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Warschau (Warszawa) - Schlossplatz und Sigismundsäule

Vor dem Warschauer Schloss erstreckt sich ein weiträumiger Platz, der ein gleichschenkliges Dreieck bildet und auf dem in den Sommermonaten zahlreiche Konzerte und auch Ausstellungen stattfinden. Dominiert wird der Schlossplatz (Plac Zamkowy) durch das Warschauer Schloss, das an seiner Ostseite steht. Im Nordwesten grenzt die Altstadt an den Schlossplatz und im Süden mündet die ul. Krakowskie Przedmieście in den Platz.

Sigismundsäule auf dem Schlossplatz in Warschau
Die Statue von Sigismund III. krönt die Sigismundsäule. Fotos: Hilbert

Im 14. Jahrhundert wurde an der Stelle, an der sich heute der Schlossplatz befindet, das Krakauer Tor als Teil der Stadtbefestigungsanlagen errichtet. Vierhundert Jahre später hatte die Stadtmauer ihre strategische Bedeutung verloren. Die Warschauer rissen das Krakauer Tor und einige Hofgebäude ab. Ihr Abriss machte den Blick frei auf die Sigismundsäule (Kolumna Zygmunta), die 1644 König Ladisław IV. zu Ehren seines Vaters Sigismund III. errichten ließ. Sie ist das älteste Monument in Polen. Die Sigismundsäule ist 22 m hoch und besteht aus einem doppelten Sockel sowie einer schlanken korinthischen Säule. Auf ihr sitzt wiederum ein Sockel, auf dem die Statue des Sigismunds steht. Die Säule entstand in Teamarbeit: Den Entwurf lieferte Constantino Tancalli. Der Bildhauer Clementi Molli schuf das Modell für die Königsfigur und Daniel Tym goss sie in einem Stück aus Bronze. Sigismund trägt eine Rüstung und einen Mantel. In seinen Händen trägt er einen Krummsäbel und ein Kreuz, das ihn als Defensor fidei (Verteidiger des Glaubens) ausweist.

Das Original der Sigismundsäule in Warschau
Die 1944 von den deutschen Besatzern zerstörte Sigismundsäule.

Die russischen Behörden wollten die baufällig gewordene Säule 1887 abreisen. Der polnische Großgrundbesitzer und Politiker Zdzisław Lubomirski sammelte Geld in allen drei Teilen Polens für die Restaurierung und rettete damit die Sigismundsäule. Aber nur für 58 Jahre.

Die Nationalsozialisten planten den "Abbau der Polenstadt". Er sah die Zerstörung aller historischen Bauten in der polnischen Hauptstadt vor. Die Sigismundsäule sollte ebenfalls zerstört und durch ein Germania-Denkmal ersetzt werden.
In gewisser Weise ist ihnen dieser Plan auch gelungen. Nach dem Warschauer Aufstand im Jahr 1944 ließ die SS die Sigismundsäule abreisen. Die Überbleibsel liegen rechts neben dem Schloss. Einschusslöcher zeugen von den schweren Kämpfen während des Warschauer Aufstandes. Die heutige Sigismundsäule ist eine Kopie aus dem Jahr 1947. Sie ist für die Warschauer zum Symbol für den Wiederaufbau ihrer Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg geworden. (fh)

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Warszawska Informacja Turystyczna - Markt
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