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Ausgegeben am
Freitag, dem 03.09.2010, um 16:13 Uhr.

Die große Synagoge (hebr. Bet ha-kneset) in Włodawa wurde zwischen 1764 und 1774 nach Entwürfen des Architekten Paweł Antoni Fontana (Paolo Antonio Fontana) gebaut. Seit 1983 beherbergt sie ein Museum. Außen fällt die Synagoge durch ihr Mansardendach auf. Blickfang im Gebetsraum der Synagoge ist der neobarocke Aron ha-qodäsh, der Toraschrein, aus dem Jahr 1936. Er ist farbenfroh und reich mit Stuckarbeiten verziert. Zu sehen ist in der Synagoge zudem eine Sammlung von Judaika und eine Schulstube aus dem Haus eines Melameds, eines jüdischen Lehrers.
Sehenswert ist auch ein Gebetshaus aus dem 17. Jahrhundert, die nur wenige Meter von der Synagoge entfernt steht. Das besondere an ihr sind Fragmente der ursprünglichen Wandmalereien. Ein weiteres Gebetshaus stammt aus dem Jahr 1928.
Während der deutschen Besatzungszeit wurde die Große Synagoge stark beschädigt. Nach dem Krieg diente sie zunächst als Warenhaus und wurde erst in den 1960er Jahren rekonstruiert.
Die katholische und spätbarocke Pfarrkirche steht nordöstlich vom Marktplatz. Errichtet wurde sie im 17. Jahrhundert. Besonders beeindruckend sind die Wandmalereien aus der Rokokozeit im Inneren. Die russisch-orthodoxe Kirche steht östlich vom Marktplatz und wurde 1842 im Auftrag der Familie Zamoyski gebaut.
Jedes Jahr veranstaltet die Stadt Włodawa das Festival der drei Kulturen. Präsentiert werden auf dem Festival auch jüdische Tradition. (fh)
