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Ausgegeben am Sonntag, dem 05.02.2012, um 3.53 Uhr.


Wisła


Flaniermeile in Wisla
Flaniermeile in Wisla. Foto: Frank Hilbert Einen gewissen Bekanntheitsgrad in der Welt erlangte der in den Schlesischen Beskiden gelegene Erholungsort Wisła (431 m über dem Meeresspiegel) seit der hier gebürtige Skispringer Adam Małysz bei internationalen Wettkämpfen Erfolge errang. Die Einwohner von Wisła ehrten ihren berühmten Stadtsohn auf eine besonders „süße“ Weise: Im Foyer des Kurhauses stellten sie sein lebensgroßes Abbild aus weißer Schokolade auf. Vor zudringlichen Naschkatzen wird der Schoko-Małysz von einer Glasvitrine geschützt.


Wisła besticht nicht gerade durch seine Architektur. Im Zentrum gibt es eine gepflegte, aber wenig anmutende Touristenflaniermeile mit einem Kaufhaus, vielen, nicht immer guten Kneipen und Souvenirläden mit zahlreichen Małysz-Andenken. Durch seine Nähe zur Industrieregion Schlesien ist der Ort besonders bei den schlesischen Touristen beliebt. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es hier in allen Preiskategorien: Von Appartements in Luxushotels bis zu einfachen Zimmern bei Privatleuten. An den Berghängen um den Stadtmitte herum spuken hässliche Betonklötze aus sozialistischer Zeit. Es sind Betriebsheime, in denen heute noch viele (ehemalige) Mitarbeiter der schlesischen Bergwerke ihren Urlaub verbringen. Einige der Betriebsheime sind mittlerweile privatisiert und mehr schlecht als recht modernisiert worden. Dafür sind die Preise moderat. Aus sozialistischer Zeit wurde auch der strenge Tagesablauf in den Einrichtungen übernommen, der sich meist nach den Uhrzeiten der Mahlzeiten richtet. (Wehe, man verdirbt es sich mit der schlesischen Köchin, weil man fünf Minuten zu spät zum Mittagstisch erscheint oder vor dem Berg süßer Mohnnudeln kapituliert!)

Seinen Namen verdankt der Ort dem Fluss Weichsel, der nur wenige Kilometer von Stadtzentrum entfernt am höchsten Gipfel der Schlesischen Beskiden, dem Berg „Barania Góra“, entspringt. Die Gegend ist ein wahres Paradies für diejenigen, die gemütliche, wenig anstrengende Wanderungen über sanfte Hügel in schöner Landschaft lieben. Wisła besitzt 150 km malerisch gelegene Wanderpfade und ist ein idealer Ausgangspunkt für Touren zu den Gipfeln Czantoria (995 m hoch), Stożek (978 m hoch), Trzy Kopce Wiślańskie (803 m hoch) und natürlich zu dem bereits erwähnten Barania Góra (1220 m hoch). Barania Góra besitzt einen Aussichtsturm, von dem aus man bei guter Sicht einen fantastischen Ausblick auf die Tatra hat. Schlechtes Wetter kann man zu einem Besuch im Beskiden-Museum nutzen, das in einem alten Wirtshaus im Zentrum Wisłas untergebracht ist. Hier erfährt der Besucher etwas über das karge Leben der früheren Einwohner der Schlesischen Beskiden und über die Geschichte der Region. Technik-Freaks werden ihre Freude an der ca. 5 km vom Zentrum entfernten Eisenbahnbrücke (25 m hoch und 120 m lang) haben. Unterwegs zum Präsidentenschloss (siehe Extra-Infos) sollte man einen kurzen Halt an dem 1973 fertig gestellten Staudamm am Czerniańskie-See machen. Im See münden die beiden Bäche Czarna und Biała Wisełka, die beiden Zuflüsse der Weichsel.

Interessante Ausflugsziele in näherer Umgebung: Die Ferienorte Ustroń und Szczyrk (Der letzte ist von Wisła aus über eine serpentinenreiche Straße erreichbar.) sowie die für die Spitzenherstellung berühmten Orte Koniaków und Istebna. (bw)

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Landkarte:

Landkarte von Polen mit Wisla

Wirtschaft:

Tourismus, Wintersport

Einwohner:

ca. 11.400

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