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Ausgegeben am Mittwoch, dem 23.05.2012, um 19.16 Uhr.

Was haben Horst Eckert (besser bekannt als „Janosch“, Autor zahlreicher Kinderbücher und Romane für Erwachsene), Krystian Zimmerman, der weltberühmte Pianist und Gewinner des Warschauer Chopin-Festivals und der Bildhauer Heinz Tobolla gemeinsam? Sie alle sind in Zabrze zur Welt gekommen. Die älteren unter den deutschen Lesern kennen die fast 200.000 Einwohner zählende Stadt in Oberschlesien vermutlich unter ihrem deutschen Namen „Hindenburg“.
Schweigende Zeugen der Geschichte
In der Altstadt von Zabrze erwartet den Besucher ein historischer Querschnitt durch verschiedene Architekturstile. Die größtenteils bis heute erhaltenen Bauten entstanden vorwiegend im 19. und 20. Jahrhundert. Sie repräsentieren Beispiele des Funktionalismus, Historismus, Expressionismus und Modernismus. Darüber hinaus sind in Zabrze schöne Häuser aus der Zeit des Eklektizismus und des Jugendstils zu finden.
Zu den schönsten Denkmälern gehört wahrscheinlich die St. Josephkirche. Ihr Baumeister, der aus Köln stammende berühmte Architekt des Expressionismus Dominikus Boehm sagte einst über sein Werk, es sei „eine Kirche, die mit Licht gemalt wurde“. Diese Kirche, die 1931 erbaut wurde, verbindet auf eine außergewöhnliche Art die Architektur der Gegenwart mit historischen Elementen, bis hin zu Anspielungen auf die Antike. Es lohnt sich auch, einen Blick in die eine oder andere der vielen alten Kirchen von Zabrze hineinzuwerfen.
Es sakraler Ort besonderer Art ist der jüdische Friedhof. Das Jüdische Haus der Ewigkeit wurde 1871 gegründet. Auf dem Friedhof ruhen die Gebeine von fast 800 Juden aus Zabrze.
