Warschau - Geschichte in Zahlen
13. Jhd.: neben einer herzoglich-masow. Burg an Stelle eines Fischerdorfes entstanden
1339: Warschau erhält deutsches Stadtrecht
seit 1529: ständiger Versammlungsort des poln. Reichstages (Sejm)
1596: Der poln. König Zygmunt III Waza verlegt die Hauptstadt von Krakau nach Warschau
18. Jhd.: Warschau erlebt eine kulturelle Blüte
1795: Durch die 3. Poln. Teilung fällt Warschau an Preußen und sinkt zu einer Provinzstadt ab
1807 - 1815: Warschau ist Hauptstadt des gleichnamigen Herzogtums, danach von Kongresspolen
1830/31: Seit dem Novemberaufstand wird Warschau zum Zentrum der nationalen Bewegung und wächst in der Folgezeit sehr schnell zur Großstadt (1879: 600 000 Einwohner)
1864: einsetzende Russifizierung der Stadt
1919: Hauptstadt des wiedererrichteten souveränen polnischen Staates
1939 - 1945: Warschau wird von deutschen Truppen besetzt
1940: Die Deutschen errichten das jüdische Ghetto von Warschau. Auf 4 Quadratkilometern werden 500 000 Menschen zusammengepfercht, von denen bereits in eineinhalb Jahren 100 000 an Hunger, Krankheit oder Misshandlung durch die Deutschen sterben. Die übrigen werden in verschiedene Vernichtungslager deportiert.
Jan. - Mai 1943: Erhebung von ca. 1100 Juden des Warschauer Ghettos. Der Aufstand wird durch Massenerschießungen und Großbrände erstickt, der Großteil der Überlebenden erschossen oder in Vernichtungslagern ermordet.
Aug. - Okt. 1944: Warschauer Aufstand. Erhebung der polnischen Heimatarmee (Armia Krajowa) gegen die deutsche Besatzungsmacht. Nach Niederschlagung des Aufstandes durch die Deutschen werden die kapitulierten Aufständischen in Konzentrationslager oder zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt, die zivile Bevölkerung Warschaus vertrieben. Auf Anordnung Hilters wird Straßenzug um Straßenzug der polnischen Hauptstadt gesprengt.
Nach 1945: Wiederaufbau Warschaus trotz der Vorschläge einiger politischer Funktionäre, den Sitz der polnischen Hauptstadt zu verlegen.
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