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Zagan (Żagań) - Museum des Martyriums der alliierten Kriegsgefangenen

In einem schmucklosen Bau in der südlichen Vorstadt des Ortes Żagań (ehemals Sagan, 90 Kilometer östlich von Cottbus) befindet sich eines der zweifellos interessantesten Museen zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs: das Museum des Martyriums der alliierten Kriegsgefangenen. Es befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers "Stammlager der Luftwaffe Nr. 3 Sagan" (kurz Stalag Luft 3 genannt), das 1942 errichtet worden war. In ihm wurden Piloten abgeschossener alliierter Flugzeuge interniert.

Żagań - Denkmal für alliierte Piloten
Foto: Frank Hilbert

Die Museumsausstellung ist einer Gruppe alliierter Offiziere der Luftstreitkräfte gewidmet, die in der Nacht vom 24. auf den 25. März 1944 einen lang geplanten und groß angelegten Ausbruchsversuch aus dem Lager in Żagań (Sagan) unternommen hatten. Über einen 111 Meter langen, von kanadischen Fliegern gegrabenen, unterirdischen Tunnel (Spitzname "Harry"), krochen 80 Gefangene in Zivilkleidung und mit gefälschten Papieren aus dem Lager in Richtung Freiheit.
Leider erwies sich der Tunnel als zu kurz, sodass die Gefangenen noch eine mehrere Meter lange Strecke über eine beleuchtete Wiese bis zur Lagergrenze überwinden mussten. Der Fluchtversuch wurde von der Lagerwachmannschaft in Żagań (Sagan) bemerkt. Nur drei der Flüchtlinge, dem Norweger Jens Muller, Per Bergslund (Spitzname "Rockland") und dem Holländer Bram van der Stock, gelang die Flucht. Alle Übrigen wurden von den Deutschen gefasst. Mehr als die Hälfte von ihnen wurde auf ausdrückliche Anordnung Hitlers und entgegen der Haager Konvention erschossen. Nach dem Krieg wurde ein Teil der deutschen Polizei- und Gestapomitarbeiter, die an der Ermordung der Piloten beteiligt waren, von einem britischen Militärgericht zum Tode verurteilt.

Die Flucht der alliierten Piloten aus dem Lager in Żagań (Sagan) wurde 1963 mit Steven McQueen und Charles Bronson in den Hauptrollen verfilmt. Der Film heißt "Gesprengte Ketten".

Eine "museumspädagogische" Attraktion bildet eine Replik des Tunnels, durch den die Besucher durchkriechen können. Etwa einen Kilometer vom heutigen Museum entfernt, an der Stelle, wo sich der echte Tunnel befunden hatte, errichtete man mehrere Gedenksteine sowie ein Denkmal mit einer genauen Beschreibung des Tunnelverlaufs. (fh)

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Landkarte von Polen mit Żagań

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Zagan (Żagań), Polen24.03.2017 – 19:00 Uhr
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(CC BY-SA 2.0: OpenWeatherMap)

Kontakt

Muzeum Obozów Jenieckich (Museum des Gefangenenlagers)
Lotników Alianckich 6
68-100 Żagań
Tel.: +48 68 4784994

Karte

Żagań - Museum Kriegsgefangenenlager, Lotników Alianckich 6, 68-100
Żagań - Museum Kriegsgefangenenlager, Lotników Alianckich 6, 68-100 Żagań (Google Maps)
  1. www.muzeum.eline2.serwery.pl