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Wanderdünen in فeba


Wanderdünen in Leba
Foto: Polnischer Fremdenverkehrsverband Nirgendwo an den polnischen Ostseestränden ist der Sand feiner als in فeba. Jedes Jahr zum Ausklang der Sommerferien gab es lange Diskussionen mit meinen Eltern, die nicht einsehen wollten oder konnten, warum ihre Tochter wieder einmal gleich mehrere Kilo Sand nach Warschau mitnehmen wollte. Nicht die endlose Weite der Ostsee, nicht die vielen bunten Muscheln oder die ausgelassene Urlaubsstimmung in der kleinen Fischersiedlung, die 1357 die Stadtrechte erhalten hatte, beeindruckte das kindliche Gemüt nachhaltig, nein, es war der Sand, der wie zarter, goldener Mehlstaub zwischen den Fingern rieselte.


Sand war und ist seit jeher ein wichtiger Begriff für فeba. Die Einwohner der ursprünglichen Siedlung mussten im 16. Jahrhundert dem Sand weichen und verlagerten ihren Ort ins Landesinnere. Im Laufe der Jahre wurde die alte Siedlung unter den Sandmassen begraben. Heute erinnert nur noch eine im Sand versunkene Ruine einer gotischen Kirche an den alten Standort فebas.

Neben den beliebten Strände und einem kleinen Hafen, wo jeden Morgen fangfrischer Fisch direkt vom Kutter verkauft wird, sind zweifelsohne die weitläufigen Wanderdünen die größte Attraktion der Region. Sie sind Teil des 1967 gegründeten Slowinzer Nationalparks (Słowiński Park Narodowy) und über einen langgestreckten Kiefernwald zu Fuß, mit dem Fahrrad oder einem Pferdewagen zu erreichen. Die weitläufigen Sanddünen erinnern an eine Wüste. Sie sind in ständiger Bewegung. Pro Jahr verlagern sie sich um neun bis zehn Meter. Hier und da ragen noch traurig anmutende Baumstümpfe abgestorbener Wälder hervor. Der Legende nach soll in den Slowinzer Wanderdünen der deutsche Feldmarschall Erwin Rommel im Zweiten Weltkrieg die Soldaten des Afrika-Korps auf ihren Einsatz in der Sahara vorbereitet haben. Mit historischen Tatsachen hat die Legende wenig zu tun, nichtsdestotrotz werden dem aufmerksamen Besucher die Überreste weit verstreuter deutscher Befestigungsanlagen nicht entgehen. Kaum zu glauben, dass das 18.000 Hektar große Parkgelände früher eine Bucht war. Daran erinnern heute noch die durch Nehrungen vom Meer abgetrennten Küstenseen فebsko (Leba-See) und Gardno (Garder See).

Der Nationalpark ist ein Refugium für viele geschützte Pflanzen- und Vogelarten und wurde 1977 in die Liste der Biosphärenreservate der UNESCO aufgenommen. (bw)

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