Jahrbuch 2010 des Deutschen Polen-Instituts Darmstadt erschienen
Montag, 19. April 2010Deutsches Polen-Institut (Hrsg.)
Polen ist ein Land in Bewegung. Außenpolitisch hat es seine wichtigsten Ziele, die EU und die NATO-Mitgliedschaft, erreicht, wirtschaftlich befindet es sich in einer Aufholjagd – selbst die globale Finanzkrise wirkt sich nur moderat auf seine ökonomische Verfassung aus. Die Weichenstellung für diese erfolgreiche Entwicklung – der freie Kapital-, Waren- und Dienstleistungsverkehr mit Ländern der Europäischen Union – erfolgte bereits lange vor dem EU-Beitritt. Eine spürbare Änderung für die Menschen sollte der 1. Mai 2004 aber doch mit sich bringen: Freizügigkeit für Polens Arbeitnehmer, die zum ersten Mal in der Nachkriegszeit die Möglichkeit hatten, legal in »westlichen« Ländern nach Arbeit zu suchen. Allerdings öffneten zunächst nur drei Länder – Großbritannien, Irland und Schweden – die eigenen Arbeitsmärkte für Polen, andere Alt-EU-Staaten folgten. Als letzte werden Deutschland und Österreich die Arbeitsmarktbeschränkungen vollständig abbauen. (weiterlesen…)



In seinem Buch »Viva Polonia« erzählt der aus Wuppertal stammende Kabarettist von seinen Erfahrungen als Deutscher in Polen. Er beschreibt skurrile Alltagssituationen, entlarvt Vorurteile auf beiden Seiten und geht Klischées auf den Grund. Mit diesem anderen Ansatz der »Völkerverständigung« zeigt Möller, dass unser östlicher Nachbar ziemlich liebenswert ist. Dieses Buch oft komisch, gelegentlich verblüffend, aber immer erhellend, klug und unterhaltsam. 
Angesichts der Diskussion zwischen Polen und Deutschen um den Bau eines “Zentrums gegen Vertreibung” in Berlin kam vor zwei Jahren das Buch von Thomas Urban „Der Verlust – Die Vertreibung der Deutschen und Polen im 20. Jahrhundert“ gerade zur richtigen Zeit in die Buchläden. 