Archiv für August 2009

Rassismus-Vorwurf gegen Microsoft

Donnerstag, 27. August 2009
Lokalisierung auf Microsoft

Lokalisierung auf Microsoft

In arge Erklärungsnot ist der amerikanische Softwareproduzent Microsoft geraten, nachdem bekannt wurde, dass in einer Werbung auf der Webseite des Unternehmens in Polen das Gesicht eines Schwarzen gegen das eines Weißen ausgetauscht wurde. Auf dem Foto, das auf der amerikanischen Internetseite von Microsoft zu sehen ist, ist ein Schwarzer abgebildet. Tja, eine zu gut gemeinte Lokalisierung kann mächtig in die Hose gehen… (bw)

Madonnä Himmelfahrt

Donnerstag, 13. August 2009

Am 15. August, dem Hochfest Mariä Himmerlfahrt, will Madonna ein Konzert in Warschau geben. Die Konzertveranstalter werben mit dem Slogan „Es ist kein Platz für zwei Königinnen in diesem Land”. Ein Schlag ins Gesicht für polnische Katholiken, die die Muttergottes als „Königin Polens“ verehren. Es hagelte Proteste von Menschen, die sich in ihren religiösen Gefühlen verletzt fühlen. Aufrufe zum Boykott des Konzerts und Gebetsaktionen gegen die „satanische Provokation“ wurden gestartet.

Was soll man von der ganzen Sache halten? Als frei denkender Mensch tendiert man zu der Meinung: Wozu die ganze Aufregung – jedem Tierchen sein Pläsierchen. Lasst die alternde Diva doch in ihrem Glauben, eine Dea zu sein. Wer will, geht hin zu der Kreuzigungsshow, wer nicht, der betet halt seinen Rosenkranz. Pietätlosigkeit hin oder her. Schade nur nur, dass die Provokation, außer dass sie dem Kommerz dient, keinen tieferen Sinn zu haben scheint. (bw)

Und täglich grüßt die Praktikantin

Mittwoch, 12. August 2009

Mit Werbeprogrammen auf viel besuchten Webseiten lässt sich mittlerweile gutes Geld verdienen. Daher sind auch Online-Inhalte eine heiß begehrte und lukrative Ware. Vor allem, wenn es nicht die eigenen Texte sind, wie manche schlitzohrigen Betreiber einiger, oft kommerzieller Webseiten meinen. Ist auch eine mühselige Sache, so einen Text selbst zu verfassen. Man muss häufig lange recherchieren, hin und wieder eine längere Reise unternehmen, jede Menge andere Texte lesen (Der bekannte polnische Reporter Ryszard Kapuściński hat mal gesagt, um drei gute Sätze schreiben zu können, müsse man zuvor drei Bücher gelesen haben.), sich Notizen machen, manchmal tagelang konzipieren und die Gedanken schließlich in einem möglichst lesbaren Stil niederschreiben.

Das kostet Zeit – und Geld. Wozu aber die Mühe machen, wenn es doch mit ein paar Klicks viel schneller geht. Per Copy & Paste lässt sich in Sekundenschnelle jede Information von jeder beliebigen Internetseite in die eigene kopieren. Unrechtsbewusstsein? Fehlanzeige. Auf die Finger geklatscht, reagieren die Content-Diebe überrascht bis hin zu entrüstet oder gar aggressiv. „Urheberrechte? Nie gehört! Ist ja eh alles Allgemeinwissen und geistiges Allgemeingut. Wir stehen doch alle für dieselbe Sache ein, oder? Wie kann man nur so egoistisch sein! Von Ihrer Webseite haben wir noch nie etwas gehört, der Text kann gar nicht von Ihnen sein. Er ist bestimmt nur die Kopie einer Kopie, und dafür können wir nichts. Der von Ihnen beanstandete Text ist gar nicht im Internet abrufbar, er ist nur auf unserem Server gespeichert. Sind Sie da etwa eingebrochen?!“ (!)

Wenn alle Stricke reißen und Scheinargumente nicht weiterhelfen, muss der Tarnschild Praktikantin herhalten: Die Arme habe es sich mit den Formulieren möglicherweise etwas leicht gemacht…

Nun, an alle Hasen der Internet-Community: So verlockend das Möhrchen auch sein mag, möchte ich ausdrücklich davor warnen, meine Webseite für irgendwelche Zwecke auszuschlachten. Mittlerweile bin ich sehr findig (und erfolgreich) im Aufspüren von Plagiaten meiner Werke im Netz geworden. Und habe keine Scheu, auf Hasenjagd zu gehen! (bw)