Archiv für Januar 2008

"Katyń" von Andrzej Wajda für den Oscar nominiert

Montag, 28. Januar 2008

Screenshot der Website über den Film Katyn von Andrzej WajdaDas Kriegsdrama “Katyń” von Andrzej Wajda ist von der Filmakademie in Hollywood in der Kategorie “Bester fremdsprachiger Film” für den Oscar nominiert worden. “Katyń” erzählt von dem Massaker des sowjetischen Geheimdienstes NKWD an polnischen Offizieren im Frühjahr 1940. Dabei wurden 20.000 Menschen – die meisten von ihnen durch einen Genickschuss - getötet. Unter den Opfern war auch der Vater des Regisseurs.
Die offizielle Seite zum Film mit umfangreichen Hintergrund- informationen (auch in englischer Sprache) und zahlreichen Trailern finden Sie unter www.katyn.netino.pl .

20 Tote bei einem Flugzeugunglück in Polen

Donnerstag, 24. Januar 2008

MIG 29 (NATO-Codename Fulcrum) in einer Reperaturwerft der BundeswehrGestern Abend stürzte beim Anflug auf den Flugplatz Mirosławiec im Nordwesten Polens eine Militärmaschine ab und ging in einem Wald in Flammen auf. An Bord des Flugzeugs waren hochrangige polnische Offiziere, die von einer Konferenz über Flugsicherheit zurückkehrten. Alle 20 Passagiere kamen bei dem Absturz ums Leben. Die Ursachen der Tragödie sind noch nicht bekannt. Die polnische Regierung hat eine dreitägige Staatstrauer angekündigt. (Foto: Frank Hilbert, MIG 29 in der Reperaturwerft der Luftwaffe auf dem Flughafen Rostock-Laage. Nach Indienststellung des Kampfflugzeuges “Eurofighter” wurden die Maschinen aus sowjetischer Produktion an Polen verkauft.)

"Viva Polonia - Als deutscher Gastarbeiter in Polen" von Steffen Möller

Sonntag, 20. Januar 2008

Cover des Buches Viva Polonia von Steffen MoellerIn seinem Buch »Viva Polonia« erzählt der aus Wuppertal stammende Kabarettist von seinen Erfahrungen als Deutscher in Polen. Er beschreibt skurrile Alltagssituationen, entlarvt Vorurteile auf beiden Seiten und geht Klischées auf den Grund. Mit diesem anderen Ansatz der »Völkerverständigung« zeigt Möller, dass unser östlicher Nachbar ziemlich liebenswert ist. Dieses Buch oft komisch, gelegentlich verblüffend, aber immer erhellend, klug und unterhaltsam. (more…)

"Angst" im Visier der Staatsanwaltschaft

Dienstag, 15. Januar 2008

Wieder einmal sorgt der in den USA lebende Soziologieprofessor und Publizist Jan Tomasz Gross in seinem Geburtsland Polen für einen Eklat: Sein neues Buch „Fear: Anti-Semitism in Poland After Auschwitz” (dt. Titel „Die Angst. Antisemitismus in Polen nach dem Krieg“) schockiert mit der Schilderung von antijüdischen Ausschreitungen in Polen in den Jahren 1945-46. Eine der zentralen Thesen des Autors ist die vermeintlich breite Zustimmung in der polnischen Gesellschaft für antisemitische Pogrome zu jener Zeit. Den Hauptgrund dafür sieht Gross in der Aneignung des Eigentums der Holocaust-Opfer durch ihre polnischen Mitbürger und deren Angst vor der Rückkehr der rechtmäßigen Besitzer. (more…)