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Ausgegeben am
Freitag, dem 03.09.2010, um 16:12 Uhr.

Neben den beliebten Strände und einem kleinen Hafen, wo jeden Morgen fangfrischer Fisch direkt vom Kutter verkauft wird, sind zweifelsohne die weitläufigen Wanderdünen die größte Attraktion der Region. Sie sind Teil des 1967 gegründeten Slowinzer Nationalparks (Słowiński Park Narodowy) und über einen langgestreckten Kiefernwald zu Fuß, mit dem Fahrrad oder einem Pferdewagen zu erreichen. Die weitläufigen Sanddünen erinnern an eine Wüste. Sie sind in ständiger Bewegung. Pro Jahr verlagern sie sich um neun bis zehn Meter. Hier und da ragen noch traurig anmutende Baumstümpfe abgestorbener Wälder hervor. Der Legende nach soll in den Slowinzer Wanderdünen der deutsche Feldmarschall Erwin Rommel im Zweiten Weltkrieg die Soldaten des Afrika-Korps auf ihren Einsatz in der Sahara vorbereitet haben. Mit historischen Tatsachen hat die Legende wenig zu tun, nichtsdestotrotz werden dem aufmerksamen Besucher die Überreste weit verstreuter deutscher Befestigungsanlagen nicht entgehen. Kaum zu glauben, dass das 18.000 Hektar große Parkgelände früher eine Bucht war. Daran erinnern heute noch die durch Nehrungen vom Meer abgetrennten Küstenseen Łebsko (Leba-See) und Gardno (Garder See).
Der Nationalpark ist ein Refugium für viele geschützte Pflanzen- und Vogelarten und wurde 1977 in die Liste der Biosphärenreservate der UNESCO aufgenommen. (bw)