Blick von der Schneekoppe

Die Sudeten laden zum Wandern und Skifahren ein.

Dom von Frauenburg

Wirkungsstätte des Astronomen Nikolaus Kopernikus.

Blick auf die Altstadt von Lublin

Die Stadt im Osten Polens strahlt italienisches Flair aus.



Markplatz von Zamosc
Armenische Häuser auf dem Markt Fotos: Muzeum Zamojskie Architekten werden noch heute Bernardo Morando beneiden. Der venezianische Architekt bekam Ende des 16. Jahrhunderts vom damaligen Großkanzler Jan Zamoyski den Auftrag zum Bau von Zamo¶æ. Rücksicht auf alte Bausubstanz brauchte er nicht nehmen. Die Stadt sollte förmlich auf freiem Feld errichtet werden. So schuf Morando die "ideale Stadt", der er seinen (italienischen) Renaissance-Stil verlieh. Die Arbeiten begannen 1581 und dauerten zehn Jahre.

Rynek Wielki

Das Zentrum der Stadt bildet der 100 m breite und 100 m lange Rynek Wielki (Großmarkt). Laubenhäuser mit kunstvoll ausgestatteten Fassaden rahmen den Marktplatz ein. Blickfang ist das Rathaus mit seinem 50 Meter hohen Uhrenturm und einer schwungvollen Freitreppe. Die Pläne für das Rathaus stammten von Bernado Morando. Das ursprünglich niedrigere Gebäude wurde um 1640 im manieristischen Stil (Spätrenaissance) umgebaut, und im 18. Jahrhundert erhielt es die schwungvolle Freitreppe.
Gleich rechts neben dem Rathaus faszinieren die Armenischen Häuser, in denen armenische Händler lebten, die nach 1585 in die Stadt gezogen waren. Die Fassaden sind teilweise mit orientalischen Motiven, Flachreliefs von Christus, den Aposteln und Maria sowie Tierfiguren geschmückt. In den Häusern ist das Stadtmuseum untergebracht, sodass Besucher auch die reich verzierten Wände  und die prachtvollen Holzdecken im Inneren bewundern können.



Palais und Arsenal
  
Rathaus von ZamoscWenn man vom Markt in Richtung Osten die ul. Grodzka und dann auf der ul. Szczebrzeska nach links abbiegt, gelangt man zum Palais Zamoyski. Von der früheren Pracht ist nicht viel übrig geblieben. Nur der Torso. Anfang des 19. Jahrhunderts zog die Armee in das Palais ein. Später wurde es als Krankenhaus genutzt. Heute ist es ein Gerichtsgebäude. Gleich neben dem Palais steht das Arsenal (Zeughaus), in dem sich das Waffenarsenal der Stadt befand. Es beherbergt das polnische Waffenmuseum, in dem man neben alten Waffen unter anderem ein Modell der Stadt aus dem 17. Jahrhundert und eine umfangreiche Sammlung von Militäruniformen besichtigen kann.

Stiftskirche

Wenn man zur ul. Szczebrzeska zurückgeht, gelangt man zur Kollegiatskirche (Stiftskirche). Die dreischiffige Kirche mit ihrer manieristischen Fassade, den schlanken Säulen und ihrem geschmückten Gewölbe hat Bernado Morando entworfen. Der Bau der Kirche dauerte von 1587 bis 1630. Die Kirche, die inzwischen in den Stand einer Kathedrale erhoben worden ist, ist reich an Holzschnitzereien und Sakralkunst. So können die Besucher im Presbyterium ein silbernes Rokoko-Tabernakel und in der Zamoyski-Kapelle das Marmorgrabmal des Großkanzlers Jan besichtigen. In der Stiftsbibliothek gibt es eine umfangreiche Sammlung von Buchdrucken aus der Zeit bis 1500.

Umgeben war die Stadt von einer Befestigungsanlage, die aus sieben Bollwerken und drei Toren bestand. Bernado Morando hatte sie nach italienischem Vorbild gebaut. Sie schützten die Stadt vor Angriffen der Kosaken und der Schweden. Erst 1866 gelang den Russen die Zerstörung der Festung, deren Reste man heute noch besichtigen kann.

Seit 1992 Weltkulturerbe

Die Renaissance-Perle Zamo¶æ hat die Angriffe der Kosaken (1648), die "schwedische Sinflut" (1655/1656) und die Zeit der deutschen Besatzung während des II. Weltkrieges fast ungeschadet überstanden. In den 1970er Jahren wurde die historische Innenstadt restauriert. Die UNESCO erklärte Zamo¶æ, das auch den Beinamen "Padua des Ostens" trägt, im Jahr 1992 zum Weltkulturerbe.

Weitere Sehenswürdigkeiten:
  • Die Nikolauskirche finden Sie südlich vom Rynek Wielki. Gebaut wurde sie für den griechisch-katholischen Basilianerorden. Heute ist sie katholisch.
  • Alte Synagoge 
  • Tor des alten Pfarrhauses neben der Stiftskirche
  • Altes Lubliner Tor
  • Neues Lubliner Tor
  • Neues Lwówer Tor

II. Weltkrieg

Im November 1942 begann SS-Führer Heinrich Himmler im Gebiet um Zamo¶æ mit einem Projekt zur Ansiedlung von Deutschen. Aus dieser Zeit stammt die Bezeichnung "Himmlerstadt" für Zamo¶æ. Um "Raum" für die Deutschen zu schaffen, ließ er die polnische Bevölkerung in Vernichtungslager deportieren. Das Projekt scheiterte jedoch am heftigen Widerstand der Polen und musste von den Nazis auf die Zeit nach dem "Endsieg" verschoben werden.

Rosa Luxemburg

Am 5. März 1870 erblickte Rosa Luxemburg in Zamo¶æ das Licht der Welt. Sie wuchs in Warschau auf und engagierte sich in der sozialistischen Bewegung. Über die Schweiz gelangte sie nach Deutschland, wo sie 1916 zusammen mit Karl Liebknecht den Spartakusbund gründete, aus dem später die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) hervorging.  (fh)


Landkarte:

Landkarte von Polen mit Zamosc

Wetter:



Wirtschaft:

Tourismus

Einwohner:

83.534 (1990) Zamo¶æ liegt etwa 60 Kilometer von der Ukrainischen Grenze entfernt und gehört zur Wojewodschaft Lublin.

Weiterführende Links

www.zamosc.pl
www.muzeum-zamojskie.one.pl
www.muzeum-zamojskie.one.pl/foto

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