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Zabrze - Denkmäler der Technik

Die Bedeutung der Kohleförderung in Schlesien ist in den letzten Jahren, wie überall in Europa, stark zurückgegangen. Zabrze hat jedoch die Bedeutung ihrer industriehistorischer Einzigartigkeit rechtzeitig erkannt und nutzt die stillgelegten Zechen - zeitgemäß im Sinne eines "begreifbaren" Museumskonzepts - als erlebbare Reise in die Geschichte der Industrieregion. Die alten, den musealen Bedürfnissen angepassten Bergwerke sind eine außergewöhnliche Touristenattraktion, die kein Besucher von Zabrze verpassen sollte.

Dampfmaschine im Bergbaufreilichtmuseum Königin Louise in Zabrze
Dampfmaschine im Bergbaufreilichtmuseum Königin Louise in Zabrze. Foto: Polnisches Fremdenverkehrsamt

So wird zum Beispiel das Historischen Steinkohlebergwerks Guido als wahre Perle der schlesischen Industriegeschichte bezeichnet. Die Touristen können mit dem Förderkorb zu Sohlen 170 bis 320 Meter hinunterfahren. Sie können an Vorführungen, die unterirdische Explosionen vortäuschen und - auf einer Tiefe von 320 Meter unter der Erde - an kulturellen Veranstaltungen des Zyklus "Niveauvolle Kunst" (Sztuka na poziomie) teilnehmen.

Seit fünfzehn Jahren hat das Bergbaufreilichtmuseum Königin Louise seine Tore für Besucher geöffnet. Im Freilichtmuseum werden "über- und unterirdische" Sehenswürdigkeiten aus der Zeit, als in der Region noch Kohle gefördert wurde, gezeigt. Zu sehen ist unter anderem eine in Betrieb befindliche Fördermaschine. Mit einer Grubenbahn können die Besucher die unterschiedlichen Ebenen des Bergwerks erkunden.

Das Museum für Kohlebergbau ist das einzige Museum dieser Art in Europa. Mehrere Tausend Ausstellungsstücke, die in dem wunderschönen Gebäude des ehemaligen Landratsamts untergebracht sind, sind ein wahrer Schatz und zeugen von der Jahrhunderte langen Bergbautradition der Region.

Dagegen ist der Matthias-Schacht nicht nur wegen seiner funktionstüchtigen Fördermaschine und eines Aussichtsturms einen Besuch wert, sondern auch wegen des kristallklaren Wassers, das von den Einwohnern von Zabrze genutzt wird. Der Schacht ist Teil des sog. Kunstbergwerks (Kopalnia Sztuki), das u. a. Konzerte in der ehemaligen Markenkontrolle des Bergwerks Ludwik an der Hagera-Strasse veranstaltet.

Die Route der Technischen Denkmäler wird durch die Bergbausiedlungen Borsig, Ballestrem und Donnersmarck ergänzt, die ihre Form aus dem 19. Jh. unverändert beibehalten haben und durch schöne Architektur und Grünanlagen bestechen.

Ein wichtiges Ereignis in Zabrze sind die internationalen Konferenzen über das industrielle Erbe, an denen Fachgrößen aus der ganzen Welt teilnehmen. Gegenwärtig wird an einem Projekt gearbeitet, dessen Ziel die Inbetriebnahme des Hauptschlüsselerbstollens ist. Der Stollen diente ursprünglich zur Entwässerung der Bergwerke und zur Beförderung der mit Kohle gefüllten Boote aus der Tiefe an die Oberfläche.

  1. www.muzeumgornictwa.pl
  2. www.kopalniaguido.pl