ein Offener Brief an Erika Steinbach

Sonntag, 21. Januar 2007

Italienische BriefmarkeGestern fällt mir beim Öffnen des Briefkastens ein Umschlag entgegen. In der oberen rechten Ecke klebt – ein wenig schief – eine Briefmarke mit der Aufschrift “citta del vaticano”. Der Umschlag muss einige DIN-A4-Seiten enthalten, so dick ist er. Meine Adresse ist mit einem Drucker geschrieben. Aber wer schreibt mir aus Rom? Die Überraschung ist groß. Der Umschlag enthält einen offenen Brief an Erika Steinbach, die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen. (weiterlesen…)

Preußische Treuhand verklagt Polen auf Entschädigung

Mittwoch, 20. Dezember 2006

Die Vertriebenen-Organisation Preußische Treuhand hat Polen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg auf Entschädigung verklagt. Das Ziel der Preußischen Treuhand, die bereits im Jahr 2000 gegründet wurde, ist es, Eigemtumsansprüche in den ehemaligen deutschen Ostgebieten durchzusetzen. (weiterlesen…)