Archiv für März 2009

One flew over the cuckoo`s nest

Dienstag, 31. März 2009

Totalausfall. Seit dem Wochenende bis heute Nachmittag war mein Telefon tot. Geschlagene 10 Mal habe ich den Kundenservice (?) der Telekom angepinnt, unzählige Male bin ich an geheime höhere Levels weiter geleitet worden – nicht immer mit Erfolg („Unsere Abfrageplätze sind derzeit alle belegt. Bitte versuchen Sie es später wieder.“), aber dafür gelegentlich mit aufmunterdem Zuspruch der Callscenter-Mitarbeiter („Glauben Sie, wir wollen Sie verarschen?!“). In solchen Augenblicken werden Assoziationen wach:

Tingle, Tangle, Tangle Toes
She’s a good fisherman
Catches hens puts ‘em inna pens
Wire blier, limber lock
Three geese inna flock
One flew east, one flew west
One flew over the cuckoo’s nest
O – U – T spells out
Goose swoops down and plucks you out.

Gerade hat mich eine freundliche Dame von der Telekom angerufen und um eine Bewertung des Beratungsgesprächs gebeten. Ratlosigkeit am anderen Ende der Leitung nach meiner Gegenfrage, welches von den ca. 20 Gesprächen, die ich in den letzten drei Tagen mit der Telekom geführt habe, sie bewertet haben möchte. Vorsorglich wurde nicht weiter nachgehackt und mir trotz allem noch ein schöner Abend gewünscht. (bw)

Rettung für Rospuda

Dienstag, 24. März 2009

Die umstrittene Umgehungsstraße von Augustów, Teilstrecke der Autobahn “Via Baltica”, wird nun endgültig nicht die Naturlandschaft Rospuda-Tal zerschneiden. Die polnischen Innenminister Minister Grzegorz Schetyna und Cezary Grabarczyk, Minister für Infrastruktur, wollen noch heute eine alternative Route vorstellen. Diese soll dicht am Ort Raczki einige Kilometer westlich an den geschützten Sümpfen vorbei führen. Damit würden auch die nun 23 Jahre andauernden Kämpfe der Naturschützer für den Erhalt der in Europa einmaligen Biosphäre einen glücklichen Ausgang finden. Eine Karte mit dem eingezeichneten geplanten Verlauf der Straße finden Sie hier:
http://wyborcza.pl/1,83128,6417107,Rospuda_ocalona.html.

Blütenpracht mit Gesangseinlage

Samstag, 14. März 2009

Gestern Abend sind Frank und ich der Einladung einer Freundin gefolgt und besuchten eine Handarbeitsausstellung des Freundeskreises Ostpreußen e. V. Kiel. Klingt nicht gerade spannend, aber gelockt haben uns weniger die (zugegeben liebevoll hergestellten) Spitzendeckchen und bestickten Topflappen, als vielmehr die angekündigte Gesangsdarbietung von Marta Slogsnat.  Marta, die ausgebildete Mezzosopranistin ist, glänzte mit ihrer geschmeidigen Stimme und einem umfangreichen Repertoire romantischer Lieder von Schubert bis Brahms. Ein gelungenes, anspruchsvolles Konzert, jedoch getrübt durch die Tatsache, dass nur wenige und vor allem kaum junge Menschen gekommen waren und die Veranstaltung daher zu einem Ständchen in einem “Seniorenheim” verkam. Vielleicht sollte der Verein in Zukunft für Veranstaltungen dieser Art mehr Werbung machen, denn auch wir, obwohl wir fast um die Ecke wohnen, ohne den wertvollen Tipp unserer Freundin von dem Konzert keine Notiz genommen hätten. Schmunzeln mussten wir über das Geschenk, das der Künstlerin nach dem Konzert (wohl als eine Art Gage) überreicht wurde: ein Glas Honig aus “Ostpreußen” (!). Na, da werden meine Freunde in Olsztyn nicht schlecht staunen, wenn sie erfahren, dass sie 60 Jahre nach Kriegsende immer noch in Ostpreußen leben. (bw)

Steinbach doch nicht im Stiftungsrat

Mittwoch, 04. März 2009

Der Bund der Vertriebenen (BdV) zieht die Nominierung Erika Steinbachs für den Stiftungsrat des geplanten Berliner Dokumentationszentrums „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ zurück. Frau Steinbach selbst habe nach Auskunft des Präsidiums des BdV gebeten, sie vorläufig nicht für den Stiftungsrat zu nominieren. Aus Protest jedoch will der BdV keinen anderen Kandidaten benennen. Eine ausführliche Begründung für den vorläufigen Rückzug der Nominierung finden Sie auf der Webseite des BdV unter http://www.bund-der-vertriebenen.de/presse/index.php3?id=829.